Breno trank eine Flasche Whiskey am Tag
"Von dem Medikament habe ich immer eine Packung zu Hause gehabt, die ich mir aus der medizinischen Abteilung des Clubs einfach mitgenommen habe", hieß es in einer Erklärung, die sein Anwalt Werner Leitner vor Gericht verlas. "Der Medizinschrank war tagsüber offen und ich war wegen meiner Verletzung immer wieder in medizinischer Behandlung."
Er könne sich zwar nicht mehr erinnern, ob er das Medikament auch in der Brandnacht eingenommen habe, ließ Breno am siebten Verhandlungstag erklären. Dies sei aber gut möglich.
Auch Alkohol war in den Monaten vor dem Brand wohl sein Begleiter, wie aus Aussagen des Aachener Psychiaters Henning Saß hervorgeht. Seinen Angaben zufolge trank Breno in der Zeit vor dem Brand bis zu einer Flasche Whiskey am Tag.
Er habe nach seiner Rückkehr vom 1. FC Nürnberg zum Ende der Saison 2009/10 regelmäßig getrunken, etwa einmal pro Woche, berichtete Saß. Am fraglichen Abend habe er Bier, fast einen Liter Portwein und viel Whiskey getrunken. Nach Angaben einer Gerichtsmedizinerin war Breno bei Brandausbruch aber nicht so betrunken, dass er unzurechnungsfähig gewesen sei.
Sein ehemaliger Manager hatte schon vor gut einer Woche im Zeugenstand ausgesagt, Breno habe in der Brandnacht vom 19. auf den 20. September nicht nur unter Alkohol-, sondern auch unter Medikamenteneinfluss gestanden. "Eins steht fest: Der Breno war in dieser Nacht ein anderer als der, den wir sonst kennen", betonte sein Anwalt nach der Verhandlung.
Brenos Ex-Manager hatte zu Protokoll gegeben, der Abwehrspieler habe beim FC Bayern wiederholt Medikamente wie Schlafmittel erhalten. Dies hatte der Verein zurückgewiesen. "Diese Aussagen entbehren jeglicher Grundlage. Grundsätzlich gibt es beim FC Bayern keine Schlafmittel", hielt am vergangenen Montag der damalige Sportdirektor Christian Nerlinger dagegen. "Es bleibt bei dieser Aussage", bekräftigte am Dienstag Bayern-Mediendirektor Markus Hörwick.
Wenn er schlecht schlafen konnte, habe er immer wieder auf das Medikament zurückgegriffen, ließ Breno über seinen Anwalt erklären. An dem Abend, an dem das Feuer ausbrach, sei er wegen einer anstehenden medizinischen Untersuchung am nächsten Tag sehr nervös gewesen.
Seit Mitte Juni muss sich Breno wegen des Vorwurfs der schweren Brandstiftung vor Gericht verantworten. Laut Anklage soll er im September vergangenen Jahres seine angemietete Villa im Münchner Nobel-Vorort Grünwald vorsätzlich in Brand gesteckt haben. Er selbst schweigt zu den Vorwürfen und hat bislang nur Angaben zu seiner Person und nun auch zu seinem Medikamentenkonsum gemacht.
Um diesen genauer klären zu können, hat die Verteidigung für diesen Mittwoch die Befragung eines weiteren Mediziners beantragt, der Breno nach dem Brand untersucht hatte. Außerdem soll auch noch einmal Psychiater Saß zu Brenos psychischem Zustand aussagen. Sollte es dann keine weiteren Beweisanträge geben, kommt es im Anschluss zum Plädoyer der Staatsanwaltschaft.)
37 Meinungen zu "Breno: Flasche Whiskey am Tag"
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easylife
Mittwoch, 04.07.2012, 17:17 Uhr @Baseler Seite 4 Ja klar, Voltaren, ein frei käufliches Schmerzmittel, bei Fußballern äußerst beliebt, da Leistungspushend, steht auch auf der Liste, wird dennoch genommen! Voltaren als Schmerzgel steht meines Wissens nach nicht auf der Dopingliste. Wir reden hier aber über ganz andere Mittel. -
heiner65
Mittwoch, 04.07.2012, 15:41 Uhr Der Name Leuchtenkopf sagt schon alles. Wahrscheinlich ist er Breno sehr ähnlich: nämlich nichts in der Birne -
heiner65
Mittwoch, 04.07.2012, 15:38 Uhr Der FCB tut doch alles für seine Spieler. Die haben doch auch dafür gesorgt, dass Breno aus der U-Haft kommt. Wenn ich lese, wie Leuchtenkopf über Hoeneß schreibt, könnte ich das große K... kriegen. Denn Uli H. noch keinen seiner Spieler im Stich gelassen. Breno wollte sich halt nicht anpassen, lieber saufen. -
goethe79
Mittwoch, 04.07.2012, 15:29 Uhr Hallo Leuchtenkopf, es wird niemand gezwungen beim FC Bayern zu spielen. Wenn man bei diesem Verein spielt sollte man schon eine gewisse mentale Stärke haben. Man weiss was auf einem zukommen kann. Aus deinen Zeilen spricht der blanke Neid dass du nicht beim FCB unter Vertrag stehst.
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