Grimme-Preis fürs Dschungelcamp?
Insgesamt sind 57 Produktionen und Fernsehschaffende in drei Kategorien für die begehrten Grimme-Preise nominiert worden. Die öffentlich-rechtlichen Sender sind 52 Mal dabei. Die Privaten können sich Hoffnung auf fünf Preise machen. "Das Fernsehjahr 2012 bot eine ganze Menge Ansehnliches und Diskussionswürdiges", resümierte Grimme-Institut-Direktor Uwe Kammann am Dienstag in Düsseldorf.
In der Kategorie "Unterhaltung" sind unter anderem nominiert: "Roche & Böhmermann", "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!", "Ausflug mit Kuttner" und Günther Jauch für seine "herausragende Leistung" in der "Wer wird Millionär?"-Ausgabe vom 24. September 2012, als er "mit dem Kandidaten Aaron Troschke vom üblichen Spielprinzip der Sendung komplett abweicht und allein durch die Interaktion der Beteiligten unterhält".
In der Kategorie gab es allerdings Mängel. "In der Unterhaltung wurde das mögliche Kontingent für die Endjury nicht ganz ausgeschöpft, schlicht, weil es an ausreichend Neuem, Besonderem und Weiterentwickeltem fehlte", kritisierte Grimme-Direktor Kammann. Die Endjury werde sich aber über Überraschungen in ihrem Korb freuen dürfen, betonte er. Damit ist auch das Dschungelcamp gemeint.
Die Auswahlkommission hatte sich zur ersten Nominierung der seit Jahren bekannten Urwaldshow mit mehr oder weniger Prominenten aus mehreren Gründen entschieden. Die sechste Staffeln sei eine der besten überhaupt und zudem die letzte mit Moderator Dirk Bach, der vergangenes Jahr gestorben ist, sagte der Kommissions-Vorsitzende Hanns Hoff. Er nannte die hohe Produktionsqualität der Sendung. "Wir wollten zeigen, dass der Sender etwas kann, wenn er sich bemüht."
Im Segment "Fiktion" kann sich unter anderem die "Tatort"-Folge "Die Ballade von Cenk und Valerie", mit der sich Mehmet Kurtulus von seiner Rolle als Ermittler Cenk Batu verabschiedete, Hoffnung auf den Preis machen. Des Weiteren sind die beiden Zweiteiler "Der Turm" und "Deckname Luna" nominiert.
Nichts mehr zu rütteln gibt es an der Auszeichnung von Fernsehregisseur Matti Geschonneck. Er erhält die Besondere Ehrung des Deutschen Volkshochschul-Verbandes, der die Grimme-Preise vergibt. Zwei Grimme-Preise hatte Geschonneck in früheren Jahren bereits für den Politthriller "Die Nachrichten" (2006) und das Psychokammerspiel "Liebesjahre" (2012) erhalten. Seine Filme seien kostbare Lehrstücke über die menschliche Seele und die gesellschaftlichen Verhältnisse, sagte Ulrich Aengenvoort vom Volkshochschulverband.
Verliehen werden die Auszeichnungen am 12. April in Marl. Der Grimme-Preis wird in diesem Jahr zum 49. Mal vergeben. Alle Nominierungen gibt es hier.
509 Meinungen zu "Grimme-Preis für Dschungel?"
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Gesund
Dienstag, 05.02.2013, 10:06 Uhr brennt euch der Hut ?, diese Ekelsendung mit Grimmepreis, wie blöd sind wir Deutschen denn wirklich ???? -
diti541
Sonntag, 03.02.2013, 11:37 Uhr Kathrin Sass hatte voll recht, die fahren nur wegen der Kohle, alles andere wäre gelogen!!!! -
duplexagon
Samstag, 02.02.2013, 14:55 Uhr RTL hat schon bewießen wie hinterhältig sie sind, sie richten wie in Sendungen wie Frauentausch alles so her, damit die Leute extra als schlecht dastehen! Leute werden als Psychisch Krank dargestellt (was sie meißtens nicht sind). Leute werden als Süchtige Zockerfamilien dargestellt (was sie meißtens nicht sind). Sogar werden Familien als Wohlhabend, besser dargestellt als die angeblich armen Schweine - aber auch das wurde schon vordiktirt - Wohlhabend sahen sie auch aus, aber sie wahren extrem verschuldet. Das erfährt wenn man die Maske von RTL aufdeckt und noch viel grausameres! Und darum ist es auch so, jedenfalls bei den von RTL selbst erstellten Sendungen, dass sie das Volk für Dumm verkaufen wollen - nur wegen den Einschaltquoten. -
galantuomo1
Samstag, 02.02.2013, 08:33 Uhr @remember911 (S. 57) „…Noch als Ergänzung: Insofern würde ich es fatal finden, wenn man zur "Bücherverbrennung" der heutigen Fernsehsendungen aufruft, so schlecht man sie auch immer finden mag...“ ----- Dieser Aufruf ist doch (mehr oder weniger deutlich) längst vernehmbar. Das Schlimme ist: Er kommt offenbar von „Menschen wie du und ich“. Die Bevölkerungsgruppe, die in Deutschland am schnellsten wächst, ist die der intoleranten Griesgrame. „Ich habe keinen Spaß, also sollen die Anderen gefälligst auch keinen haben!“ Das Klima wird rauer. Da riecht es schnell nach Scheiterhaufen.
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