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Hintergrund: Expedition von "Spirit" und "Opportunity" in Kooperation mit

Geophysiker vermuteten schon länger, dass an diesen Trichtern - wie an den Polkappen der Erde - Aurora-Phänomene, also Polarlichter, auftreten müssten. Mit dem UV-Spektrometer SPICAM auf Mars Express konnten sie die Mars-Aurora nun auch direkt durch ihre UV-Strahlung beobachten.

Während sich die Mars-Forscher über die Unmengen von Daten auf ihren Computern noch den Kopf zerbrechen, geht den beiden kleinen Mars-Robotern langsam die Puste aus: In der letzten Juniwoche zog ein Staubsturm westlich der Ebene Meridiani auf. Die Wissenschaftler hoffen, dass Opportunity diesen Sturm übersteht. Der Staub verhindert, dass große Teile des Sonnenlichts auf die Planetenoberfläche gelangen. Die Solarzellen, die den Strom für den Betrieb des Rovers erzeugen, beziehen ihre Leistung nur noch aus diffusem Streulicht.

Um die Batterien zu schonen, wurden die Fahrten des Rovers vorerst ausgesetzt und die Beobachtungen eingestellt. Mittlerweile hat der Staubsturm auch die Landestelle von Spirit erreicht und behindert seine Aktivitäten. Sollte er noch länger anhalten oder gar noch dichter werden, dann könnten die Rover ernstlich in Gefahr geraten. Denn ganz auf Energie können sie nicht verzichten - ihre Elektronik und Akkus würden ungeheizt die kalten Marsnächte nicht überstehen.

Diese unwirtlichen Bedingungen auf dem Roten Planeten haben schon früheren Marsmissionen ein Ende gesetzt: Mit Einzug des Winters - die Temperaturen sinken dann nachts unter minus 80 Grad Celsius - fielen die Akkus des Rovers Sojourner, der im Rahmen der Pathfinder-Mission 1997 auf dem Mars abgesetzt worden war, wegen Kälte aus. Allerdings erwachte der Rover tagsüber zum Leben, solange seine Solarpanele Sonnenlicht erhielten. Nach drei Monaten stellte das Landegerät seinen Betrieb ein, sodass Sojourner keine Kommunikation mehr mit der Erde hatte. Wo er sich jetzt befindet, wissen die Wissenschaftler nicht. Sojourner war der Testlauf für die beiden Rover Spirit und Opportunity.Die sind schon im dritten Jahr auf dem Mars unterwegs, viel länger als die Forscher ursprünglich erwartet hatten. Offenbar hat Sojourner gute Vorarbeit geleistet.

TECHMAX Ausgabe 2, Fortsetzung Sommer 2007; Autorin: Christina Beck

© Max-Planck-Gesellschaft

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