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18.07.2012, 11:06 Uhr

Schweizer Chefsessel bleiben häufig leer

Die Chefsessel in der Schweiz bleiben häufig leer: Fast 10 Prozent der Firmen in der Schweiz stehen vor einem Nachfolgeproblem.

Vor allem grosse Einzelfirmen haben es verpasst, die Geschäftsübergabe zu regeln. Insgesamt sind es 45'057 Firmen, die ihre Zukunft noch organisieren müssen. Das entspricht einem Anteil von 9,7 Prozent aller aktiven im Handelsregister eingetragenen Einzelfirmen, GmbHs und Aktiengesellschaften (AGs).

Gemäss einer am Mittwoch publizierten Studie des Wirtschaftsinformationsdiensts Credita bestehen je nach Betriebsgrösse deutliche Unterschiede. Grössere AGs und GmbHs haben beispielsweise weniger Probleme. Grössere Einzelfirmen hingegen sind stärker betroffen.

Generell sind es vor allem Einzelfirmen, die ihre Nachfolge noch nicht organisiert haben. Der Anteil beträgt 15,7 Prozent. Bei den Aktiengesellschaften liegt der Anteil bei 9,2 Prozent und bei den GmbHs (Gesellschaft mit beschränkter Haftung) bei 3,1 Prozent.

Die Autoren der Studie stellen eine potenzielle offene Nachfolgeregelung fest, sofern der im Handelsregister eingetragene Inhaber respektive die Gesellschafter 60 oder mehr Jahre alt sind.

In der südlichen und westlichen Schweiz sei dieser Anteil höher, in der Zentralschweiz und in Zürich liegen die Werte unter dem Durchschnitt.

Nach Branchen betrachtet haben Informatikunternehmen den geringsten Wert. Nur 5 Prozent der Firmen haben eine ungeregelte Nachfolge. Bei den Immobilienmaklern und -verwaltern sind es hingegen 13,2 Prozent.

© sda

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