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70 Jahre Porsche Sportwagen: Highlights einer beispiellosen Ära

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Porsche blickt zurück auf eine einmalige Erfolgsgeschichte. In sieben Jahrzehnten hat sich Ferry Porsches Vision zum Inbegriff für Fahrfreude, gelebten Motorsport und zeitlose Straßensportwagen entwickelt. Grund genug für uns, einige der prägendsten Modelle einer bewegten Historie in Erinnerung zu rufen. © 1&1 Mail & Media / CF

Alles begann mit dem legendären 356 Nr.1. Er ist das erste Modell in einer langen Reihe von Sportwagen, die den Namen Porsche tragen dürfen.
Am 8. Juni 1948 erhielt das inzwischen restaurierte Exemplar mit der Fahrgestellnummer 356-001 erstmals die allgemeine Betriebserlaubnis, von der Kärntner Landesregierung wohlgemerkt.
Hintergrund: Zu Beginn fertigte Porsche seine Sportwagen noch in Österreich, genauer gesagt: in Gmünd in Kärnten. Erst 1950 zog es den Sportwagenbauer in Richtung Stuttgart-Zuffenhausen.
Als der 356 aufgrund seiner betagten Basis und des automobilen Fortschritts nicht mehr genügend Potenzial zu bieten schien, musste ein adäquater Nachfolger her: Die Geburtsstunde des Porsche 911.
Das Urmodell des „Elfers“ betrat anfang der Sechziger die große Bühne und war der erste Sportwagen von Porsche mit selbsttragender Karosserie.
Einer der ersten – zunächst noch unter der Bezeichnung 901 – gebauten 911er tauchte erst vor wenigen Jahren als längst in Vergessenheit geratener „Scheunenfund“ wieder auf. Porsche zögerte keine Sekunde und restaurierte das historisch wertvolle Exemplar mit der Fahrgestellnummer 300 057 nach allen Regeln der automobilen Kunst – medienwirksam, versteht sich.
Inzwischen liefen mehr als 1.000.000 Exemplare des Sportwagens mit der unverkennbaren Silhouette vom Band.
Zwei Jahrzehnte bestimmten fortan die verschiedenen Generationen und Abwandlungen des 911 die Schlagzeilen rund um den Zuffenhausener Sportwagenbauer – bis Mitte der 1980 plötzlich der Porsche 959 das Licht der Welt erblickte.
Nicht wenige Autoenthusiasten bezeichneten das für damalige Verhältnisse extrem radikale Modell kurzerhand als Ufo – womöglich etwas viel des Guten, zumindest aber war der 959 damals das schnellste Serienauto der Welt.
Den 959 fertigte Porsche lediglich von 1986 bis 1988 in einer Gesamtstückzahl von knapp 300 Stück. Sein Erbe aber sollte bis heute in weiteren Ausnahmesportwagen weiterleben.
So etwa im Porsche im Porsche 918 oder im Carrera GT – jenem Modell, das vielen kaum präsent ist und es in der Szene dennoch innerhalb kürzester Zeit zu einer Art Legendenstatus gebracht hat. Der GT ist gewissermaßen das Überbleibsel eines auf Eis gelegten Motorsportprojektes für kein geringeres Event als die 24 Stunden von Le Mans.
Porsche pflegt ohnehin seit jeher eine enge Verbindung zwischen Motorsport auf der einen und der Serienfertigung von Straßensportwagen auf der anderen Seite. Das gilt insbesondere für das prestigeträchtige Rennen an der Sarthe.
Große Erfolge auf verschiedenen Rundkursen feierte Porsche beispielsweise mit den diversen Ausführungen des 917.
Wie sehr dieser Motorsportfans in seinen Bann ziehen konnte, belegt das Beispiel von Cluadio Roddaro. Der Monegasse sorgte jüngst mit seinem für den öffentlichen Straßenverkehr zugelassenen Le-Mans-Rennwagen weltweit für Aufsehen.
Zum Aufgebot gehören zwei aktuelle Porsche 911 RSR, die jedoch mit historischem Anstrich antreten: zum einen im „Rothmans“-Design.
Zum anderen soll die sogenannte „Sau“ ihr Revival erleben. Auch für Nicht-Kenner dürften sich beim Blick auf das Bild etwaige Fragen im Nu zerstreuen.
Für die Zukunft ist Porsche ebenfalls gut aufgestellt. So machte das Concept Mission E unlängst Lust auf elektrifizierte Sportwagen von Porsche. Traditionalisten hingegen dürften den unverkennbaren Klang eines luftgekühlten Boxers dann erst recht vermissen.
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