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29.01.2013, 16:48 Uhr

Venus hat Schweif von mindestens 15 000 Kilometer Länge

Katlenburg-Lindau (dpa) - Deutsche Forscher haben den selten auftretenden Schweif der Venus analysiert. Es handele sich um eine Art Plasma-Ballon an der sonnenabgewandten Seite des Planeten, teilte das Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) mit.

Gewöhnlich ist die Venus von einer Hülle aus Elektronen und Ionen umgeben, die vom Sonnenwind quasi im Zaum gehalten werde. Fällt der Sonnenwind aus, wie beispielsweise im August 2010, verforme sich die Hülle zu einem Schweif.

Die Elektronen und Protonen des Sonnenwindes führen zu Magnetfeldern, die die Venushülle stabilisieren. Ohne diese Felder könne sich die Hülle aus Elektronen und Ionen, die den Planeten in 150 bis 300 Kilometern Höhe umgibt, in den Weltraum ausdehnen.

Die Forscher haben ihre Erkenntnisse mit Hilfe der Instrumente an Bord der Esa-Raumsonde "Venus Express" gewonnen. Den Messungen zufolge ragt der Schweif etwa 15 000 Kilometer in den Weltraum. Theoretisch könnte er aber auch deutlich länger sein und sich sogar über Millionen von Kilometern erstrecken.

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17 Meinungen zu "Schweif der Venus erforscht "

  • Peter0167
    Donnerstag, 31.01.2013, 14:04 Uhr
    @igitt Hier ist noch ein Link, wo es etwas genauer erklärt wird: http://www.raumfahrer.net/news/astronomie/30012013145756.shtml
  • Peter0167
    Donnerstag, 31.01.2013, 10:20 Uhr
    @igitt Die Venus hat ein sehr schwaches Magnetfeld, da sie sich kaum dreht. Um Magnetfelder zu induzieren benötigt man bewegte Ladungen. Experimente in diesen Größenordnungen sind schwer durchführbar, daher arbeitet man mit Computersimulationen, die dann durch Beobachtungen wie z.B. bei der Venus bestätigt werden. Bei uns auf der Erde ist es auch schon mehrmals zu Umpolungen und damit auch zum zeitweisen Abbau des Erdmagnetfeldes gekommen. Dabei müssen ähnliche Vorgänge abgelaufen sein, sonst hätte man das an der Isotopenzusammensetzung in den Sedimenten erkennen können.
  • igitt
    Donnerstag, 31.01.2013, 10:09 Uhr
    @peter0167 schon interressant wie genau man über Venus und Mangentfeldern darauf bescheid weiß. Ich denke das ist eher eine Annahme und nicht erwiesen. Die Venus hat doch kein Magnetfeld gelle. Aber Vulkane? Ein Magnetfeld baut sich doch aber durch einen beweglichen Kern des Planeten auf. Wenn Vulkane da sind, kann man doch wohl glauben, dass ein flüssiger Bereich vorhanden ist in dem sich der Erdkern bewegen kann oder? Wurde denn schon mal ein Experiment durchgeführt, welches zeigt dass eine Atmosphäre rund wird wenn geladene Teile vorbeikommen?
  • sagitta68
    Donnerstag, 31.01.2013, 09:03 Uhr
    Peter0167... Bei schwachem Wind sind die Magnetfelder auf der "Rückseite" so schwach, das die Ionosphäre sich "freier" als sonst ausbreiten kann. Schlicht aber treffend formuliert. In der Einfachheit findet man am ehesten die Erkenntnis. Ob das jetzt für den Nobelpreis reicht? - glaub ich eher nicht. : VIELLEICHT BALD (-:
  • Peter0167
    Mittwoch, 30.01.2013, 16:17 Uhr
    @igitt Es ist richtig, das die Venus Teile der Atmosphäre durch den Sonnenwind verliert, es wird aber durch die vulkanische Aktivität genügend nachgeliefert. Weiterhin hat die Venus eine mit der Erde vergleichbare Masse, so ist sie im Gegensatz zum Mars in der Lage die Atmosphäre besser zu halten. Die magnetischen Filamente entstehen, weil die Teilchen des Sonnenwindes aufgrund ihrer unterschiedlichen Massen auch unterschiedlich abgebremst werden. Das heißt, die Elektronen bewegen sich relativ zu den Protonen, was gleichbedeutend mit einem elektrischen Stom ist. Wo Ströme fließen, bilden sich Magnetfelder, die in der Lage sind, geladene Teilchen entlang der Magnetfeldlinien abzuleiten. Bei schwachem Wind sind die Magnetfelder auf der "Rückseite" so schwach, das die Ionosphäre sich "freier" als sonst ausbreiten kann. Ob das jetzt für den Nobelpreis reicht? - glaub ich eher nicht.
  • igitt
    Mittwoch, 30.01.2013, 15:40 Uhr
    Ene Frage hätt isch noch, was buchtet denn die Atmosphäre so aus? Das Gravitationsfeld der Venus oder das nicht vorhandene Magnetfeld? Bitte um eine fundierte Antwort, wenns geht von einem Nobelpreisträger :D Ja eine Million Kilometer Schweif und der zieht sich dann wieder zurück an die Venus ran, wenn der Sonnenwind kommt?
  • igitt
    Mittwoch, 30.01.2013, 15:27 Uhr
    Wissenschaftler sind doch echt zum lachen. Bei den einen reisst der Sonnenwind die Atmosphäre weg, bei der Venus da macht der Sonnenwind das Gegenteil. Was bitte ist ein Filament? Ich finde dazu Fadenförmige Molekühle. Und diese Schützen vor Sonnenwind? Es sind dann soviele, dass sich das Magnetfeld dieser Filamente so verstärkt, dass dann der Sonnenwind umgeleitet wird, der aber nahe dran sein muss, weil er sonst nicht abgestoßen wird. Also das ist doch echt ne Nummer für Kabarett.
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