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30.04.2013, 15:10 Uhr

Auch Obama unterstützt Outing von NBA-Spieler Collins

Washington (dpa) - Das Coming-Out von Basketball-Profi Jason Collins hat auch auf höchster politischer Bühne großen Respekt hervorgerufen. US-Präsident Barack Obama ließ es sich nicht nehmen und rief den 34 Jahre alten NBA-Spieler der Washington Wizards an.

Obama habe dem NBA-Spieler gesagt, dass er beeindruckt sei von seiner Courage, twitterte das Weiße Haus. Und Gattin Obama-Gattin Michelle gratulierte über den Kurznachrichtendienst: "So stolz auf dich, Jason Collins!" schrieb die First Lady: "Das ist ein großer Schritt nach vorn für unser Land."

Und einer, der für Collins überfällig wurde. "Ich habe Jahre des Kummers hinter mir und sehr viel auf mich genommen, um diese Lüge zu leben. Ich war mir sicher, dass meine Welt zusammenbricht, wenn es irgendjemand wüsste", sagte Collins auf der Homepage der US-Zeitschrift "Sports Illustrated". Dass der 2,13 Meter große Center, der schon zweimal im Finale der NBA stand, nun Probleme bei der Suche nach einem neuen Verein bekommen könnte, glaubt NBA-Chef David Stern nicht.

Von seinen Kollegen aus der besten Basketball-Liga bekam Collins nach seinem Bekenntnis zur Homosexualität nur Zuspruch. "Die Zeit ist gekommen. Maximaler Respekt", meinte NBA-Star Steve Nash. Und auch ehemalige Spieler, deren sexuelle Orientierung erst nach der Karriere öffentlich wurde, verneigten sich. "Es ist schade, dass man das heutzutage und in dem Alter noch sein muss, aber er ist enorm mutig", sagte John Amaechi, der sich 2007 zu seiner Homosexualität bekannt hatte. Vier Jahr zuvor hatte er seine NBA-Karriere beendet.

Collins ist der erste aktive Spieler aus einer der vier großen US-Ligen NBA, NHL (Eishockey), MLB (Baseball) und NHL (Eishockey), der sich geoutet hat. "Ich denke, das ist der Beginn einer Bewegung", meinte Fußball-Profi Robbie Rogers. Der US-Kicker hatte sich Mitte Februar als schwul geoutet.

Vorbildcharakter für andere sieht auch die ehemalige Weltklasse-Tennisspielerin Martina Navratilova in dem Bekenntnis des Wizards-Centers. "Hey Jason Collins - jetzt bist Du ein Aktivist!!!", twitterte die Ex-Weltranglistenerste. 1981 sei das Jahr für sie gewesen, "2013 ist das Jahr für dich". Auch sie verwies darauf, dass es eigentlich gar kein Thema mehr sein sollte, "aber das ist es. Deswegen machen es viele nicht".

Collins tat es, unmissverständlich. "Ich bin ein 34 Jahre alter NBA-Center, ich bin schwarz und ich bin schwul", hatte er gesagt.
Und nicht nur der aktuelle Chef im Weißen Haus zollte dem Profisportler dafür Anerkennung und versicherte ihm seine Unterstützung. Der ehemalige US-Präsident Bill Clinton bezeichnete Collins' Coming-Out als "aufrichtiges Statement eines guten Menschen, der nichts anderes will wie viele andere auch: So sein zu können, wie er ist, seine Arbeit zu machen, eine Familie zu haben und zur Gemeinschaft beizutragen".

Clinton kennt Collins schon länger: Er war ein Mitschüler von Clinton-Tochter Chelsea in Stanford. "Ich hoffe, dass jeder, insbesondere Jasons Kollegen in der NBA, die Medien und seine vielen Fans ihm weiter die Unterstützung geben, die er verdient hat."

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