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15.06.2012, 15:33 Uhr

Todes-Car: Die Technik war es nicht

Die Ursache des Busunglücks im Wallis muss im menschlichen Bereich liegen. Technische Probleme schloss der Oberstaatsanwalt des Mittelwallis, Olivier Elsig, am Freitag in Brüssel aus. Untersucht wird nun das Verhalten des Carchauffeurs.

Die Ermittler wissen noch nicht, wie es zum Unfall des belgischen Cars in einem Tunnel bei Sitten kommen konnte. Bisher können sie lediglich technische Probleme ausschliessen, wie die Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis mitteilte.

Ausgeschlossen werden auch eine Einwirkung von Dritten und Mängel an der Strasse oder an der Tunnelinfrastruktur. Zudem fuhr der Carchauffeur weder unter Alkoholeinfluss noch zu schnell. Und schliesslich wies auch der Reisebus keine technischen Probleme oder mangelnden Unterhalt auf.

Fahrer im Fokus

Was führte zum Busunglück von Siders? Die Behörden informieren am Nachmittag. (Archivbild)

Behörden informieren über Busunglück im Wallis vom März. >

Nachdem die Ermittler technische Probleme ausgeschlossen haben, konzentrieren sie sich auf den Fahrer. Gemäss Mitteilung der Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Wallis verliess der Car St-Luc im Val d'Anniviers gegen 19.45 Uhr.

Zu diesem Zeitpunkt sass ein 52-jähriger Chauffeur am Steuer, der "erfahrenere" von zwei Carlenkern. Das Fahrzeug habe die Talebene gegen 21.10 Uhr erreicht. Dort sei nach kurzem Anhalten ein Lenkerwechsel vorgenommen worden.

Ein 32-jähriger Chauffeur habe das Lenkrad übernommen. Nach einer in rund zwei Minuten zurückgelegten Strecke von 2.222 Metern habe sich dann der Unfall ereignet. Die Geschwindigkeit des Busses habe in diesen zwei Minuten zwischen 99 und 100 km/h gelegen. Erlaubt ist im Tunnel Tempo 100.

Randstein berührt

Die Aufprallgeschwindigkeit habe zwischen 99 und 101 km/h betragen. Der Reisecar sei ungefähr 75 Meter vor dem Kollisionspunkt auf die rechte Bordsteinkante gefahren und habe so seine Fahrt mit einer Geschwindigkeit vom 27 Metern pro Sekunde bis zum Unfallort fortgesetzt.

"Die Zeit zwischen dem Auffahren auf den Randstein und der Endlage betrug weniger als drei Sekunden. Es konnte weder eine markante Richtungsänderung noch eine Bremsung festgestellt werden", schreibt die Oberstaatsanwaltschaft.

Die Untersuchung des Busunglücks wird fortgeführt und konzentriert sich auf "Ursachen im Zusammenhang mit dem Lenker des Reisecars". Oberstaatsanwalt Olivier Elsig hofft, die Untersuchungen Ende Sommer abschliessen zu können, wie er in Brüssel vor den Medien erklärte.

© sda

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5 Meinungen zu "Todes-Car: Technik nicht schuld"

  • susanne3333
    Samstag, 16.06.2012, 15:34 Uhr
    Der Grund war doch klar und wurde von den Kindern - spätestens in Belgien - den Medien auch mitgeteilt!: Der Lenker des Cars hat während der Fahrt eine Aufforderung erhalten die Musikkassette - resp. die CD - im Player zu wechseln! das haben mehr als nur ein Kind übereinstimmend so mitgeteilt.
  • rolste
    Samstag, 16.06.2012, 10:43 Uhr
    Genau. In solchen Blogs zählen nur Emotionen. Es sind dieselben welche es fertigbringen im Connyland die Delphinshow zu verbiten, aber gleichzeitig in der rechten Hand in eine Wurst beissen ohne weiter darüber nachzudenken dass diese Wurst auch mal 4 Beine hatte.
  • karo12
    Samstag, 16.06.2012, 10:40 Uhr
    @Rolste Du meinst. kritisches Nachdenken unerwünscht ?
  • rolste
    Samstag, 16.06.2012, 10:35 Uhr
    Du hast recht. Leider scheint das aber wieder mal niemand zu interessieren. Wäre aber das Thema "Delphin im Connyland" oder "Dieter Bohlen" gäbe es jetzt schon mindestens 200 "Wald-und Wiesen "blabla-Meinungen" Das ist eben die breite Masse und damit machen die Medien Kohle.
  • karo12
    Samstag, 16.06.2012, 08:14 Uhr
    So tragisch das Unglück auch war, was gibt es da noch lange zu diskutieren ? Hier wird aufgezählt "WAS ES NICHT" wahr, statt was es war. Nur das Zweite ist interessant. Für mich ist der Fall klar. Wenn kein Technikversagen oder gesundheitliche Probleme des Fahrers vorliegen, dann lgubt es logischerweise nur eine einzige Antwort: Der Fahrer ist mit happigen 100 Km/h, also mit voller Fahrt in die Nischenwand des Tunnels gebrettert. Im Klartext: Er ist in ein STEHENDES HINDERNIS (!) reingefahren. Der Sachschaden (Fahrzeugfront vorne rechts) zeigt es ja mehr als deutlich und ist selbst für einen Laien ein offenes Buch des Unfallhergangs. (Ich spreche hier nicht von "Schuld", sonden von Unfallhergang. $ Würde ein "gewöhnliche Automobilist" in ein Haus reinfahren, so wäre die Schuldfrage für jeden Polizeibeamten und Richter absolut klar und das Urteil eindeutig. Also, was gibt es da noch lange zu diskutieren? Offenbar geht es hier wieder mal nur um reines "Juristenfutter" um allfällighe Zahlungen an die Opfer nach Möglichkeit zu vermeiden. Seltsam ist zudem noch eine andere Erkenntnis! Warum wird dieses Thema exakt zum Zeitpunkt der geplanten "Big Brother Iniiative" von ASTRA, in den Medien zum Aufhänger gemacht ? Genau zu diesem Zeitpunkt auf, bei welchem die .Schweizerbehörden beabsichtigen, in die Schweiz mit Überwachungskameras Kameras vollzustopfen ( zuerst unter dem Vorwand "Verkehrssicherheit" in sämtlichen Schweizertunnels ( später dürfte dann auch der Rest folgen. um den "bösen Schweizerbürger" auf Knopfdruck 24 Std. zu überwachen "Bigbrother" a la Ex- DDR in Grossformat nach englischen Vorbild. Solche traurige Unfälle wie Wallis oder auch Gubrist (letzte Woche) scheinen ASTRA und Co, geradezu willkommen zu sein um das Volk zu sensibilisieren um die benötigten Steuer-Millionen" zu bekommen ohne das Volk zu fragen. Da auch die entsprechenden Idustriellen und Lieferanten für die dazubenötigte Technik in Stände und Ntionalrat sitzen um dort ihre wirtschaftlichen Interessen vertreten, werden auch solche Pläne wieder mal ohne Volksabstimmung beschlossen werden. Jetzt ist ja sowieso Fussball angesagt und das scheint wichtiger zu sein. Mit dem vermeintlich "dummen Schweizer" kann man ja offenbar alles machen. Schlau gemacht aber leicht zu durchschauen.
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