Steckbrief
| Chassis | Toro Rosso STR6 |
| Motor | Ferrari 056 |
| Reifen | Pirelli |
| Fahrer 1 | Sebastien Buemi |
| Fahrer 2 | Jaime Alguersuari |
(Stand: 17. Februar 2011) "Toro Rosso" bedeutet zu Deutsch so viel wie "Roter Bulle", was die Eigentümerfrage im Italienischen des ehemaligen Minardi-Teams beantwortet: Der österreichische Energydrink-Hersteller Red Bull zieht bei der Scuderia aus Faenza seit 2006 die Fäden - seit Ende 2008 ohne Gerhard Berger, der zuvor mit 50 Prozent beteiligt war.
Das Ziel von Toro Rosso war ursprünglich, den Red-Bull-Kaderfahrern den Einstieg in die Formel 1 zu ermöglichen und ihnen dort in einem Lehrjahr den nötigen Feinschliff zu verpassen. Inzwischen will sich der Rennstall jedoch auch als konkurrenzfähiges Team in der Königsklasse des Motorsports etablieren. Verglichen mit den Großen verfügt man jedoch über verhältnismäßig bescheidene Ressourcen. Technisch ist Ex-Ferrari-Mann Giorgio Ascanelli verantwortlich.
Seit 2010 operiert Toro Rosso unabhängig vom "großen Bruder" Red Bull, weil das Reglement keine Kundenautos mehr gestattet. Dadurch musste die Fabrik in Faenza in den Jahren 2009 und 2010 personell erweitert und vergrößert werden. Bis dahin wurden zwar die Teile in Faenza produziert, das Design fand jedoch bei Red Bull in Milton Keynes statt.
Übrigens: Das Sagen haben bei der Scuderia Toro Rosso nicht mehr Paul Stoddart und Gian Carlo Minardi, sondern der Österreicher Franz Tost. Den früheren Logistikchef von BMW soll Dietrich Mateschitz persönlich für den Posten des Teamchefs ausgesucht haben. Und was hat sich Tost als Ziel vorgenommen? "Wir wollen in ein paar Jahren zu den Topteams aufschließen", kündigte er bei seiner Amtsübernahme im Jahr 2006 an.
Gesagt, getan: 2008 gelang dem Team mit Sebastian Vettel in Monza sensationell der erste Sieg. Seither blieben vergleichbare sportliche Erfolge jedoch aus.
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