Zu Beginn seiner Karriere fuhr der Italiener im Kart Kreise um seine Konkurrenten, genau wie später in der Formel 3 - und auch in der Formel 1 zeigte er 1997 bei Minardi und mit Führungsrunden in Spielberg auf Prost seine fahrerische Klasse. Bis 1999 stand er bei Prost unter Vertrag, wo er mit Schnelligkeit überzeugen konnte. 2000 und 2001 war er bei Jordan deutlich schneller als Heinz-Harald-Frentzen, was ihm einen Renault-Vertrag einbrachte. Erst 2004 verließ er die Franzosen nach einigen guten Platzierungen in Richtung Toyota - nicht ganz freiwillig.
Bei Toyota machte sich Trulli dank seiner Grundschnelligkeit schnell einen Namen, und 2005 deklassierte er phasenweise sogar seinen höher eingeschätzten Teamkollegen Ralf Schumacher - speziell im Qualifying. Dennoch hatte er am Ende der Saison weniger Punkte auf seinem WM-Konto als der Deutsche, genau wie auch 2006. Erst 2007 schnitt er erstmals besser ab als "Schumi II". 2008 hatte er Timo Glock über weite Strecken im Griff. In Frankreich stand er sogar auf dem Podium.
Nach dem Ausstieg von Toyota lief Trulli Gefahr, kein neues Cockpit mehr zu finden. Letztendlich entschied er sich dafür, mit dem neuen Team Lotus noch einmal Aufbauarbeit zu leisten. Sein alter Bekannter Mike Gascoyne hatte ihm dies schmackhaft gemacht.
Neben der Strecke schreibt Trulli übrigens als Winzer immer wieder Schlagzeilen - seine Weine, die er gemeinsam mit seinem Vater international vertreibt, haben schon viele Preise gewonnen.
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