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18.12.2012, 08:35 Uhr

Nasa zerstört "Ebbe" und "Flut"

Washington (dpa) - Nachdem sie fast ein Jahr lang den Mond erkundet haben, sind die Zwillingssonden "Grail" planmäßig auf der Oberfläche des Erdtrabanten zerschellt.

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Die waschmaschinengroßen Sonden seien am späten Montagabend gegen 23.29 Uhr MEZ im Abstand von nur wenigen Sekunden auf einem kleinen Berg des Monds nahe dem Goldschmidt-Krater aufgetroffen, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit. "Ebb" und "Flow" hatten dabei eine Geschwindigkeit von etwa 1,7 Kilometern pro Sekunde, hieß es weiter. "Wir werden unsere Mond-Zwillinge vermissen", sagte Nasa-Manager David Lehman.

Die Zwillingssonden seien beim Aufprall wahrscheinlich zerbrochen, sagte Lehman weiter. Die Einzelteile seien nun wahrscheinlich in flachen Kratern begraben - wo genau, könne vermutlich die Sonde "Orbiter" feststellen, wenn sie die Stelle das nächste Mal passiere.

Für ein letztes Experiment waren die beiden Flugkörper vor dem Auftreffen auf der Mondoberfläche nochmals auf Vollgas geschaltet worden, um den restlichen Treibstoff in ihren Tanks zu verbrennen. "Ebb" habe noch Treibstoff für knapp vier Minuten und "Flow" für knapp fünf Minuten übrig gehabt, sagte Lehman.

"Das waren die letzten wichtigen Daten einer Mission, die voller großartiger Wissenschafts- und Ingenieurs-Daten war." Die Informationen sollen Forschern helfen, den Treibstoffeinsatz bei künftigen Missionen effizienter zu planen.

"Ebb" und "Flow" hatten den Erdtrabanten seit Jahresbeginn umrundet und Daten über dessen innere Struktur und Zusammensetzung gesammelt. Sie hätten einen "Schleier gelüftet, der vor dem Mond hing", sagte die leitende Forscherin der Mission, Maria Zuber. Unter anderem haben die beiden Satelliten unterirdische Kanäle entdeckt, die mit erstarrtem Magma gefüllt sind.

Dank ihnen wissen Forscher nun auch, dass die Mondkruste etwa so dick ist wie die kontinentale Erdkruste. Zudem haben die Zwillingssonden der "Grail"-Mission eine hochauflösende Karte des Schwerefelds des Monds erstellt.

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55 Meinungen zu "Nasa zerstört "Ebbe" und "Flut""

  • wolf33
    Donnerstag, 20.12.2012, 14:38 Uhr
    pah, ich ein Weichei, nur weil ich mir keine Monster-mega-hyper-vase auf den Fuß fallen lassen möchte ;)
  • Liezzy
    Donnerstag, 20.12.2012, 13:34 Uhr
    Wolf, jetzt sei man nicht so ein Weichei!
  • wolf33
    Donnerstag, 20.12.2012, 13:33 Uhr
    @Liezzy Was denn, dieses Väschen nennst Du Trümmer?! ---------------------------------------------- Unter einem Väschen, stelle ich mir eine kleine Vase vor, die, wenn sie mir auf den Fuß fällt ein kleines Aua hervorruft. Doch wenn dein Väschen mir auf den Fuß fällt ist vermutlich kein Fuß mehr da ;)
  • Liezzy
    Donnerstag, 20.12.2012, 13:29 Uhr
    >>Der Mond wird nämlich nicht als weißer Zwerg bezeichnet, unsere Sonne schon.<< Äh nein! Die Sonne ist ein Hauptreiehenstern. Ein Blick in Wiki tät da helfen: http://de.wikipedia.org/wiki/Sonne http://de.wikipedia.org/wiki/Wei%C3%9Fer_Zwerg
  • umpalumpa123
    Donnerstag, 20.12.2012, 13:15 Uhr
    die sonne ist schon ein weisser zwerg? man man, die paar millarden jahre sind aber fix vergangen,.....
  • Borntral
    Donnerstag, 20.12.2012, 13:13 Uhr
    @Axlll: "Unser größter Schwerkraftproduzent ist aber schon noch immer die Sonne!" Ich weiß. Der Mond wird nämlich nicht als weißer Zwerg bezeichnet, unsere Sonne schon. Das scheint aber sonst auch niemand nachvollzogen zu haben. ;-) gegrüßt!
  • Unicum
    Mittwoch, 19.12.2012, 14:40 Uhr
    @Puma1949 Der Absturz war geplant und gehörte zum Experiment dazu. Das Ganze Projekt war so geplant der Absturz lieferte ebenfalls sehr wichtige daten. Weiteres Leben der sonden war nie vorgesehen und neuere Daten waren nicht zu erwarten. "Main engines aboard the spacecraft were fired, depleting remaining fuel. Data from that effort will be used by mission planners to validate fuel consumption computer models to improve predictions of fuel needs for future missions." Bei ähnlichen Missionen konnte man früher auch spektrometrisch messen was die Wolke am Aufschlagsort für eine Zusammensetzung hat. Eventuell kann man aus seismischen Messungen auch auf die gernauere zusammensetzung des Mondes schliessen - gelesen hab ich aber von beiden Dingen im Falle von der Mission "Grail" nichts.
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