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19.01.2013, 17:07 Uhr

Football-Star Manti Te'o: Tote Freundin nur erfunden?

(kom) - Manti Te'o ist Student und wird als eines der größten Football-Talente in den USA gehandelt. Ein Schicksalsschlag für den jungen Sportler rührte die Nation unlängst zu Tränen: An einem Tag starben sowohl seine Oma als auch seine Freundin - und trotzdem lieferte das Football-Ass kurze Zeit später die beste Leistung seiner Karriere. Jetzt stellt sich heraus, wie das sein konnte - die tragische Geschichte war wohl erfunden.

Die brisante Geschichte beginnt im letzten September. Die College-Liga im Football ist angelaufen, Te'os Mannschaft Notre Dame legt einen hervorragenden Saisonstart hin. Am 12. September erfährt der 21-Jährige vom tragischen Tod seiner Großmutter, nur sechs Stunden später stirbt auch seine an Leukämie erkrankte Freundin, Lennay Kekua. Angeblich.

Drei Tage nach den Schicksalsschlägen steht Te'o wieder auf dem Platz. Beim 20:3-Sieg gegen Michigan State glänzt er und liefert die beste Leistung seiner noch jungen Karriere. Die regionale Presse ist von dem Talent begeistert. Es dauert nicht lange, und die tragischen Ereignisse aus seinem Privatleben gelangen an die Öffentlichkeit. Ein Footballspieler, der trotz persönlicher Schicksalsschläge seinem Team zum Sieg verhilft - so etwas lieben die Amerikaner.

Die tote Freundin existiert nur online

US-Sender berichten ausführlich von der Liaison zwischen Te'o und Kekua, sie sprechen von romantischen Dates und einem glücklich verliebten Paar. Sie, eine charmante Studentin der Universität Stanford - er, ein erfolgreicher und talentierter Footballspieler. Eine rührende Geschichte, die in Wirklichkeit aber wohl komplett erfunden ist.

Denn Lennay Kekua gibt es nur im Netz. Die US-Seite "deadspin.com" berichtet, die Sozialversicherung führe keine Unterlagen über sie, kenne die vermeintliche Freundin nicht. Auch sei keine Todesanzeige auf den Namen "Lennay Kekua" veröffentlicht oder jemand mit diesem Namen beerdigt worden.

Das auf einem Foto in den Medien als Te'os Freundin gezeigte Mädchen lebe in Wirklichkeit in Kalifornien, heiße nicht Kekua und kenne Manti Te'o' mittlerweile auch nur aus der Presse.

Fans bezeichnen Manti Te'o als Betrüger - der sieht sich als Opfer

Die Fans sind sauer. Auf dem Kurznachrichtendienst Twitter lassen sie ihrer Enttäuschung freien Lauf. Viele glauben, dass Manti Te'o ein Betrüger ist. Andere wiederum halten fest zu ihrem Idol.

Die New Yorker Universität Notre Dame steht ebenfalls hinter dem Football-Ass, spricht von einem "ausgefallenen und bösen Scherz". In einem Interview mit ESPN beteuert Te'o, ein Opfer zu sein. Der "Scherz" sei von seinem Mitspieler Ronaiah Tuiasosopo inszeniert worden. Außerdem seien zwei weitere Personen - die nicht namentlich genannt wurden - involviert gewesen. Warum sich Te'o allerdings nicht sofort geäußert hat und die Nation im Glauben ließ, er habe seine Freundin verloren, ist allerdings nach wie vor unklar.

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