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10.12.2012, 13:51 Uhr

Ach, wie Lanz-weilig!

(abi) - Am Samstag gab es zum dritten Mal "Wetten, dass..?" mit Markus Lanz - und erneut sanken die Quoten im Vergleich zur Sendung davor. Aber woran liegt es, dass die einst so legendäre Show immer mehr Zuschauer verliert?

Nur noch 8,9 Millionen Zuschauer wollten Lanz am Samstagabend sehen, nachdem er mit seinem Debüt noch 13,62 Millionen und mit der zweiten Show immerhin noch 10,74 Millionen Menschen vor die Bildschirme locken konnte.

Wir haben ein paar Gründe gesammelt, was bei "Wetten, dass..?" möglicherweise schiefläuft.

Die große Ignoranz

Spricht Nenas Blick nicht Bände? Die Augen müde, der Blick verärgert. Die "The Voice of Germany"-Jurorin hat offenbar keinen Spaß an "Wetten, dass..?". Kein Wunder, denn die Aufnahme ist aus der zweiten Hälfte der Sendung. Seit knapp zwei Stunden hat Markus Lanz nicht mehr mit Nena geredet.

Zugegeben, Nenas Antworten beim ersten Interview waren gewöhnungsbedürftig. Auf die Anfänge ihrer Karriere angesprochen, reagierte sie zum Beispiel mit dem Satz "Ich bin nicht hier, um über damals zu reden." Autsch. Und auch sonst waren die Antworten des Popstars sehr esoterisch angehaucht. Dennoch ist das kein Grund, die "99 Luftballons"-Sängerin den Rest der Show nicht mehr anzusehen. Da verstehen wir auch, dass Nena auf die erste Frage seit gefühlt vier Stunden etwas pampig reagierte. Nur, um dann wieder ignoriert zu werden. Von einem Profi-Talker wie Lanz erwartet man eigentlich anderes.

Umgang mit Weltstars

Auch Lanz' Auftreten gegenüber Weltstars wie Rihanna, Pink und Co. ist etwas befremdlich. Bemüht gibt er Fragen von sich, die man schon hundertmal gehört hat. Beispiel Rihanna: "Du reist sehr viel. Ist das schwierig, so zu leben?"

Wenn dann bei einer Frage eine Antwort kommt, mit der er nicht umgehen kann, beschäftigt er sich kurzerhand wieder mit Promis, die er schon länger kennt. Damit wird den Hollywood-Größen suggeriert, sie seien überflüssig.

Natürlich sollte es sich nicht nur um die großen Stars drehen. Doch wie man an den vernichtenden Äußerungen von Tom Hanks nach seinem Auftritt in der letzten Show sehen kann, erwarten sie es nun mal so.

Kommt Ihnen das bekannt vor?

Ein weiterer Makel der Show sind leider Gottes die Wetten. Natürlich ist es schwierig, eine derart lange Show alle vier Wochen mit spektakulären Aktionen zu füllen. Doch dass Kandidaten wie der österreichische Stuntman Johann Redl ganze sechs Mal in die Show dürfen, sollte zu denken geben.

Auch Balance-Künstler Max-Fabian Wolff-Jürgens war am vergangenen Samstag schon zum zweiten Mal bei "Wetten, dass..?" zu Gast. Und das mit nur 17 Jahren. Früh übt sich, wer Dauerkandidat werden will.

Doch auch manche Wetten sind alles andere als unterhaltsam. Klar ist es bewundernswert, wenn sich Menschen an hundert verschiedene Gerüche/Geräusche/Gefühle erinnern können. Doch ihnen dabei zuzusehen, wie sie 20 Minuten lang mit Blind-Brille auf einem Stuhl sitzen und überlegen, fördert nicht gerade den Spaß an der Show.

Vielleicht sollte man beim ZDF einfach die Ankündigung wahrmachen, den Fokus mehr auf die Wetten zu legen. Dann fällt vielleicht auch mal jemandem etwas Neues ein.

Kalauer auf Kalauer

"Kommense rein, könnense rausgucken." Nein, wir haben nicht etwa unsere Witze-Kiste auf dem Dachboden gefunden, Markus Lanz sagte diesen Satz allen Ernstes, während er hinter einem Guckloch stand.

Vielleicht beruhigt es den Moderator ja, wenn das Publikum peinlich berührt aus Höflichkeit lacht. Denn lustig sind die Sprüche und Witzlein, die der Moderator da so von sich gibt, oftmals nicht wirklich. Auch, dass er in Endlosschleife den Dialog zweier Wettkandidaten ("Host du a Ahnung? I hob koa Ahnung!") wiederholte, war merkwürdig. Aus dem Alter, in dem man über Dialekte herzhaft lachen muss, sind wir wohl alle raus.

Als krönender Abschluss des Lanz-Comedy-Clubs löste Markus Lanz seinen Wetteinsatz der letzten Show ein. Damals verlor er die Stadtwette (die am vergangenen Samstag nicht stattfand - vermisst hat sie wohl keiner) und musste sich deshalb zusammen mit den Chippendales entblättern. Lanz holte sich dafür Unterstützung von seinen Kochfreunden Alfons Schuhbeck und Alexander Herrmann. "Die Hüllen fallen" gelassen hat von denen aber keiner so richtig - das wäre aber mal richtig lustig gewesen.

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