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30.05.2012, 07:02 Uhr

Hertha-Führung gestärkt - Votum gegen neuen Einspruch

Berlin (dpa) - Hertha BSC geht mit Präsident Werner Gegenbauer und damit aller Voraussicht nach auch Manager Michael Preetz in die 2. Liga. Bei der mit Spannung erwarteten Mitgliederversammlung sprach sich die überwältigende Mehrheit erneut für Gegenbauer als Clubchef aus.

"Ich werde alles geben für Hertha", sagte der Unternehmer, der als einziger Kandidat angetreten war. "Ich danke Ihnen für das tolle Votum. Wir werden nicht alles hinkriegen, aber ich verspreche, alles zu geben." Gegenbauer hatte sich für den heftig kritisierten Preetz ausgesprochen, der damit sogar gestärkt aus der völlig vermasselten Saison geht.

Schon in seiner Wahlrede hatte Gegenbauer, der nicht nur 73,2 Prozent der Stimmen auf sich vereinte, sondern auch noch seinen Wunschkandidaten Thorsten Manske als Stellvertreter durchbrachte, als Gewinner des Abends betont: "Wir müssen natürlich den Wiederaufstieg schaffen und ein etablierter Erstligist werden."

Damit überzeugte er offenbar die Mitglieder, die zu später Stunde auch über einen möglichen dritten Einspruch gegen das chaotische Relegationsspiel abstimmten und sich dabei deutlich gegen diesen Schritt aussprachen. Hertha erwartet diese Woche die schriftliche Urteilsbegründung des DFB-Bundesgerichts. Danach hat der Verein mindestens eine Woche Zeit, um über einen Protest zu beraten. Das Votum der Mitglieder ist dafür nicht bindend.

Nachdem vor allem Preetz bei seinem ersten Auftritt auf der Bühne noch ein gellendes Pfeifkonzert zu hören bekam, drehte sich die Stimmung vor allem durch eine Rede von Neu-Trainer Jos Luhukay und die Enthüllung des kommenden Herta-Trikots. "Herr Preetz und Herr Gegenbauer haben mich sehr schnell von Hertha überzeugt", sagte Luhukay. "Ich bitte Sie im Interesse für Hertha BSC um Weitsicht und Geschlossenheit", hatte Preetz in dem vollen Messesaal gesagt.

In der gut achtstündigen Marathonversammlung war emotional über die abgelaufene Pleitensaison und die Zukunft debattiert worden. "Hertha bietet ein Bild großer Zerrissenheit", stellte Ex-Präsident Bernd Schiphorst dabei fest. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats forderte: "So weitermachen wie bisher, kommt nicht infrage."

Aber auch ein Neuanfang nach dem zu erwartenden Abstieg wird für die Hertha kein leichter Weg. In der 2. Liga ist Hertha zum Sparen verdammt: Statt wie zuletzt rund 27 Millionen Euro stünde mit rund 13 Millionen nicht einmal mehr die Hälfte für die Gehälter der Profis zur Verfügung, erklärte Finanz-Geschäftsführer Ingo Schiller.

Alle News vom: 30. Mai 2012 Zur Übersicht: Sport

193 Meinungen zu "Hertha geht in die zweite Liga"

  • babbelnet
    Donnerstag, 31.05.2012, 14:05 Uhr
    ach wie höflich das sie doch den weg in die 2.liga gehen,der einspruch war lächerlich,sind sportlich klar abgestiegen...
  • julianwalkert
    Donnerstag, 31.05.2012, 08:31 Uhr
    Wie geht es nun weiter mit der Hertha ? Wenn man schon nicht mehr zum DFB gehen will, gibt es andere Möglichkeiten, die Forderungen durchzusetzen: 1. Herr Preetz tritt in den Hungerstreik 2. Petition an den Papst oder wahlweise einen Friedensnobelpreisträger 3. Günter Grass droht mit einem weiteren Gedicht (das wäre dann allerdings für sich wieder ein Fall für amnesty international)
  • Sehichso
    Mittwoch, 30.05.2012, 17:30 Uhr
    @ Lemiko Sie verstehen mich falsch oder gar nicht. Inhaltlich bin ich mit Ihnen ja durchaus einer Meinung. Ich finde nur die Ausdrucksweise von Ihnen daneben. "Müllverein" oder "Mist" - auch mit ie, lasse ich aber durchaus gelten =:)
  • Sehichso
    Mittwoch, 30.05.2012, 17:23 Uhr
    @ pappisbester (...) "die erbärmlichste Hauptstadt von den Ländern in denen Fussball, Sport der Massen ist! (LEIDER) Was ist das denn für ein Gestammel? Wenn Sie Pap(p)is Bester sind möchte ich gar nicht wissen, was für Knallchargen Ihr Vater noch so in die Welt gesetzt hat. Ist Berlin oder gar Klaus Wowereit jetzt daran schuld, dass diese Gurkentruppe namens Hertha BSC abgestiegen ist? Ist Berlin
Der eine kommt, der andere geht: Mike Hanke und Daniel Caligiuri (v.li.).

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