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01.07.2012, 09:41 Uhr

Béla Réthy kommentiert das Finale

Warschau/Hannover (dpa) - Béla Réthy ist einer der wenigen Deutschen, der nach dem EM-Aus der DFB-Auswahl zum Endspiel nach Kiew reisen kann. "Darf", verbessert der erfahrene Fernsehmann.

Das ZDF hat ihn frühzeitig für das Finale nominiert. Dass Italien anstelle von Deutschland gegen Spanien um den Titel spielen wird, hat ihn ebenso wie zig Millionen Fußballfans in der Heimat überrascht. "Natürlich muss man mit allen Konstellationen rechnen, eigentlich wäre mir aber das andere Finale lieber gewesen", sagt Réthy. Das 1:2 gegen Italien sah er im Warschauer Stadion.

"Wenn Deutschland spielt, ist man mit anderen Empfindungen dabei", gesteht der 55-jährige Reporter. Nun packte er an diesem Samstag seine Siebensachen, mit denen er seit drei Wochen durch Polen und die Ukraine tourt, und machte sich auf den Weg nach Kiew. Das Endspiel ist die sechste EM-Partie, die er bei diesem Turnier kommentiert. Bereits beim Gruppenspiel Spanien - Italien am 10. Juni in Danzig saß er am Mikrofon. "Das war die bisher beste EM-Partie. Die Zuschauer können sich auf ein gutklassiges Endspiel freuen", verspricht Réthy.

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Für den Sohn ungarischer Eltern, der in Brasilien aufwuchs, ist es das fünfte große Finale in seiner Reporter-Karriere. Bei den WM-Turnieren 2002 und 2010 sowie den Europameisterschaften 1996 und 2004 war er ebenfalls der Mann für das letzte Match. "Er hat sich durch seine starken Leistungen dafür empfohlen", urteilt ZDF-Sportchef Dieter Gruschwitz über den Fußball-Experten.

Réthy gilt als fachkundiger Analytiker. Er wirft weniger mit Superlativen um sich als einige seine Kollegen und rückt lieber das Spiel als sich selbst in den Vordergrund. Bei den TV-Zuschauern besitzt er ein überwiegend gutes Standing, auch wenn er wie alle Reporter kritisch beobachtet wird und nicht überall Anhänger hat. Die oftmals hitzigen Diskussionen in Internet-Foren oder bei Boulevard-Blättern verfolgt er durchaus.

"Da wird man zunächst zum besten EM-Reporter ernannt und zwei Tage später gewinnt man die Wahl des Reporters, den die Sender als ersten streichen sollten. Das zeigt den satirischen Wert dieser Dinge", urteilt Réthy. Unfehlbar ist er aber nicht. Beim Vorrundenspiel Spanien - Kroatien (1:0) lag er zum Schluss bei der komplizierten Gruppen-Arithmetik daneben. "Da ist mir ein kleiner Rechenfehler unterlaufen", gesteht der ZDF-Starkommentator. "Wir sind keine Roboter."

Alle News vom: 1. Juli 2012 Zur Übersicht: TV

142 Meinungen zu "Béla Réthy: Unser Mann in Kiew"

  • Pulver
    Montag, 02.07.2012, 16:36 Uhr
    Es mag ja Leute geben die diesen Rehty für gut finden.Es ist aber schon seit längerem ärgerlich, dass er Dinge sieht, die tausende Zuschauer nicht sehen und er dann noch darauf herumreitet, bis die Zeitlupe ihn eines Besseren belehrt. Es kann doch wohl nicht an seiner Brille liegen? (Das sollte keine Häme sein.)
  • Bluffer
    Montag, 02.07.2012, 14:18 Uhr
    Es wird Zeit dass dieser Antifußballversteher in der Versenkung verschwindet. Leider kann man Reporter nicht während der Übertragung auswechseln. Das Publikum würde sicher des öfteren einen rauswählen.
  • Unbefangener
    Montag, 02.07.2012, 13:40 Uhr
    "Da war nix." Bella Rednix nachdem ein Italienischer Spieler im spanischen Strafraum einen Ellenbogen unters Kinn bekam. Noch Fragen?
  • Mogulin
    Montag, 02.07.2012, 13:28 Uhr
    @Beobachter S.20 Gehe mit Ihnen absolut konform. Aber wie man sieht : " Niemand " kann es " Irgendjemanden " recht machen. Es lohnt sich nicht, sich da reinzuhängen. Danke.
  • superoxyd
    Montag, 02.07.2012, 10:37 Uhr
    Weder ZDF noch ARD haben zur Zeit einen wirklichen Sportreporter der Klasse ist. Herr Bela Rethy ist so ein Vielreder der ein Fußballspiel so zerredet daß man vom Spiel selbst, wenn man sich nicht konzentriert, nichts mehr mitbekommt. Soviel unnötiges,unwichtiges Gebrabbel ist schlimm.
  • reh69
    Montag, 02.07.2012, 08:37 Uhr
    Bela Rethy, ein Reporter, der oft durch unkenntnis glänzt, aber es gibt noch viele noch weniger kompetente Reporter als seine Person. Das Drumherum um den Fussball und teilweise sehr unqualifizierte Kommentare der Sportreporter ist dadruch so hoch gepuscht, dass es einem leid tun muss, wenn man denen zuhört. Die Reporter haben oft den Glauben von sich selbst, dass sie die Stars seien.
  • Beobachter2010
    Sonntag, 01.07.2012, 17:57 Uhr
    Aber Hallo, Bela Rety ist nicht nur einer der besten Fachleute auf dem Gebiet Fußball, er ist auf Grund seiner Internationalität sicher die ideale Besetzung zur Übertragung des Finales. Er spricht ungarisch, portugiesisch, spanisch, englisch und französich, war in mehr als 60 Ländern der Welt, meistens um Fußball zu übertragen und hat einen optimalen Blick, wenn es um "getürkte" Fouls geht. Vor allem eines........ er sieht ein Spiel n i e durch eine Vereins- ode Nationalitätenbrille, so wie es offenbar die überwiegende Mehrzahl der Meinungsschreiber von sich geben. Er redet nicht - wie viele andere- er versucht Informationen weiterzugeben, ganz sachlich, aber das will offenbar niemand hören. stromfuxx
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