Steckbrief
| Chassis | Lotus T128 |
| Motor | Cosworth CA2011 |
| Reifen | Pirelli |
| Fahrer 1 | Jarno Trulli |
| Fahrer 2 | Heikki Kovalainen |
(Stand: 17. Februar 2011) Ursprünglich wurde das Lotus-Team 1954 vom genialen britischen Konstrukteur Colin Chapman gegründet. Der Traditionsrennstall feierte mit Piloten wie Jim Clark, Graham Hill, Jochen Rindt und Mario Andretti große Erfolge und gewann 1978 die bis dato letzten seiner insgesamt 13 WM-Titel.
In die Geschichte gingen vor allem Chapmans zum Teil geniale Ideen wie etwa der "Ground-Effect" ein. Seine letzte große "Erfindung" vor dem Todt war die aktive Radaufhängung. Doch nach dem Weggang von Ayrton Senna Ende 1987 konnte Lotus in der Formel 1 nie wieder an frühere Erfolge anknüpfen. Ende 1994 schien das Kapitel schließlich ganz beendet.
Als die FIA 2009 nach neuen Teams für die Weltmeisterschaft 2010 suchte, bewarb sich auch Lotus. Der Designer Mike Gascoyne hatte von Toyota in Deutschland und dem Formel-3-Team Litespeed in Großbritannien mehrere Ingenieure für ein Projekt zusammengetrommelt. Die Finanzierung kam beim Projekt "Lotus neu" aus Malaysia, angeführt von AirAsia-Boss Tony Fernandes und der Regierung. Die Fabrik des Rennstalls ist in Hingham in der Grafschaft Norfolk angesiedelt, also ganz in der Nähe der traditionellen Lotus-Basis.
Im Premierenjahr 2010 trat das Team als "Lotus Racing" an - mit einer Lizenz der Lotus-Gruppe. Diese kündigte die Lizenzvereinbarung jedoch schon nach einem von fünf Jahren auf. Fernandes erwarb stattdessen die Rechte am Originalnamen "Team Lotus" (von James Hunts Bruder David), während die Lotus-Gruppe gleichzeitig bei Renault einstieg und ihr eigenes Formel-1-Projekt plante.
Ein Rechtsstreit soll demnächst die Ansprüche auf die Marke Lotus klären.
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