Chelseas Helden lassen sich in Londons Straßen feiern
Bei einer gut halbstündigen Parade durch die Straßen des noblen Londoner Westens ließen zehntausende Chelsea-Fans ihre Helden von München hochleben. Der Matchwinner von der Elfenbeinküste erwies sich am Mikrofon als "Feierbiest" genauso sicher wie vom Elfmeterpunkt. "We are the Champions", stimmte Drogba stimmgewaltig an.
Erfolgscoach Roberto Di Matteo wurde vom Einheizer auf dem Bus extra vorgestellt: "Hier sehen Sie den Trainer, der den englischen Pokal gewonnen hat, hier sehen Sie den Trainer, der die Champions League geholt hat", schallte es durch Chelsea. Das musste auch Club-Eigner Roman Abramowitsch gehört haben, der anstelle der Notlösung Di Matteo für die nächsten Saison lieber einen großen Namen auf der Bank haben will. Eine Entscheidung ist nach Angaben der Club-Verantwortlichen aber noch nicht gefallen.
Bereits unmittelbar nach Drogbas verwandeltem Elfmeter war es in Londoner Pubs zu Jubelszenen gekommen. Tausende Anhänger des Großstadtclubs verwandelten den Westen der Stadt in ein Meer aus blau-weiß-karierten Fahnen. Obwohl London neben dem FC Chelsea mit dem FC Arsenal und Tottenham Hotspur weitere Topclubs hat, konnte noch keiner der Vereine bisher die wichtigste europäische Fußball-Trophäe erringen.
Im Nord-Londoner Stadtteil Tottenham herrschte dagegen Trauerstimmung. Die Spurs hätten als Vierplatzierter der Premier League noch eine Chance auf die Champions League Qualifikation gehabt, wenn Chelsea das Finale in München verloren hätte. So werden im nächsten Jahr neben dem Titelverteidiger Meister Manchester City sowie Manchester United und der FC Arsenal in der Königsklasse antreten.
Für Irritationen hatte im Vorfeld gesorgt, dass die Club-Bosse um den milliardenschweren Eigner Roman Abramowitsch die Siegesparade schon angekündigt hatten, als das Spiel noch nicht einmal angepfiffen war. Das Selbstbewusstsein hatte sich aber als berechtigt erwiesen.
75 Meinungen zu "Chelsea feiert seine Helden"
-
anonymoususer0
Dienstag, 22.05.2012, 16:40 Uhr Sie haben es wirklich nicht verdient. -
herr163t
Dienstag, 22.05.2012, 16:36 Uhr Der FcB war um so vieles besser... -
Steve43
Dienstag, 22.05.2012, 14:52 Uhr Das Ganze erinnert mich an die WM 2006, als sich die Italiener mit Riesendusel und Mauerfußball ins Endspiel stolperten und dann auch noch gegen die wesentlich besser und schöner spielenden Franzosen gewannen!...aber interessiert heute auch keinen mehr, der Stern ist auf dem Trikot und da bleibt er auch !!! -
MM2012
Dienstag, 22.05.2012, 12:59 Uhr Ein Fußballspiel war das nicht. Der Titelgewinn war eher unverschämtes Glück, anstelle ansehnlichen Ballspiels auf dem Platz. Da habe ich schon wesentlich bessere CL-Endspiele gesehen. Hinten dichtmachen, foulen und darauf warten, daß beim Elfmeterschießen beim Gegner die Nerven blank liegen ........ Wenn es wie beim Boxen ein Sieg nach Punkten gäbe, wäre der FC-BAyern als Sieger vom Platz gegangen. -
Mattcon
Dienstag, 22.05.2012, 11:52 Uhr Aber auch NUR Chelsea feiert. Habe von einem Bekannten, der aus London kommt, mal erfahren, was in britischen/englischen Foren bzgl. Chelsea abgeht. Dagegen sind die fast als "Hass-Tiraden" zu bezeichnenden hämischen Kommentare gegenüber dem FCB hier in Deutschland noch als "freundlich" einzustufen. Gerade die Fans der anderen Londoner Clubs, insbesondere die aus dem Arbeiterviertel Tottenham, sind wohl so dermaßen unter der Gürtellinie, dagegen muten die hier in letzter Zeit zu lesenden "Debatten" zwischen FCB- und BVB-Fans als ein nettes Geplauder an.
- CL-Finale
- Laufschuhe
- Bayern
- BVB
- Bundesliga
- Pokalfinale
zu Sport

































