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09.09.2009, 12:26 Uhr

Caster Semenya: "Ich bin ein Mädchen"

Die Geschlechtsuntersuchung durch die IAAF ist offenbar nicht die einzige, der sich die Leichtathletin unterzog.

Schon vor den Weltmeisterschaften sei sie getestet worden, wie das Schweizer Boulevard-Magazin "Blick" meldet. Der damalige Test habe ergeben, dass Semenya ein Zwitter mit der Chromosomen-Kombination XY - ein sogenannter Hermaphrodit - sei.

Laut eigener Aussage ist es die Südafrikanerin gewohnt, für einen Jungen gehalten zu werden. Schon beim Einschreiben für ihr Studium an der Universität Pretoria habe sie laut "Frankfurter Allgemeiner Zeitung" (FAZ) stets klarstellen müssen: "Ich bin ein Mädchen."

Dem Weltverband IAAF kamen in Berlin nicht nur wegen der männlichen Gestalt Caster Semenyas Zweifel an ihrem Geschlecht, sondern auch wegen ihrer herausragenden Leistung. In einer Zeit von 1:55,45 Minuten sicherte sie sich die Goldmedaille.

Die kenianische Titelverteidigerin Janeth Jepkosgei war als Zweite unglaubliche 2,45 Sekunden langsamer - Welten in der Leichtathletik.

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216 Meinungen zu "Caster Semenya: "Ich bin ein Mädchen""

  • SturmFee
    Donnerstag, 01.10.2009, 16:50 Uhr
    Selbst, wenn bei Frau Semenya Intersexualität (worunter mehr als 30 verschiedene Syndrome gefaßt werden) festgestellt wird: Mit welchem Recht behaupten einige Medien, daß sie dann ›ein Mann‹ sei? Und nach welcher Logik sind automatisch alle körpergeschlechtlich uneindeutigen Menschen Männer? Unabhängig davon, wie sie sich selber sehen? Schon die Feststellung ihres körperlichen Geschlechts ist nicht trivial; das nämlich wird außer von Genen bestimmt von Gonaden (Eierstöcke bzw. Hoden), inneren Geschlechtsorganen, Hormonproduktion, Genitalien und sekundären Geschlechtsmerkmalen – und es gibt jede denkbare Kombination davon. Ein Y-Chromosom alleine führt bei einer Frau keineswegs zwangsläufig zu einem Vorteil. Im Falle einer kompletten Androgen-Insensivität (CAIS) etwa kann sie das Testosteron, das auch ein weiblicher Körper produziert, nicht verwerten, wäre also trotz Y-Chromosoms gegenüber anderen Frauen im Nachteil
  • weingeist
    Freitag, 11.09.2009, 12:45 Uhr
    Zitat Lexus1984: Du weißt aber schon, dass alle männlichen Rekorde über den weiblichen Rekorden aufgrund natürlich überlegener Athletik liegen? [Zitat Ende] Jede, die sich über den patriarchalen Biologismus hinweg gesetzt hat, kann bestätigen, dass alle männlichen Rekorde allein das Ergebnis der Unterdrückung von Frauen sind. Gender Mainstreaming heißt nun mal, mit der Unterscheidung nach veralteten Kriterien (Hormone, Genitalien, X- vs. Y-Chromosom und derlei mehr Nebensächliches) aufzuräumen und statt dessen dem echten, sozialen Geschlecht die angemessene Beachtung zu schenken. Soll heißen: Wenn Frau Semenya sagt, ich bin eine Frau, dann ist sie eine. Hast Du wirklich so'n Auto? Darf ich mal mitfahren?
  • Adrenoceptor
    Donnerstag, 10.09.2009, 15:29 Uhr
    Nur noch für welche die es interessiert http://cache.daylife.com/imageserve/076n8fy7Aq5We/340x.jpg
  • Aeclypze
    Donnerstag, 10.09.2009, 15:02 Uhr
    Nun, ich bin zwar keine Frau. Aber ich kann mir eigentlich ziemlich gut vorstellen, dass die Bemerkung "Du siehst ja aus wie ein Mann" von einer, noch dazu erst 18jährigen, Frau nicht gerade als hinreißendes Kompliment gewertet werden wird (Ohrfeigengarantie scheint hier wohl wahrscheinlicher). Hier hat wohl jemand im Weltverband den Grundsatz vergessen, dass es ratsam ist, erst zu denken, und dann erst zu reden. Ich bleibe dabei, eine öffentliche Diskussion ist in diesem Fall absoluter Schwachsinn, da man ohnehin die medizinischen Befunde abwarten muß. Aber irgendwie bekomme ich das Gefühl auch nicht ganz los, dass der Leichtathletik-Weltverband insgeheim überglücklich über den Fall ist: So gibt es schließlich weiterBildende Berichte über eine Weltmeisterschaft, die von ansonsten auch Sport- bzw. Leichtathletik-Uninteressierte gierig aufsaugen, um ihre Stammtischfestigkeit zu optimieren. Die Geschichte schlägt mittlerweile ja höhere Wellen, als der Boltsche WR über 100 Meter der Männer, welches bekanntlich bereits die absolute Königsdisziplin in der Leichtathletik ist. Was will man eigentlich mehr? Ihr Dollarlein kommet... Man sollte zunächst mal die WM gut sein lassen; Schluß, vorbei. Was mich persönlich aber eigentlich mehr interessieren würde: Nach dem, was allgemein zu lesen ist, fühlt sie sich ja als Frau... aber wie sieht es eigentlich sexuell aus? Wenn sie auf Frauen stehen sollte, wäre es wohl sogar in ihrem eigenen Interesse, ihr Geschlecht zu überdenken. Vor allem, wenn sie womöglich unentdeckte männliche Geschlechtsteile haben sollte (auch das gibt es zur Genüge) und sogar in der Lage sein könnte, Kinder zu bekommen (?) - als Mann... (ob das in einem solchen Fall prinzipiell möglich ist, weiß ich offen gesagt nicht - das ist nunmal auch irgendwie kein Alltagsthema). Ich glaube, das wird noch eine sehr lange Geschichte - vor allem für sie selbst (und zwar nicht nur in sachen Leichtathletik). Dass man diese Story aber ohne konkrete Beweise derart breitlatschen muß und sich nicht zu schade ist, sie unbewiesen öffentlich an den Pranger zu stellen, verstehe ich beim besten Willen nicht. Schließlich wird auch niemand des Dopings bezichtigt, nur weil er Urin zum Test abgegeben hat :P.
  • Adrenoceptor
    Donnerstag, 10.09.2009, 13:47 Uhr
    Ich weiß nicht wo der Weingeist seine Weisheiten herholt aber wahrscheinlich aus dem Geist des Weines. Prinzipiell kann man solche Sachen nicht zulassen. Doping und Geschlechtswandlungen sind sehr stark medikamentös. Ich würde es nicht ausschließen das die alle nacheinander tot umfallen würden nur um an erster Stelle zu stehen. Zusätzlich wäre es natürlich besser die Prämien noch steigen zulassen das noch mehr Anreiz da ist um zu gewinnen. Und somit noch mehr Sportler zum Medikamentenmissbrauch treibt. Das wäre ein toller Sport... So ein Schwachsinn habe ich schon lange nicht mehr gehört. :)
  • Lexus1984
    Donnerstag, 10.09.2009, 12:49 Uhr
    @ weingeist Du weißt aber schon, dass alle männlichen Rekorde über den weiblichen Rekorden aufgrund natürlich überlegener Athletik liegen? Wäre bestimmt ganz spannend, wenn ein mittelmäßiger 100m-Läufer im Olympiafinale mit 10:40 Sekunden den Titel holt, während die weltbesten Frauen 3 Zehntel dahinter ins Ziel sprinten.
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