Zur mobilen Ansicht wechseln

11.12.2012, 09:22 Uhr

Tukur kritisiert "Tatort": Zu viel Mist und Durchschnitt

Fulda (dpa) - Der Schauspieler und "Tatort"-Kommissar Ulrich Tukur (55) würde gern anspruchsvollere Folgen der Reihe sehen und spart auch nicht mit Kritik am Fernsehkrimi-Format in der ARD.

"Ich bin kein eingefleischter 'Tatort'-Fan. Ich habe zu viel Mist und Durchschnitt gesehen", sagte er zum Ende der Dreharbeiten für seinen dritten "Tatort" bei einer Zwischenstation in Fulda.

Der vielfach mit Auszeichnungen geehrte Tukur befand: "Man sollte mit dem 'Tatort' mehr experimentieren, Ungewohntes zeigen. Da muss man mal aus der Reihe fallen dürfen und bei aller Unterhaltung auch ein wenig anstrengen und den Zuschauer etwas höher springen lassen. Sonst wird am Ende alles seicht und beliebig."

Seine Zukunft als Ermittler Felix Murot aus Wiesbaden lässt er offen: "'Tatort' vier und fünf sind geplant. Danach weiß ich nicht, ob es weitergeht und wie. Wenn ich merke, dass es mir keinen Spaß mehr macht, höre ich auf." Der dritte Tukur-"Tatort" (Regie: Justus von Dohnányi) wird voraussichtlich im Dezember 2013 gezeigt.

Alle News vom: 11. Dezember 2012 Zur Übersicht: TV

93 Meinungen zu "Tukur kritisiert den "Tatort""

  • Nurmalganzkurz
    Mittwoch, 12.12.2012, 16:57 Uhr
    @ Rajou Da ich sehr viel lese (sowohl Literatur als auch Tagespresse), gerne in die Oper/Ballett/Theater gehe, mich gerne in Museen oder Galerien herumtreibe und über eine gute Bildung verfüge, zähle ich mich nicht zu den Kevins und Chantals dieser Welt. Trotzdem existiert für mich ein Unterschied zwischen "leichter Kost" á la "Geissens", "Bauer sucht Frau" oder "Cobra 11" und "entspannter Unterhaltung" á la "Tatort". Oder siehst du das anders?
  • Rajou
    Mittwoch, 12.12.2012, 16:52 Uhr
    @ Nurmalganzkurz, natürlich kann es das sein. Die präferierte Fernsehkost hängt eben vom individuellen Niveau und Bildungsstand ab. Kevin der Bauarbeiter und Chantal die Friseuse haben nun mal einen anderen ... hmmm ... ich nenne es mal "Anspruch", als Leute vom Schlage eines Peter Sloterdijk. Für alle muss es das passende Programm geben.
  • Nurmalganzkurz
    Mittwoch, 12.12.2012, 14:44 Uhr
    @ Rajou "Mein Reden, Tatort ist und bleibt 08/15-Ware zum leichten Konsumieren. _____ Muss denn alles immer intellektuell anspruchsvoll sein? Kann nicht auch etwas einfach gute Unterhaltung sein?
  • Nurmalganzkurz
    Mittwoch, 12.12.2012, 14:43 Uhr
    Ich mag Herrn Tukur als Schauspieler und so, wie er sich in Interviews präsentiert auch als Mensch, aber seinen tatort-Auftritt fand ich schrecklich. Das war eines der sehr (SEHR) wenigen Mal, bei denen ich umgeschaltet habe. Das war mir zu experimentell. Ich will den klassischen Tatort, kein Experimental-Fernsehen, kein zweites Cobra-11, sondern einfach den klassischen Tatort. So, wie z.B. den von letzter Woche!
  • Rajou
    Mittwoch, 12.12.2012, 10:50 Uhr
    Mein Reden, Tatort ist und bleibt 08/15-Ware zum leichten Konsumieren. Eine Ausnahme ist in meinem Augen der Münsteraner Tatort, der lebt von seinen Hauptfiguren. Erinnert mich ein wenig an das Duo Jack Lemmon/Walter Matthau.
  • wuesterkerl
    Mittwoch, 12.12.2012, 08:25 Uhr
    ...er hat recht!
  • Wahlviech
    Dienstag, 11.12.2012, 16:24 Uhr
    Der Spaß am Tatort ist weitgehend Vergangenheit. Die Stories sind überbläht und die Darsteller fast alle gesichtslos und ohne jedes Profil. Dann auch noch ein Regisseur, der Sozialkritik einstudiert hat statt Filmemachen kann, das kann nur Blähungen machen.
top.de

Erst "Playboy", jetzt das - da arbeitet aber jemand am Imagewandel. >

Bernie Kuhnt und Conny Niedrig

Sat.1 nimmt "K11" und "Niedrig & Kuhnt" sofort aus dem Programm. >

top.de

Nach GNTM will sich die Drittplatzierte lieber aufs Modeln konzentrieren. >

Götz George

Götz George könnte sich vorstellen, die TV-Krimireihe fortzusetzen. >


Internet Made in GermanyIhr GMX-Postfach ist grünGMX unterstützt Unicef

Sie lesen gerade: Tukur kritisiert den "Tatort". TV-Star klagt über "zu viel Mist und Durchschnitt" in der Krimireihe.