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06.02.2012, 08:14 Uhr

Julius Bär geht von Strafzahlung in den USA aus

Die Bank Julius Bär erwartet, im Zuge des Steuerkonflikts mit den USA eine Strafe an die dortigen Behörden bezahlen zu müssen. Wieviel das sein wird, bleibt abzuwarten.

"Die Situation ist bei jeder Bank anders. Es kann gut sein, dass wir eine Strafe bezahlen müssen", sagte Bank-Bär-Chef Boris Collardi während einer Telefonkonferenz mit Nachrichtenagenturen. Eine Klage gegen die Zürcher Vermögensverwalterin hält Collardi dagegen für weniger wahrscheinlich.

"Wir haben proaktiv gehandelt und kooperieren voll mit den US-Behörden", sagte Collardi. Seine Bank unterstütze die Verhandlungen zwischen der Schweiz und den USA "voll und ganz". Der Bankchef glaubt daran, dass am Ende des Steuerkonflikts eine "für beide Seiten zufriedenstellende" Lösung ausgehandelt wird.

Finanzchef Dieter Enkelmann konnte nicht beziffern, wie hoch eine mögliche Strafsumme in den USA sein könnte. Daher sei es auch nicht möglich, über die Höhe von Rückstellungen zu sprechen, oder wie eine solche Zahlung die Dividende beeinflussen werde. Für 2011 bezahlt die Bank ihren Anteilseignern 60 Rp. Dividende plus 40 Rp. Sonderdividende pro Aktie.

Julius Bär ist wie eine Reihe anderer Schweizer Banken im Visier der US-Steuerverwaltung und des US-Justizministeriums. Eine Global-Lösung für US-Kunden Schweizer Banken gibt es nach wie vor nicht. Mit dem Verkauf der St. Galler Privatbank Wegelin unter dem Druck drohender US-Klagen Ende Januar hat der Steuerstreit erst kürzlich einen neuen dramatischen Höhepunkt erreicht.

Weniger Gewinn

Für das Geschäftsjahr 2011 muss die Bank einen Gewinnrückgang hinnehmen. Der adjustierte Konzerngewinn ging 2011 um 21 Prozent auf 401 Mio. Fr. zurück, während der zugrundeliegende Gewinn um 10 Prozent auf 452 Mio. Fr. schrumpfte.

Darin enthalten sind aber nicht die 50 Mio. Euro Ablasszahlung, welche die Vermögensverwalterin im Frühling an Deutschland gezahlt hatte. So konnte die Bank erreichen, dass ihre Mitarbeiter oder eventuell auch das Institut selbst wegen Steuerdelikten von Kunden unbehelligt blieb.

© sda

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2 Meinungen zu "Julius Bär erwartet Strafe"

  • MicheloAngelo
    Montag, 06.02.2012, 14:21 Uhr
    Jede ausländische Firma die in den USA eine gewisse grösse erreicht wird vom der US Regierung angegriffen, siehe Sulzer Medica, Nike, Adidas, UBS,CS, Novartis, Roche. Insgesamt mehrere Milliarden abfindungen. Sogar als die BBC lügte (Transport von Juden durch die Schweiz während des zweiten Weltkrieges, was nachweislich gelogen ist) durften die Banken eine Abfindung zahlen (Bergier Bericht) Die USA sind und bleiben eine korrupte Bananenrebubilk
  • MicheloAngelo
    Montag, 06.02.2012, 14:16 Uhr
    --------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Wieso gibt die Bank nicht mal die Adressen der Anwälte bekannt die da mitmsichten (nicht der Kunden). Mal sehen wie die Amis dann mit ihrem geliebeten Anwaltsgeheimnis umgehen. Das ist bei denen so heilig wie das Bankgeheimnis in der Schweiz. Weshalb droht die Schweiz (Banken) nicht die etwa 15'000 Bankangestellten in den USA zu entlassen. ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------
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