Laura und der Silberwolf
Laura ist eine von den Kindern die an Blutkrebs leiden. Sie ist sehr traurig, weil sie seit längerer Zeit im Krankenhaus liegt. Ihr wird von Tag zu Tag immer langweiliger. Auch die häufigen Besuche von ihrem Vater bringen wenig Abwechslung. Er bringt zwar viele erfundene Geschichten für sie mit, aber irgendwie sind die auch nicht so recht spannend. Doch eines Tages erfindet ihr Vater eine Geschichte, die zu der schneeweißen Wand neben ihrem Bett passt.
Als Laura vor dem Einschlafen noch einmal über den Tag nachdenkt, merkt sie, dass eine Spannung in der Luft liegt. Sie fühlt, wie die Wand sie magisch anzieht. Ob sie einfach hinein gehen kann? Was soll schon schief gehen? Sie zögert erst einen winzigen Augenblick, dann geht sie in die Wand hinein.
Anzeige Sie kann es nicht glauben, sie ist tatsächlich in einer riesigen Eislandschaft gelandet. Wow, denkt sie, wie ist das denn nur möglich, durch eine ganz normale Krankenhauswand in eine Eiswelt zu kommen? Laura geht immer weiter gerade aus, egal wohin der Weg führt, Hauptsache ist, sie trifft Menschen und ist nicht mehr ganz alleine in dieser furchtbar kalten Welt. Nach längerer Zeit merkt sie, dass es immer dunkler wird und sie immer mehr friert. Plötzlich kommt ein Wollkäfer auf sie zugerannt und springt an ihr hoch, als würde er Schutz suchen. Er murmelt ständig, dass Laura einen Lichthamster fangen soll, aber sie versteht nur Bahnhof. Die schwarze Dunkelheit kommt immer näher und Laura glaubt verloren zu sein, aber das ist sie nicht. Sie ahnt nicht, dass das erst der Anfang einer langen Reise ist.
Mir hat das Buch richtig gut gefallen. Ich habe es an mehreren Abenden richtig verschlungen, denn einmal angefangen, kann man sich sehr schwer wieder von diesem Buch losreißen. Ich finde es gut, dass die Autorin viele Lebewesen in diesem Buch selbst erfunden hat. Ich konnte mich richtig in diese Geschichte hineinversetzen und es schien mir so, als ob ich selbst Laura sei.
Die zwei Hauptfiguren sind Laura und Linusch, die die vereisten Menschen retten müssen. Dieses Buch lässt sich sehr leicht lesen. Sehr viel Spannung ist in dieser Geschichte enthalten. Das Beste an dem Buch ist, dass auch Magie ihren Platz gefunden haben. Dieses Buch ist für Kinder ab zehn Jahren geeignet und besonders für schwerkranke Kinder sehr tröstlich.
Antonia Michaelis Laura und der Silberwolf KeRLE bei Herder, Januar 2007 206 Seiten, gebunden, 13,90 Euro Ab 10 Jahren ISBN: 978-3-451-70779-7
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