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29.12.2012, 19:16 Uhr

Neuner in ihrem Abschiedsrennen Zweite

Gelsenkirchen (dpa) - 50 000 Biathlon-Fans haben die Olympiasieger Magdalena Neuner und Michael Greis bei den Showrennen im Schalker Fußball-Stadion mit einer rauschenden Party in den sportlichen Ruhestand verabschiedet.

Michael Greis war völlig geschafft und einfach nur glücklich, Magdalena Neuner fiel sogar vom Himmel. Während die Rekordweltmeisterin am Samstag ihr Abschiedsrennen Auf Schalke mit einem Knalleffekt eröffnete, bereitete sich der dreimalige Olympiasieger Greis gerade auf seine letzte Biathlon-Halbzeit im Fußball-Stadion vor. Die beiden deutschen Stars präsentierten sich kurz vor der Jahreswende bei der World Team Challenge in der Veltins-Arena ein allerletztes Mal als Skijäger dem Publikum. 50 000 Fans feierten die beiden Sportler aus Bayern.

"Ich habe ein bischen Höhenangst, aber es hat mir gefallen", sagte Magdalena Neuner vor dem Start zu ihrem Rennen über ihren Stunt zu den Klängen des Songs Skyfall. Wie James Bond schwebte die 25-Jährige vom geschlossenen Hallendach herab, dann zog sie ihre Langlaufski an und schulterte das Gewehr. Die fünf Runden im Kunstschnee absolvierte die Doppel-Olympiasiegerin problemlos und auch am Schießstand machte sie neun Monate nach ihrem letzten Weltcup-Rennen eine gute Figur. "Ich habe mit Null angefangen und mit Null aufgehört. Ich habe mein letztes Biathlon-Rennen mit Stehend Null aufgehört, das ist doch der Hammer", sagte sie. Insgesamt leistete sie sich bei 25 Schuss nur drei Fehler.

Auf ihre allerletzte Runde als Skijägerin ging die Wallgauerin mit 13 Sekunden Rückstand auf die fünffache Junioren-Weltmeisterin Dorothea Wierer. Als die dreimalige Gesamtweltcup-Siegerin dann kurz hinter der Italienerin zum letzten Mal ins Stadion kam, standen die Menschen auf und feierten sie. "Es ist wirklich der Wahnsinn. Es ist einfach riesig. Da kann man eigentlich gar nicht viel dazu sagen. Einfach noch einmal vielen, vielen Dank, dass all die Menschen, die im Stadion sind, mir diese Ehre erwiesen haben. Danke", sagte Neuner.

Greis beendete zusammen mit Franziska Hildebrand die erste Halbzeit seines letzten Biathlon-Rennens auf Rang sechs, ging nach dem Massenstart mit Rückstand auf die Spitzenreiter Martin Fourcade und Marin Dorin Habert aus Frankreich ins Verfolgungsrennen. Am Ende gewannen die Russen Anton Schipulin und Jekaterina Jurlowa und kassierten 28 000 Euro Preisgeld.

Immerhin war der 36-Jährige Greis zusammen mit seiner Partnerin im ersten Teil der Schalke-Show das beste deutsche Team gewesen. Andrea Henkel und Andreas Birnbacher machten sich als Achte auf die Jagd und Boden gut - sie beendeten das Rennen nach den insgesamt 18 Runden auf Rang vier. Hildebrand und Greis wurden Sechste. "Die Kulisse war sensationell, die haben mich so gepusht, dass ich rumgekommen bin", sagte Greis.

Er genießt einen Monat nach seinem letzten Weltcup-Rennen das Leben als ehemaliger Leistungssportler. Es fühle sich "perfekt" an, sagte er. "Vor mir liegen neue Aufgaben, in denen ich mehr Potenzial sehe. Bei jedem Weltcuprennen, das ich live am TV verfolgt habe, hat sich das Gefühl bestätigt."

Alle News vom: 29. Dezember 2012 Zur Übersicht: Sport

19 Meinungen zu "Neuner zum Abschied Zweite"

  • celli
    Sonntag, 30.12.2012, 17:24 Uhr
    @Huteck, was soll man daran nicht verstehen? Das Mädel hat ALLES MEHRFACH gewonnen, was es im Biathlon zu gewinnen gibt.
  • NumeratorPisorum
    Sonntag, 30.12.2012, 13:50 Uhr
    "Die Welt" vom 6.12.2011: "Magdalena Neuner beendet Karriere zum Saisonende"
  • NumeratorPisorum
    Sonntag, 30.12.2012, 13:47 Uhr
    @Huteck "Ich komme einfach nicht mit dem abrupten Ende der Neuner Klar." --- Du kommst offensichtlich mit anderen Dingen nicht bklar! Das Ende war auch nicht "plötzlich", sie hatte es zu B_e_g_i_n_n der vorigen Saison für das Saisonende angekündigt. Für jemanden, der seit Kindertagen ständig trainiert hat, das ganze Leben nach dem Sport ausrichten musste, ist es verständlich, wenn sie auch endlich ein "normales Leben" kennen lernen will, nachdem sie wirklich ALLES erreicht hat. - So bedauerlich das auch für die Biathlon-Fans ist!
  • carlito198
    Sonntag, 30.12.2012, 13:01 Uhr
    @BBoldiesBB Du nimmst mir die Worte "von den Tasten"! Danke!
  • BBoldiesBB
    Sonntag, 30.12.2012, 12:38 Uhr
    @)Huteck Wenn nichts mehr hilft, einen Sportler in den Dreck zu ziehen, dann der Hinweis auf Doping auch wenn jeder Hinweis oder sogar Beweis fehlt! Gell!! Ach ja, die Lena hat ein paar Pickel, aber die Domracheva hat eine ganze Landschaft davon. Ist die dann auch gedopt? So ein Quatsch das Ganze!! Ich habe manchmal den Eindruck: ein Mensch, der immer eine positive Ausstrahlung hat, ist bei einigen unserer Gesellschaft schon deshalb verdächtig! Also immer schön böse gucken, wenns weiter hilft im Leben!
  • Huteck
    Sonntag, 30.12.2012, 11:39 Uhr
    Also irgend etwas stimmt mit dieser " 25 " Jährigen nicht! Sie ist nicht krank,sie ist nicht schwanger usw. Die letzten Rennen ging sie ab,wie eine Rakete. Was ist der Grund für das plötzliche Ende ??? Wir hatten schon mal einen Zehnkämpfer - der konnte beim Hundertmeterlauf nicht starten.Keiner konnte sich das damals erklären. Vor nicht allzu langer Zeit gab es einen Bericht in den Medien - Herr Hingsten sollte nach dem Lauf zur Dopingprobe - HALLO -!!!!!!!!!!! Ich war total enttäuscht. Waren doch die Zehnkämpfer meine Lieblingssportler.Heute nicht mehr! Ich komme einfach nicht mit dem abrupten Ende der Neuner Klar.Und der Witz des Jahres - 25 Jährige hört auf und 31 Jährige fängt an - Und das im Biathlon.
  • wolsch49
    Sonntag, 30.12.2012, 11:19 Uhr
    Dieser Neidfaktor einiger User ist unerträglich und sollte eigentlich verschwinden. Dass es letztendlich ERWACHSENE sein wollen, die "so etwas in die Diskussion" werfen - ??????? Diese Sportler sind doch nicht als Welt-, Europameister oder Olympiasieger geboren worden, haben doch auch erst als Nobodies in ihren Sportarten reingeschnuppert und sind dann halt " bei der Stange" geblieben. Diese Stunden, für die sie geschuftet haben, werden so schnell vergessen oder vielleicht gar nicht registriert von den Neidhammeln. Und vielleicht waren ja einige dieser Spezies Mensch unter ihnen, die am lautesten beklagt haben, dass für Sportler aus Deutschland " mal wieder keine Medaillien bei sportlichen Großveranstaltungen dabei waren. Aber wer sich so quälen kann, um sein Bestes für das Land und letztendlich auch für sich selbst ( als ehrliche Bestätigung ) gibt, ja, der soll würdig gefeiert und verabschiedet werden. Und nicht so schnell in der - gedanklichen - Versenkung verschwinden. Danke Lena und Michael !
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