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16.06.2012, 16:39 Uhr

Hochspringerin Friedrich an Olympia-Norm gescheitert

Bochum (dpa) - Im Nieselregen von Bochum ist Hochspringerin Ariane Friedrich erneut an der Olympia-Norm gescheitert.

Die Frankfurterin holte sich bei den deutschen Leichtathletik- Meisterschaften mit 1,86 Meter zwar ihren sechsten Freiluft-Titel, die ersehnten und für London notwendigen 1,95 Meter waren bei dem regnerischen Wetter im Lohrheidestadion aber einfach nicht drin.

"Leider hat das Wetter heute nicht mitgespielt. Ich habe wirklich gebetet für London. Und ich bin wirklich sehr traurig, dass ich die 1,95 Meter nicht geschafft habe", entschuldigte sich die EM-Dritte bei den Fans, machte ihnen allerdings Hoffnung: "Ich konnte diese Leistung heute nicht bieten, ich habe sie aber in den Beinen."

Die Europameisterschafts-Dritte Carolin Nytra hat hingegen ein erfolgreiches Comeback gefeiert. Über 100 Meter Hürden gewann die Athletin der MTG Mannheim in 12,74 Sekunden nach langer Verletzungspause ihren fünften Freiluft-Titel. Zweite wurde Vorjahressiegerin Cindy Roleder (Leipzig) in 12,74 Sekunden vor Nadine Hildebrand (Kornwestheim), die 13,98 Sekunden erreichte.

Hammerwurf-Weltmeisterin Betty Heidler hat ihren achten Titel in Serie gewonnen. Der 28-jährigen Frankfurterin reichten 73,65 Meter, die sie bereits im ersten Versuch warf. Platz zwei erreichte mit 61,90 Meter Daniela Manz (Leverkusen) vor Carolin Paesler (Halle), die 61,46 Meter schaffte.

Diskuswerferin Nadine Müller konnte dagegen gleich zweimal jubeln. Die WM-Zweite aus Halle/Saale holte sich mit starken 66,47 Metern bereits ihren vierten Titel in Serie. Eine halbe Stunde später bekam die 26-Jährige noch eine ganz besondere Urkunde überreicht: Die Polizeiobermeisterin wurde noch im Stadion von ihrem extra angereisten Dienstherren der Sportfördergruppe in Kienbaum zur "Beamtin auf Lebenszeit" ernannt.

Hallen-Europameister Sebastian Bayer hat seinen Freiluft-Titel im Weitsprung verteidigt. Der Wahl-Hamburger setzte sich mit 7,91 Meter gegen Julian Howard (Karlsruhe/7,82 Meter) und den Leverkusener Alyn Camara (7,73 Meter) durch. Für Bayer war es bereits der fünfte deutsche Meistertitel im Freien. Nicht am Start war sein Rivale Christian Reif (Ludwigshafen), der wegen einer Verletzung seinen Start absagte.

Müllers großes sportliches Ziel sind in diesem Jahr die Olympischen Spiele, Konkurrenz im eigenen Haus belebt da das Geschäft. "Die Mädels haben mir heute nichts geschenkt. Es freut mich, dass mich der Nachwuchs wieder ein bisschen ärgert. Das macht das Diskuswerfen wieder attraktiver", meinte die große Olympia-Hoffnung des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV).

Zweite wurde die Berlinerin Julia Fischer (63,21) vor Anna Rüh aus Neubrandenburg (63,14) und der Mannheimerin Shanice Craft, die mit 62,92 Metern als vierte deutsche Diskuswerferin die Olympia-Norm knackte. Bisher haben 59 deutsche Leichtathleten die Vorgabe für die Sommerspiele in London erfüllt. "Unsere Athleten haben schon vor den Meisterschaften eine exzellente Visitenkarte abgegeben", sagte DLV-Sportdirektor Thomas Kurschilgen.

Kugelstoßerin Nadine Kleinert hat mit 19,18 Metern ihren siebten deutschen Meistertitel erkämpft. Die 36-Jährige vom SC Magdeburg will ihre erfolgreiche Karriere in diesem Jahr in London beenden. Die Olympia-Norm (18,40) hatte Kleinert ebenso wie ihre Vereinskollegin Josephine Terlecki, die in Bochum mit 18,87 Metern Zweite wurde, bereits erfüllt. "Ich freue mich heute sogar mehr für Josie", sagte Kleinert zum Magdeburger Doppelerfolg.

Alle News vom: 16. Juni 2012 Zur Übersicht: Sport

3 Meinungen zu "1,95 Meter waren zu viel"

  • gandalf108111
    Sonntag, 17.06.2012, 10:13 Uhr
    arrogant? ich habe ne Sportreportage über sie gesehen, sie ist ein äußerst symphatischer Mensch.
  • Babbelkopp
    Sonntag, 17.06.2012, 10:04 Uhr
    Vielleicht kann die nur wirklich hoch springen, wenn sie einen Stalker abschütteln muss?!
  • Xinhua
    Sonntag, 17.06.2012, 07:11 Uhr
    Das möge doch bitte an uns vorbei gehen! Dieses arrogante Stück Mensch...unsypatisher und überheblicher geht es doch kaum noch. Wie viel krankhafte Verkümmerung muss in einer Seele stecken, um sich so zu präsentieren, wie die es immer wieder nötig hat. Die Spiele brauchen das nicht.
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