Forschung unter der Lupe: Pilz-Autobahn für Mikroben und Schadstoffe
Pilze durchziehen das Erdreich mit Geflechten aus feinen Fäden. Dieses Pilz-Netzwerk machen sich Bakterien zu nutze. Die Mikroben nutzen Pilzhyphen wie Autobahnen um von einem Ort zum anderen zu gelangen. Forscher vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) konnten nun zeigen, dass die Pilz-Pipelines aber noch eine weitere überraschende Funktion besitzen: Auch Schadstoffe, die sonst kaum beweglich sind, können so transportiert werden. Ihre Entdeckung haben die Wissenschaftler zusammen mit Kollegen der britischen Lancaster University in der Fachzeitschrift Environmental Science and Technology veröffentlicht.
Die Helmholtz-Wissenschaftler sind überzeugt, dass diese lebenden Pipelines einen Beitrag zur Sanierung von kontaminierten Böden leisten können. Einige Bakterien können zwar giftige Chemikalien in weniger gefährliche Substanzen umwandeln, erreichen sie oft erst aber gar nicht erst. Das Zusammentreffen der Mikroorganismen mit den meist wasserunlöslichen Stoffen wird durch wasser– und luftgefüllte Poren im Erdboden verhindert. Die Pilze könnten mit ihrem Hyphengeflecht Brücken bilden, um Bakterien und Schadstoffe zu verbinden. "Die Hyphen-Netzwerke sind also nicht nur Autobahnen für Bakterien, sondern auch Pipelines für Schadstoffe", resümiert Wick. "Pro Stunde kann dabei eine einzelne Hyphe bis zum 600-fachen Gewicht eines einzelnen Bakteriums transportieren".
Die Ökologen konnten zeigen, dass die Schadstoffe aus dem Boden durch die Zellwand ins innere der Hyphen aufgenommen werden, wo der Pilz die Stoffe in kleine Bläschen einschließt und anschließend aktiv durch das Geflecht pumpt. Bei ihren Versuchen testeten die Forscher unterschiedliche polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe – kurz PAK – die häufig in Erdöl und Kohle vorkommen. Ein gezielter Einsatz von Pilzgeflechten könnte den Abbau von PAK und anderen wasserunlöslichen Schadstoffen beschleunigen.
3 Meinungen zu "Pilz-Autobahn für Mikroben "
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KalinaAnn
Sonntag, 05.08.2012, 09:41 Uhr Pilze, die den Schadstoffabbau beschleunigen? Wo hatten wir das schon mal ... Ach ja, 1984 in "Nausicaa aus dem Tal der Winde". Bleibt nur noch abzuwarten, ob die Sporen uns dann auch die Lunge zerfressen. -
Wuschziehpapa1775
Sonntag, 05.08.2012, 08:39 Uhr Ist ja toll,ich würde einfach das ausbringen von schadstoffen beenden,womit das ganze unnötig wäre. Die andere frage wäre um welche Schadstoffe es sich handelt. Geht es vieleicht um Aluminiumoxyd das über unseren Köpfen versprüht wird.(Chemtrails) Floride in unserem Wasser.(Rattengift) In Babywasser/Mineralwasser/Leitungswasser/Zahnpasta/Jodsalz unsw. Formaldehyt und Quecksilber in unseren Impfstoffen.Stark Krebseregend. Nun lasst die schadstoffe wo sie sind und wir benötigen nicht schon wieder was neues was uns angeblich hilft,wir werden schon genug vegiftet. Infos:www.allinformierendes.de
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