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29.06.2012, 10:02 Uhr

Archäologen finden älteste Keramik-Gefäße der Welt

Jiangxi/Tübingen (dpa) - Archäologen haben in der chinesischen Provinz Jiangxi die ältesten bekannten Töpferwaren der Welt entdeckt.

Bei Ausgrabungen in einer Höhle seien Fragmente von etwa 20.000 Jahre alten Keramik-Gefäßen entdeckt worden, berichtet ein internationales Forscherteam in der am Freitag erscheinenden Fachzeitschrift "Science". Damit sei nun endgültig sicher, dass die Töpferei nicht - wie lange Zeit angenommen - erst mit Beginn der Landwirtschaft vor etwa 10.000 Jahren aufgekommen sei. An den Ausgrabungen war auch der Tübinger Archäologe Paul Goldberg beteiligt.

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Vieles deute darauf hin, dass die Menschen während der Eiszeit nach Wegen gesucht hätten, um die wenigen vorhandenen Lebensmittel besonders effektiv zu lagern und zuzubereiten. Keramik-Gefäße seien dafür ein entscheidender Fortschritt gewesen, denn in ihnen ließen sich Lebensmittel länger lagern als etwa in Körben oder Fellbeuteln. An den gefundenen Keramik-Scherben aus der Xianrendong-Höhle seien außerdem Brandspuren zu erkennen. Das weise darauf hin, dass die Menschen sie zum Kochen benutzt hätten, schreibt das Forscherteam.

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4 Meinungen zu "Älteste Keramik-Gefäße der Welt"

  • endgegner
    Sonntag, 01.07.2012, 11:51 Uhr
    @MoJos: Beneide dich, aber selbst die Stücke im Berliner Neuen Museum haben 's in sich. Es wurde bereits eine geologische (also nicht archäologische oder ägyptologische) Datierung der Erosion des Gesteins der Sphinx und der ihr umgebenden Aushöhlung (die Statue wurde ja direkt aus dem Kalksteinfels gehauen ) vorgenommen. Geologe Dr. Robert Schoch datierte den *Beginn* der Erosion auf konservativ vor etwa 9.000 Jahren, allein anhand der *Wasserverwitterung*, die er dort feststellte. Das wurde 1995 von John Anthony West und Dr. Schoch veröffentlicht, und die rissen damit dankenswerterweise festgeglaubte Dogmen ein :) Nach Ansicht von J.A.West ist die Statue bzw. die zeremonielle Nutzung des Platzes noch viel ... VIEL älter. @Puma1949: Nach allem was ich mir bereits an ernstzunehmender alternativer Forschung über diese Kultur ( Khemet ) angelesen (Schwaller de Lubicz !) oder angeschaut habe (J.A.West - Magical Egypt), kann ich nur zu dem Schluß kommen, daß diese vordynastische Kultur den "Masterplan" in der Applikation von Klangfrequenzen gehabt haben muß. Vielleicht sogar sowas wie eine "Sound CNC" Technik oder andererseits in der Lage war, Gesteine dieser Härtegrade zumindest aufweichen und somit formen zu können.
  • MoJos
    Samstag, 30.06.2012, 16:05 Uhr
    Genia! 10.000 Jahre Rückdatierung erster Töpferei. Das ist so als würde die Sphinx auf das doppelte Alter rückdatiert und somit sogar vor den Ägyptern entstanden sein.
  • Puma1949
    Freitag, 29.06.2012, 13:30 Uhr
    endgegner: Richtig, in Paris bin ich auch schon davor gestanden, mit mehr oder weniger herunter geklappter Kinnlade. Mit welchem Material und welchem Zeitaufwand das vor sich gegangen sein mag, wird wohl ein Rätsel bleiben. Umso mehr, als diese gleichmäßig geformten Gefäße eine Endstufe darstellen, also Produkte für besondere, gehobene Zwecke. ----------------------- Erstaunlich finde ich, dass man die hier gezeigten Gefäße bereits dekoriert hat, die Anfänge müssen also noch weiter zurückliegen; Dekors hat man immer erst dann angebracht, wenn man die Produktion an sich schon einigermaßen im Griff hatte.
  • endgegner
    Freitag, 29.06.2012, 11:57 Uhr
    Interessanter Fund ohne Zweifel. Wenigstens kann man diese Artefakte halbwegs datieren. Artefakte, bei denen das praktisch unmöglich ist, sind z.B. die erstaunlichen aus Diorit (Härtegrad 8) oder Porphyr (Härtegrad 7) gefertigten Vasen mit perfekter Aushöhlung -- also gleichmäßiger Wandstärke -- aus Ägypten, die man in den Museen von Kairo, London und Paris bestaunen kann. Diamant steht an der Spitze der Härtetabelle mit 10 !
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