Am 4. Januar 2004 landete der Rover Spirit erfolgreich im Krater Gusev auf dem Mars, sein Kollege Opportunity kam drei Wochen später am 25. Januar in der Ebene Meridiani in einem kleinen Krater zum Stehen.
Mitte 2003 hatte die NASA die beiden Spürnasen im Rahmen der Mission Mars Exploration Rovers zum Roten Planeten geschickt. Ihre Aufgabe: eine Gesteinsanalyse vor Ort. "Wir hatten Tausende von Bildern von der Marsoberfläche", sagt Johannes Brückner vom Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz, "aber wir wussten nicht, auf welches Material wir schauen."
Mitarbeiter der Abteilung Kosmochemie haben das APXS, das Alpha-Röntgen-Spektrometer (engl. Alpha Particle X-Ray Spectrometer) für die chemische Analyse von Gesteinen entwickelt und gebaut. Es ist zusammen mit einem von der Universität Mainz entwickelten Mössbauer-Spektrometer(für mineralogische Analysen), einer amerikanischen Mikroskopkamera und einem Gesteinsschleifer an dem beweglichen Arm der beiden mobilen Feldgeologen montiert. Diese Rover sind nun selbstständig auf dem Mars unterwegs, denn für eine direkte Steuerung von der Erde aus ist die Laufzeit der Radiosignale zu lang.
Also bekommen Spirit und Opportunity die ausgewählten Probenstellen von der Kontrollstation auf der Erde angezeigt. Am Ziel angekommen schicken sie Fotos zur Berichterstattung zur Erde zurück. Befindet sich eine interessante Probe im Arbeitsbereich des Arms, werden die Instrumente von der Bodenstation aus in Position gebracht, um die Messungen durchzuführen. Am 5. Januar, einen Tag nach der Landung von Spirit, führten die Wissenschaftler zum ersten Mal einen Funktionstest durch. Um 8:22 Uhr MEZ wurde das erste Spektrum im NASA-Kontrollzentrum in Pasadena, Kalifornien, empfangen.
© Max-Planck-Gesellschaft
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