Die Oscar-Nominierungen 2012
© Zoomin
Der deutsche Regisseur ist mit seiner 3-D-Hommage "Pina" nominiert. Der Film über die 2009 gestorbene legendäre Tänzerin Pina Bausch, Gründerin des Wuppertaler Tanztheaters, tritt bei der Oscar-Vergabe in der Sparte "Bester Dokumentarfilm" an. "Pina" hatte anfangs sogar doppelte Oscar-Chancen, denn der Film war für Deutschland auch ins Rennen um den Auslands-Oscar gezogen. Bei einer Vorauswahl schaffte es "Pina" in der Sparte "nicht-englischsprachiger Film" zwar in die Gruppe von neun Spitzenkandidaten, konnte sich am Dienstag aber nicht unter den Top-5-Nominierten platzieren.
Seine erste Oscar-Nominierung hatte Wenders im Jahr 2000 für die Musik-Doku "Buena Vista Social Club" in der Kategorie "Bester Dokumentarfilm" erhalten, war bei der Preisvergabe dann aber leer ausgegangen.
Der Hamburger Nachwuchsregisseur Max Zähle darf sich ebenfalls freuen. "Ich bin einfach nur unglaublich stolz, glücklich und dankbar", sagte Zähle der Nachrichtenagentur dpa kurz nachdem er mit seinem Kurzspielfilm "Raju" nominiert wurde.
Zähle verfolgte die Entscheidung live im Internet beim "Sundance-Film-Festival" in den USA. "Man macht immer Scherze darüber, aber dass es wirklich passiert, ist Wahnsinn", sagte der 1977 geborene Nachwuchsfilmer zu seiner Nominierung. Zur Oscar-Verleihung Ende Februar will er gemeinsam mit seinen beiden Hauptdarstellern Wotan Wilke Möhring und Julia Richter sowie dem Produzenten und dem Kameramann nach Los Angeles fliegen.
Die Oscars werden am 26. Februar in Hollywood zum 84. Mal vergeben, die Gala wird nun von Billy Crystal moderiert, nachdem Eddy Murphy im Herbst die Show abgesagt hatte. Die Gewinner der Ehren-Oscars stehen bereits fest: Der Schauspieler James Earl Jones ("Conan der Barbar" oder "Jagd auf Roter Oktober") und der Maskenbildner Dick Smith ("Der Tod steht ihr gut" oder "Amadeus") wurden bereits im Herbst 2011 mit dem Preis für ihr Lebenswerk ausgezeichnet.
Hier die Nominierungen in den wichtigsten Kategorien auf einen Blick:
Bester Film
- "The Artist" von Michel Hazanavicius
- "The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten" von Alexander Payne
- "Moneyball" von James Lewis
- "The Tree of Life" von Terrence Malick
- "Midnight in Paris" von Woody Allen
- "Extrem laut und unglaublich nah" von Stephen Daldry
- "Gefährten" von Steven Spielberg
- "Hugo Cabret" von Martin Scorsese
- "The Help" von Tate Taylor
Voting
Welcher Regisseur gewinnt?
Beste Regie
- Martin Scorsese für "Hugo Cabret"
- Woody Allen für "Midnight in Paris"
- Michel Hazanavicius für "The Artist"
- Alexander Payne für "The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten"
- Terrence Malick für "The Tree of Life"
Beste Hauptdarstellerin
- Meryl Streep für "Die eiserne Lady"
- Viola Davis für "The Help"
- Michelle Williams für "My Week with Marilyn"
- Glenn Close für "Albert Nobbs"
- Rooney Mara für "Verblendung"
Voting
Wer gewinnt den Oscar?
Bester Hauptdarsteller
- George Clooney für "The Descendants"
- Brad Pitt für "Moneyball"
- Jean Dujardin für "The Artist"
- Gary Oldman für "Dame, König, As, Spion"
- Demian Bichir für "A Better Life"
Beste Nebendarstellerin
- Octavia Spencer für "The Help"
- Jessica Chastain für "The Tree of Life" oder "The Help" oder "Take Shelter"
- Janet McTeer für "Albert Nobbs"
- Melissa McCarthy für "Brautalarm"
- Bérénice Bejo für "The Artist"
Bester Nebendarsteller
- Christopher Plummer für "Beginners"
- Kenneth Branagh für "My Week with Marilyn"
- Jonah Hill für "Moneyball"
- Max von Sydow für "Extrem laut und unglaublich nah"
- Nick Nolte für "Warrior"
Voting
Wer gewinnt den Oscar?
Bester nicht-englischsprachiger Film
- "Nader und Simin - Eine Trennung" von Asghar Farhadi (Iran)
- "Bullhead" von Michael R. Roskam (Belgien)
- "Monsieur Lazhar" von Philippe Falardeau (Kanada)
- "Hearat Shulayim" von Joseph Cedar (Israel)
- "In Darkness" von Agnieszka Holland (Polen)
25 Meinungen zu "Oscar 2012: Die Nominierungen"
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Nikioko
Dienstag, 24.01.2012, 17:58 Uhr Interessant, dass 80 Jahre später noch ein Stummfilm nominiert wird. -
DerBeurteiler
Dienstag, 24.01.2012, 17:50 Uhr @ alle: ziemlich beste freunde kann nicht nominiert werden!!!!! ich wiederhole, kann nicht nominiert werden. Die Originalsprache ist FRANZÖSISCH!!! --> kann nicht nomiert werden. Jetzt werden einige sagen: was ist mit fremdsprachigen film? in dieser kategorie gibt es nur bester fremdsprachiger film. und dieser film muss länger als 7 monate released worden sein, also kann ZBF auch nicht hier nominiert werden! -
Yorker
Dienstag, 24.01.2012, 17:48 Uhr Wenn man einen Film ins Oscar-Rennen schickt, dann sicherlich keine leichte Komödie. Man erwartet eher etwas mit Anspruch und Frankreich hat sich eben gegen "Ziemlich beste Freunde" entschieden. Beschwert euch nicht über die Academy, sondern über Frankreich. Haben wir das Recht dazu? Natürlich nicht. :p Also besser lesen statt meckern! -
Yorker
Dienstag, 24.01.2012, 17:43 Uhr Seit wann werden ausländische Filme außerhalb der Kategorie "bester fremdsprachiger Film" nominiert? The Artist ist zwar ein Stummfilm, aber dass er gleichwertig mit amerikanischen Werken gehandelt wird, erstaunt mich. Cleverer Schachzug, die Sprache wegzulassen. ;) -
Hotte2010
Dienstag, 24.01.2012, 17:34 Uhr Tja, [klugshice ein] dafür hätte der Originalfilm in Englisch sein müssen und in LA im letzten Jahr für sieben Tage für Geld in einem Kino gezeigt werden müssen. [klugshice aus] -
EgoNon
Dienstag, 24.01.2012, 17:03 Uhr Was mich am meisten entsetzt, ist, dass Noomy Rapace für Verblendung nicht oscarnominiert wurde, nein, da wird maximal die Schauspielerin eines völlig überflüssigen Hollywood-Remakes nominiert. -
Linda2011
Dienstag, 24.01.2012, 17:03 Uhr "Ziemlich beste Freunde" ist wahrscheinlich deshalb nicht nominiert worden weil er vielen englischsprachigen Filmen einfach den Rang abgelaufen hätte...... zu gut für den Oscar!
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