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11.07.2012, 08:08 Uhr

Zeitung meldet Steuer-Razzien in Deutschland

Steuerfahnder haben nach Angaben der Zeitung "Handelsblatt" bei deutschen Kunden der Schweizer Grossbank Credit Suisse in ganz Deutschland Hausdurchsuchungen vorgenommen. Grund seien Erkenntnisse über Steuerhinterziehungen, berichtete die Zeitung am Dienstabend in ihrer Online-Ausgabe.

Der Sprecher der Credit Suisse, Marc Dosch, sagte der Nachrichtenagentur sda auf Anfrage, bei "einer Anzahl von deutschen Kunden der Credit Suisse Schweiz" hätten Untersuchungen stattgefunden.

Laut "Handelsblatt" wurden mit Hilfe von Scheinversicherungen "Milliarden von Euro am deutschen Fiskus vorbeigeschleust". Bei den Scheinversicherungen handle es sich um Produkte der Tochterfirma Credit Suisse Life mit Sitz auf Bermuda. Insider hätten berichtet, die Bank habe normale Konten als steuerfreie Versicherungen getarnt.

Dosch sagte der Nachrichtenagentur sda, es handle sich um Bankprodukte, die korrekt verkauft worden seien. Die Kunden aus Deutschland seien zudem darauf hingewiesen worden, "dass die Steuerpflicht bei ihnen selbst liegt, und das haben die Kunden unterzeichnet".

Laut "Handelsblatt" gelangten "verfängliche Daten über ein Leck innerhalb der Bank an die deutschen Steuerfahnder". Dazu könne Credit Suisse "keine Angaben machen", sagte Dosch.

Der Zeitung zufolge werden die Ermittlungen über die Steuerfahndung Wuppertal koordiniert. Nordrhein-Westfalens Finanzminister Norbert Walter-Borjans habe die Angaben bislang weder bestätigen noch dementieren wollen.

Laut "Handelsblatt", das weitere Berichterstattung über den Fall in ihrer Mittwochausgabe ankündigte, sollen rund 7000 Kunden der Credit Suisse betroffen sein, die meisten von ihnen Deutsche. In Zürcher Finanzkreisen hiess es dazu am Dienstagabend nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa, dies sei vermutlich zu hoch gegriffen.

© sda

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2 Meinungen zu "Steuerfahnder bei CS-Kunden"

  • Peter188
    Mittwoch, 11.07.2012, 12:48 Uhr
    Gehören Merkel & Schäuble auch dazu?? Die sind doch häufig in der Schweiz. Mich würde interessieren welche Sorte von Steuerbetrügern den erwischt wird. Die ganz schlauen mit Anwalt und Tarnfirmen sicher nicht. Aber vielleicht die Schwarzgeld Handwerker, die auch ein Fereinhaus im Ausland haben.
  • alamosa
    Mittwoch, 11.07.2012, 10:47 Uhr
    ..und der wert der cs-aktie sackt weiter und weiter ab. Ich sage ganz klar und einmal mehr: Jetzt muss endlich das Management ausgewechselt werden das die Verantwortung trägt für das jahrelange und weitergehende Debakel. Ebenfalls die entsprechenden Manager, die diese Geschäfte zu verantworten hatten, denn sie haben dafür ebenfalls horrende Boni erhalten. Ein einfacher Arbeiter wäre schon lange gefeuert worden und bei diesen Gaunern schaut man einfach zu. Warum gründen die Aktionäre nicht einen Pool, um juristisch gegen Dougan und Co vorgehen zu können. Dieser hat doch offensichtlich die Bank schon seit längerem nicht mehr im Griff umnd sein arrogantes Auftreten ist noch der Deckel auf eine leere Pfanne. Wir Aktionäre wollen endlich Taten und Entscheidungen sehen und das kann nur mit einem neuen Management erreicht werden.
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