In etwa 100 Jahren könnte unsere Sonne auf das Gasvorkommen (genannt "Local Bubble") treffen, wie Forscher des "Space Research Centre of the Polish Academy of Sciences" in Warschau prognostizieren. Es ist wahrscheinlich ein Überbleibsel von einer Serie von Supernova-Explosionen, die sich vor einigen Millionen Jahren ereignet haben.
Professor Stanislaw Grzedzielski, Leiter des Forscherteams, sieht darin allerdings keine Gefahr für unser Sonnensystem. "Die Sonne passiert andauernd Wolken mit interstellarem Gas", sagte er dem Fachmagazin "Astrophysical Journal Letters", in dem die Ergebnisse veröffentlicht wurden. Allenfalls könne sich die Heliosphäre (der Bereich um die Sonne) etwas verkleinern und die Menge kosmischer Strahlung darin leicht erhöhen. Aktuell besteht also keine Gefahr für die Erde oder unser Sonnensystem. "Kommende Generationen werden allerdings lernen müssen, wie man Weltraum-Geräte besser gegen höhere Strahlung abschirmt", rät Grzedzielski.
Nun haben die Wissenschaftler eine andere Theorie. Auch unser Sonnensystem ist von einer interstellaren Gaswolke umgeben. Diese grenzt direkt an die extrem heiße "Local Bubble". Sie glauben nun, dass der Rand der "Local Bubble" entsteht, weil Atome zwischen den beiden Gaswolken ausgetauscht werden und dabei elektrische Ladung freigesetzt wird.
235 Meinungen zu "Sonnensystem bewegt sich auf riesige Gaswolke zu"
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reapr
Dienstag, 01.06.2010, 12:12 Uhr Gottes Rauchwolke -
pallacH
Freitag, 28.05.2010, 12:08 Uhr hallo franx Du sagst es selbst mit Deinem vergleich luft-wasser. wenn diese gaswolke so dünn ist wie im all üblich, könntest Du sie möglicherweise durchfliegen, ohne etwas zu merken von der "hitze". auch in der luft um uns herum gibt es statistisch gesehen einzelne moleküle, deren tempo einer temperatur von tausenden von grad entspricht, ohne daß wir etwas davon merken. aber elektromagnetische probleme kann`s sicher geben. chemische einwirkungen kann ich mir wie gesagt nicht richtig vorstellen, da bei solchen temperaturen praktisch nur noch hauchdünnes plasma vorhanden ist. aber da soll ein chemiker sich äußern. -
franx
Donnerstag, 27.05.2010, 16:44 Uhr temperatur heißt molekülgeschwindigkeit. wie dicht ist denn diese wolke? interstellares gas ist in der regel fast so dünn wie ein vakuum, so daß auch eine million grad fast keine interaktionen zwischen wolke und sonnensystem bedeuten müssen. _________________________________________ 1 Mio Grad C°? Ganz schön heiss. Unter irdischen Bedingungen wohl nicht zu erreichen, solche Temperaturen. Interessant wäre, wie sich diese Temparatur im Weltall auswirken würde. Auf der Erde wirken Temperaturen unter verschiedenen Bedingungen ja auch verschieden. 100 C° warme Luft erträgt man gut, so lange trocken. Ist die Luft feuchter, wirds schon unangenehm. Wasser mit 100 C° , weiß man was passiert. Die Temperatur ist aber immer die gleiche. -
pallacH
Donnerstag, 27.05.2010, 11:38 Uhr kleiner nachtrag: was bedeutet in einem solchen zusammenhang eigentlich "chemie"? bei einer temperatur von 1 mio grad erhalten sich doch gar keine üblichen chemischen verbindungen.
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