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13.12.2012, 17:52 Uhr

Die etwas andere Apokalypse

Von GMX Redakteur Marinus Brandl

Theorie 5: Die Schwarzen Löcher des LHC

Der "Large Hadron Collider" (LHC) des Kernforschungszentrums Cern in Genf ist die größte je von Menschenhand geschaffene Maschine. In dem rund 27 Kilometer großen Ring werden Kernteilchen bis fast an die Grenze der Lichtgeschwindigkeit beschleunigt, um dann miteinander zu kollidieren. Forscher wollen durch die Zusammenstöße neue Kernteilchen entdecken, die bislang nur in der Theorie existieren.

Da es sich bei diesen Experimenten um wissenschaftliches Neuland handelt, ist der Ausgang nicht immer sicher. So ist es nicht ausgeschlossen, dass die Versuche zur Entstehung eines winzigen Schwarzen Lochs (Micro Black Hole, MBH) führen.

Zwar gehen die Forscher davon aus, dass die benötigte Mindestenergie für ein solches MBH rund eine Billiarde Mal höher liegt, als der Energiebereich, in den der Large Hadron Collider vorstoßen kann. Somit ist die Entstehung der kleinen Schwarzen Löcher extrem unwahrscheinlich. Doch das ist anscheinend nicht genug Sicherheit, wie mehrere Klagen gegen den Teilchenbeschleuniger zeigen. 2008 wurde ein Eilantrag einer Forscher-Initiative am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gegen den LHC abgelehnt. Im Oktober 2012 scheiterte eine in Genf lebende Deutsche mit mehreren Anträgen in Münster, Köln und vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe gegen den Apparat.

Hätte die Menschheit doch nur auf die Skeptiker gehört. Denn bereits mit dem offiziellen Start des LHC am 10. September 2008 wurde das erste Micro-Black-Hole geschaffen. Aufgrund der Erddrehung und der zahlreichen weiteren Zusammenstöße wurde eine ganze Perlenkette an Schwarzen Löchern um den gesamten Planeten gelegt.

Und es hätte den Forschern durchaus auffallen können: Da Raum und Zeit in der Umgebung eines Schwarzen Lochs gekrümmt werden, vergeht die Zeit im Umfeld einer solchen Anomalie langsamer als in Relation zur Umgebung. Jeder Büroangestellte, der den Feierabend herbeisehnt, kennt diesen Effekt.

Und am 21. Dezember wird genau das passieren. Die Gravitation der tausenden Micro-Anomalien wird die Menschen in ihren Büros festhalten. Der Tag wird überall auf der Welt ins Unendliche gedehnt, bis der Planet aufgrund der Anziehungskraft in sich selbst zusammenfällt.

Einen Vorteil hat die ganze Weltzerstörung trotzdem: Wer jetzt noch keine Weihnachtsgeschenke hat, muss sich auch nicht mehr durch überfüllte Innenstädte quälen.

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