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12.12.2012, 14:49 Uhr

Zweiter Teil des Schock-"Tatorts" überrascht manche Fans

Berlin (dpa) – Die letzten Szenen haben viele Fans geschockt: Die von Millionen Zuschauern mit Spannung erwartete Fortsetzung des ARD-"Tatorts" mit dem Titel "Wegwerfmädchen" läuft am Sonntag um 20.15 Uhr im Ersten. "Das goldene Band" zeigt, wie LKA-Ermittlerin Charlotte Lindholm bei ihren Ermittlungen zum schrecklichen Schicksal von Zwangsprostituierten weiter gegen Windmühlen ankämpft.

Viele der fast elf Millionen Zuschauer hatten allerdings gar nicht mitbekommen, dass es einen zweiten Teil von "Wegwerfmädchen" gibt. Sie gingen am Sonntag mit einem sehr drastischen Krimi-Ende ins Bett: Staatsanwalt tot, Kronzeugin in den Fängen der Verbrecher, Kommissarin bei den Ermittlungen am Ende, ihr Freund im Zwielicht. Auf einen Hinweis im Abspann auf Teil zwei hatte der NDR bewusst verzichtet.

"Gut, dass man wenigstens hier im Forum erfährt, dass das ein Zweiteiler ist. Auf der ARD-Seite steht nämlich nichts davon", klagt ein Nutzer mit dem Pseudonym "dasVeilchen" im Zuschauerforum der "Tatort"-Internetseite. "jani66" antwortet: "Hatte es auch nicht gewusst, wollte mich schon beschweren, dass es da keinen gescheiten Schluss gibt." Manche Zuschauer erfuhren davon erst nach Tagen.

Tatort Münster Thiel und Boerne

Das Erfolgsgeheimnis der Münsteraner "Tatort"-Ermittler. >

"Jeder 'Tatort' soll auch für sich selbst stehen können", erläuterte der Leiter der Abteilung Film, Familie und Serie beim NDR, Christian Granderath, in dieser Woche in der "Bild"-Zeitung.

Dementsprechend gibt es bei Teil zwei auch keine geballte Rückblende am Anfang. Die Handlung setzt Wochen nach der tödlichen Sexparty in einem Villenviertel ein. Lindholm weiß: Ihre wichtigste Spur zu der Verschwörung in Hannovers Oberschicht ist Wolfram Littchen, der Mörder der 16-jährigen Osteuropäerin Greta Kubina und unterbelichtete Handlanger von Rockerchef Uwe Koschnik. Littchen lebt aber nicht mehr lange - und das ist nicht die letzte Leiche im Film.

"Wegwerfmädchen" bescherte dem NDR eine Rekordquote für den "Tatort" aus Hannover mit Maria Furtwängler: Es war auch die meistgesehene Sendung des Wochenendes. Der Marktanteil betrug 28,4 Prozent.

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83 Meinungen zu "Lindholm-"Tatort" geht weiter"

  • Partikelkanone
    Freitag, 14.12.2012, 15:28 Uhr
    Wie schwer manchen das Denken fällt, sehe ich sehr gut an so manchem Beitrag hier, besonders leorex. Es hat keiner behauptet, dass der Tatort real ist. Aber er spiegelt die Realität wider, denn diese Verbrechen geschehen wirklich und das nicht gerade wenig. Auch die Tatsache, dass die Kleinen gehängt werden und die Großen frei bleiben, trifft den Punkt genau. Aber ich sehe schon, wie manche sich ihre Welt schönreden. Es ist auch vollkommen schwachsinnig zu behaupten, dass die Mehrheit der Frauen freiwillig anschafft. Dies ist nicht nur falsch, sondern auch frauenfeindlich. Und wegen der Recherche empfehle ich folgendes Zitat: [Dieselbe Anerkennung wie Schüle gebührt "Tatort"-Autor Stefan Dähnert, der sich spürbar intensiv mit der Materie befasst hat: "So viel Kernseife gibt es gar nicht, um den Schmutz dieser Recherchen abzuwaschen."] Die Autoren saugen sich die Themen sicher nicht aus den Fingern, sondern stellen Bezüge zu realen Taten her.
  • AuchSenfDazuGeb
    Donnerstag, 13.12.2012, 17:11 Uhr
    @lafontane... Schauspieler gut oder schlecht, ist doch wirklich individuelle Geschmackssache und kein Fakt. Aber dass du behauptest, die Frauen würden sich i.d.R. freiwillig der Prostitution hingeben, weil es leicht verdientes Geld sei, finde ich ganz schön dreist. Solche Aussagen machen mich einfach nur wütend! Zwangsprostition ist ein Tabu-Thema, kommt aber gar nicht so selten vor, wie du denkst.
  • AuchSenfDazuGeb
    Donnerstag, 13.12.2012, 17:03 Uhr
    "wer lesen kann ist klar im Vorteil... " In meiner TV-Zeitschrift stand, dass es ein Zweiteiler ist und Teil 2 am kommenden Sonntag folgt. IM EPG stand es. Und dann hat Frau Furtwängler dies auch in "Wetten, dass..." erzählt (was natürlich nicht unbedingt jeder gesehen haben muss).
  • lelolei
    Donnerstag, 13.12.2012, 16:58 Uhr
    @ Windjammer48 "am Abend zuvor im ZDF(!) in einer sehr schlechten "Wetten, dass..."-Sendung wurde ein Trailer zum Tatort gezeigt und Frau Furtwängler sprach sehr deutlich von der Fortsetzung. Pech wer die Sendung nicht gesehen hat." ----- Es wurde kein Trailer gezeigt! Maria Furtwängler hat selbst darauf hingewiesen und auch erwähnt, dass der TATORT zweiteilig sein wird.
  • leorex
    Donnerstag, 13.12.2012, 16:56 Uhr
    Der Hamburger Kriminalkommissar Axel Petermann, der sich nicht nur als erfolgreicher Profiler sondern auch als Berater bei verschiedenen Tatort-Episoden einen Namen gemacht hat, wundert sich in seinem Buch 'Auf der Spur des Bösen' über die eklatante Realitätsferne der Autoren, die diese Krimis erfinden. Petermann drückt es vorsichtig aus: "Zumeist bin ich von der Phantasie der Autoren beeindruckt, und es beruhigt mich sehr, dass diese Einbildungskraft sich nicht mit krimineller Energie verbindet. Sonst würden die Drehbuchschreiber der Kriminalpolizei nicht selten monströse Rätsel aufgeben. Nicht immer aber reicht die Vorstellungskraft der Autoren aus, um realistische Rätsel zu erfinden."
  • lafontane
    Donnerstag, 13.12.2012, 16:54 Uhr
    Abgesehen davon,das Furtwängler eine schlechte Schauspielerin ist, der Film strotzt nur so von Klisches, die Wirklichkeit ist Gottseidank anders. Zwangsprostitution mag es in sehr seltenen Fällen geben,aber in der Realität machen es die Frauen freiwillig, um eben leichtes Geld zu verdienen, sie machen es sicher nicht gerne,aber wer geht schon gerne in den Supermarkt, oder als Friseurin zum arbeiten, jede tut halt das wozu sie geeignet ist!.
  • ClooneyGeorge
    Donnerstag, 13.12.2012, 16:52 Uhr
    ...und die Tabletten, die heute in die Getränke von Mädchen getan werden, sind auch nur eine Erfindung ? Träum weiter... (....hast wohl keine Tochter)
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