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09.01.2012, 10:10 Uhr

Cabela's Survival: Shadows of Katmai

Wenn der Name des US-Jagdausrüsters "Cabela's" auf einem Spiel prangt, darf man davon ausgehen, dass in den folgenden Stunden politisch reichlich inkorrekt scharenweise Wildtiere über den Haufen geschossen werden müssen. In vorangegangenen Titeln geschah dies ausschließlich in "Moorhuhnjagd"-Manier, bei "Cabela's Survival: Shadows of Katmai" geht man jedoch neue Wege. Der PS3-, Xbox-360- und Wii-Titel will eine Art virtueller Überlebenstrip durchs winterliche Alaska sein.

Von Sixten Lehmann

Geneigte Spieler schlüpfen in die Haut des Piloten Logan James, der sich nach einem Flugzeugabsturz verletzt in einem entlegenen Teil des Hochlandes wiederfindet. Zwar wird der kernige Naturbursche von einem vermeintlich verrückten Einsiedler aufgelesen. Von Logans Passagier - einer mysteriösen Wissenschaftlerin, die etwas Geheimes zu einer Forschungsstation bringen sollte - fehlt aber jede Spur.

Mit Pistole und Jagdgewehr im Anschlag macht man sich nun auf, Dr. West zu finden. Doch Lawinen, Schneestürme, Wölfe und Bären setzen dem aus der Schulterperspektive gesteuerten Logan ebenso zu wie Hängepartien in luftigen Höhen, penetrante Vögelschwärme und eine Handhabe, die umständlicher und unpräziser kaum sein könnte. Das Hangeln von Vorsprung zu Vorsprung wird aufgrund des permanent erforderlichen Tasteneinsatzes schnell zur Geduldsprobe - wie es komfortabler geht, zeigt Sonys "Uncharted"-Reihe. Hinzu kommen eine mitunter katastrophale Kameraführung und ein schwammiges Fadenkreuz, sollte man sich fürs klassische Gamepad und gegen das Plastik-Infrarotgewehr Top Shot Elite entscheiden, das manchen Versionen beiliegt.

Schweigen die Waffen, stehen kleine Ausfahrten mit dem Hundeschlitten, das Lesen von Fährten, das Ausbuddeln eingeschneiter Ausrüstung und das Auflesen verstreuter Tagebucheinträge auf dem Programm. Klingt nach Abwechslung, kann aber nur bedingt darüber hinwegtäuschen, dass "Cabela's Survival: Shadows of Katmai" eine recht monotone und grafisch völlig veraltete Angelegenheit mit Alibi-Story geworden ist, die auf zwei Hauptbeschäftigungen setzt: klettern und schießen.

Wer hingegen nur ballern möchte, kann sich im Hauptmenü auch gleich auf die "Schießstände" begeben. Hier darf in alter "Cabela's"-Manier auf alles geschossen werden darf, was sich bewegt, während die Kamera wie auf Schienen durch die unterschiedlichen Level segelt.

Fazit: Die Richtung, die Publisher Activision Blizzard mit "Survival: Shadows of Katmai" eingeschlagen hat, ist interessant - die technische Umsetzung jedoch dürftig. Ein klarer Fall für die Nische.

Wertung

Grafik ausreichend
Sound ausreichend
Steuerung ausreichend
Spielspaß ausreichend
Gesamt ausreichend

Datenblatt

Titel Cabela's Survival: Shadows of Katmai
Genre Action
Alter ab 12 Jahren
Schwierigkeit Für Fortgeschrittene
Plattform PlayStation3, Wii, Xbox 360 (getestet)
System
Mehrspieler 1-2
Entwickler Activision Blizzard
Anbieter Activision Blizzard
Preis ca. 40 Euro
EAN 5030917101090

© teleschau - der mediendienst GmbH

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