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15.02.2013, 10:31 Uhr

Cascada vertritt Deutschland beim ESC

Cascada wird Deutschland beim Eurovision Song Contest in Malmö vertreten. Die Dance-Pop-Band rund um Frontfrau Natalie Horler löste das Ticket für die Teilnahme an dem Musikwettbewerb am 18. Mai in Schweden. Die Gruppe siegte mit dem Titel "Glorious" - dessen Melodie allerdings stark an das ESC-Siegerlied von 2012, "Euphoria" der Schwedin Loreen erinnert.

Nachdem die ESC-Teilnehmer der Jahre 2010 und 2012, Lena Meyer-Landrut und Roman Lob, jeweils in mehrwöchigen Casting-Sendungen ermittelt worden waren, hatte sich die ARD in diesem Jahr für einen Vorentscheid mittels nur einer Fernsehsendung entschieden. Nacheinander sangen daher bei der von Anke Engelke moderierten Veranstaltung die zwölf Aspiranten auf das Ticket für den europäischen Gesangswettbewerb.

In einem dreiteiligen Verfahren wurde der Sieger ermittelt: Über die Webseiten der neun Popwellen der ARD-Radioanstalten hatten die Hörer eine Woche lang für ihren Favoriten abgestimmt. Am Ende der Sendung gab es zudem eine Telefonabstimmung. Außerdem bewertete eine fünfköpfige Fach-Jury die Auftritte. Je zu einem Drittel flossen die Abstimmungsergebnisse in das Endergebnis ein.

Cascada hatte sowohl von den Internetnutzern wie auch von Publikum und Jury eine hohe Punktzahl erhalten: Bei der Internet-Abstimmung unter den Radio-Hörern hatte es zehn von zwölf möglichen Punkten für die späteren Sieger gegeben, die Jury gab ihnen acht Punkte und die Anrufer am Abend zwölf Punkte. "Vielen Dank Leute! Ich geh kaputt!", rief Sängerin Natalie Horler am Ende der Abstimmung dem Publikum entgegen, bevor sie ihr Siegerlied ein zweites Mal an dem Abend präsentierte.

International ist Cascada bereits bekannt. Die Bonner Formation hatte schon in Großbritannien, Frankreich, Schweden und den Niederlanden einen Nummer-1-Hit - in Deutschland bisher noch nicht. Beim ESC-Vorentscheid verwies sie die bayerische Formation LaBrassBanda sowie die Söhne Mannheims auf die Plätze 2 und 3.

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Die Dance-Combo wird Deutschland beim ESC in Malmö vertreten. >

Im Vorfeld des Vorentscheids hatte es jedoch Kritik an der Liedauswahl von Cascada gegeben, weil "Glorious" in Teilen zu stark an das Siegerlied des Vorjahres, "Euphoria" von Loreen, erinnere. Loreen selbst war auch zum deutschen Vorentscheid in die Arena nach Hannover gekommen. Sie präsentierte zwei Lieder und brachte am Ende der Sendung noch den großen Umschlag mit dem Ergebnis der Zuschauerabstimmung in die Halle.

Den Vorentscheid aus Hannover moderierte Anke Engelke, selbst bekennender Grand-Prix-Fan, mit dem ihr eigenen Witz. Deutschland habe sich gemausert - zu einer richtigen Eurovision-Nation, sagte die Gastgeberin zu Beginn der Live-Show vor 9.000 Zuschauern. "Ein Drittel der letzten drei Veranstaltungen haben wir gewonnen."

(dpa/AFP)

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