Zur mobilen Ansicht wechseln

26.06.2012, 14:38 Uhr

Merck Serono blockt Gespräche

Der Pharma- und Chemiekonzern Merck Serono will sich nicht an den vom Genfer Staatsrat einberufenen Verhandlungstisch setzen. Auch eine Neuverhandlung des Sozialplans - eine der Hauptforderungen des Personals - schliesst Merck Serono aus.

Das Unternehmen habe seinen definitiven Entscheid letzte Woche getroffen, daher nehme man nicht an der Mediation des Genfer Regierungsrats teil, sagte Verwaltungsratspräsident François Naef am Dienstag der Nachrichtenagentur sda. Diese sei zudem unnötig, da Merck Serono den Dialog mit der ehemaligen Personalkommission fortführen werde.

Der Genfer Regierungsrat François Longchamp hatte letzte Woche die Führung von Merck Serono sowie die Gewerkschaft und die Vertreter des Personals an den runden Tisch eingeladen. Das Personal entschied daraufhin, den Streik bis am (heutigen) Dienstag auszusetzen.

Teilnahme an Task Force

Zum ersten Mal nahm Merck Serono am Dienstag an einer Stizung der Task Force teil, wie Naef sagte. Bisher hatte sich das Unternehmen geweigert, sich an der Task Force zu beteiligen, in der unter anderen die Genfer Regierung, das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) und die Angestellten von Merck Serono vertreten sind.

Man sei bereit, in diesem Rahmen nach Lösungen ausserhalb von Merck Serono zu suchen und alle Möglichkeiten zur Wiedereingliederung der Entlassenen zu prüfen, sagte Naef nun. Am Dienstagmorgen wurde bekannt, dass das US-Unternehmen Quintiles den Betroffenen mindestens 100 Beschäftigungsangebote anbieten wird.

Laut Naef werden zudem 130 Mitarbeitende frühpensioniert. Gespräche über die Verlagerung von Arbeitsplätzen hätten begonnen, sagte Naef. Rund 130 Stellen sollen in den Kanton Waadt, mehr als 600 nach Darmstadt, Boston und Peking ausgelagert werden.

Insgesamt gehen durch die Schliessung des Standortes Genf in der Stadt an der Rhone rund 1250 Arbeitsplätze verloren. Auf im Rahmen des Konsultationsverfahren eingebrachte alternative Vorschläge zur Schliessung des Standorts Genfs war Merck Serono nicht eingetreten.

© sda

Alle News vom: 26. Juni 2012 Zur Übersicht: Schweiz

Bisher wurde hierzu noch keine Meinung abgegeben. Aber Sie haben doch bestimmt eine!

Partnerangebote
Région FribourgQuiz

Hornussen auf dem Matterhorn - wie geht denn das? >

740 Millionen Franken sollen in mehr Sicherheit investiert werden. >

Tierpark Goldau kann in diesem Jahr keine Küken auswildern. >

In Sion: Schneuwly stellt Sieg sicher

Abgeklärte Berner Oberländer feiern knappen Sieg. >


Internet Made in GermanyIhr GMX-Postfach ist grünGMX unterstützt Unicef

Sie lesen gerade: Merck Serono blockt Gespräche. Pharmakonzern will sich nicht an den Verhandlungstisch setzen.