Ein Großvater (Leslie Nielsen) erzählt seinen Enkeln beim Barbecue die Geschichte des Dokumentarfilmmachers Michael Malone (Kevin Farley) - ein ungewaschener, dicker Mann mit Brille und Drei-Tage Bart, der nur mit Baseballmütze zu sehen ist. Michael Malone hasst Amerika und will nach seinem letzten Film "Sterbt, ihr amerikanischen Schweine" den vierten Juli abschaffen. Der amerikanische Unabhängigkeitstag ist seiner Meinung nach die Geburtsstätte alles Übels.
In der Nacht vor dem von ihm gehassten Tag, erscheint ihm allerdings John F. Kennedys Geist und prophezeit ihm die Heimkehrung von drei Geistern, die ihn von seinem Vorhaben abbringen sollen. So begibt sich der Anti-Amerikaner auf eine Reise durch die amerikanische Geschichte und wirft sogar einen Blick in die Zukunft. Dabei werden einige "Was wäre, wenn es keinen Krieg gäbe"-Szenarien dargestellt. Am Ende wird Malone erfolgreich zum Musterpatrioten bekehrt.
Primär wird vor allem Dokumentarfilmer Michael Moore ("Fahrenheit 9/11") parodiert, aber auch andere amerikanische Widerstandskämpfer wie Rosie O'Donnel oder die ACLU (American Civil Liberties Union) kriegen hier gewaltig ihr Fett weg. Afghanistan wird als ein Hinterland voller radikaler Terroristen gezeigt, in dem jeder Muhammed Hussein heißt, und auch der Slogan "Gott schütze Amerika! Das beste Land der Welt!" kommt mehr als häufig vor.
Wie wahrheitsgetreu Michael Moores Filme, sein neues Werk - "Kapitalismus - Eine Liebesgeschichte" - läuft ab 12. November im Kino, nun sind oder nicht, darüber lässt sich streiten. Doch "Big Fat Important Movie" sprengt jeglichen Rahmen: Hier bündelt sich der geballte amerikanische Konservativismus und wird der Krieg als einzig wahre Lösung sämtlicher Probleme darstellt.
David Zucker mag in manchen Punkten Recht haben, wenn zum Beispiel gesagt wird, dass es ohne den amerikanischen Bürgerkrieg vielleicht heute noch Sklaverei in den USA gäbe. Auch der Kampf der USA gegen das Dritte Reich mag durchaus ein sinnvoller Krieg gewesen sein, wobei hier sogar die anderen Alliierten als Schwachköpfe und feige Nichtskönner dargestellt werden. Jedoch schießt die Satire bisweilen deutlich über das Ziel hinaus und ist nicht immer als Parodie zu erkennen.
Auf DVD kann "Big Fat Important Movie" auch nicht voll überzeugen: Das extrem bunte Bild ist rotstichig und aufgrund pixeliger Konturen auch immer wieder unscharf. Der Ton ist zwar effektreich, für einen gelungenen 5.1-Surround-Sound jedoch zu platt. Das überschaubare Bonusmaterial enthält einen leidlich witzigen Audiokommentar sowie einige entfallene Szenen.
Auch auf Blu-ray-Disc erhältlich.
Big Fat Important Movie
| Genre: | Komödie |
|---|---|
| Entstehungsland: | USA |
| Entstehungsjahr: | 2008 |
| Regie: | David Zucker |
| Hauptdarsteller: | Brandon Alter, James Woods, Jon Voight u.a. |
| Vertrieb: | WVG Medien |
| Studio: | Splendid |
| Bildformat: | 1,85:1 (anamorph) |
| Tonsystem: | DTS / Dolby Digital |
| Sprachen: | Deutsch (DTS 5.1 / DD 5.1), Englisch (DD 5.1) |
| Untertitel: | Keine |
| Extras: | Audiokommentar David Zucker (Regie), Lewis Friedman (Drehbuch) und Kevin Farley (Darsteller); Entfallene Szenen |
| FSK: | 16 |
| Laufzeit: | 80 Min. |
| Preis: | ca. 13 Euro |
| VÖ: | 30.10.2009 |
| EAN-Code: | 4260034632431 |
Bewertung
| Filmbewertung | Bild | Ton | Extras |
|---|---|---|---|
| enttäuschend | befriedigend | befriedigend | mangelhaft |
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