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02.08.2012, 22:49 Uhr

Gold für Radsprinterinnen - Drei Mal Bronze

London (dpa) - Die Teamsprinterinnen Miriam Welte und Kristina Vogel haben einem deutschen Bronze-Tag in London goldenen Glanz verliehen. Die Radsportlerinnen mussten sich im Finale zwar dem Duo aus China geschlagen geben, wurden aber durch Jury-Entscheid nachträglich auf Rang eins gesetzt.

Durch Bronze für das Sprintteam der Männer, Judoka Dimitri Peters und Tischtennis-Star Dimitrij Ovtcharov erhöhte die deutsche Olympia-Mannschaft die Anzahl ihrer Plaketten am sechsten Wettkampftag der Spiele auf 17.

Die Radsprinter René Enders, Robert Förstemann und Maximilian Levy bezwangen am Donnerstag im kleinen Finale um Bronze Australien. Ovtcharov gewann das Spiel um Platz drei gegen Chuang Chih-Yuan aus Taiwan mit 4:2 Sätzen und holte die erste deutsche Einzel-Medaille bei Olympia seit Jörg Roßkopf 1996. Peters im kleinen Finale der Judo-Kategorie bis 100 Kilogramm den Usbeken Ramziddin Sayidov und eroberte die dritte Medaille für die deutschen Mattenkämpfer in London.

Slalom-Kanutin Jasmin Schornberg belegte im Wildwasserkanal den fünften Platz im Finale des Kajak-Einers. Mittelgewichtler Stefan Härtel ist nur noch einen Sieg von einer Box-Medaille entfernt. Der 24 Jahre alte Sportsoldat bezwang im Achtelfinale den Iren Darren O'Neill mit 19:12. Als letzte deutsche Tennisspielerin verabschiedete sich Angelique Kerber im Einzel von Olympia. Sie unterlag Victoria Asarenka aus Weißrussland in zwei Sätzen. Im Mixed zogen Sabine Lisicki und Christopher Kas überraschend ins Viertelfinale ein.

Nach 86 von 302 Entscheidungen belegt das deutsche Team mit vier Gold-, acht Silber- und fünf Bronzemedaillen im Medaillenspiegel den sechsten Rang. An der Spitze blieb alles beim Alten: China (18-11-4) führt weiter klar vor den USA (15-8-9). Mit drei Mal Gold an einem Tag machte Großbritannien (5-6-4) einen Sprung auf Platz fünf. Chris Hoy eroberte mit dem siegreichen Radteam sein fünftes Olympia-Gold.

Die deutsche Ruder-Flotte schlägt sich bei Olympia weiter achtbar. Am drittletzten Wettkampftag auf dem Dorney Lake zogen mit dem Vierer ohne Steuermann und den beiden leichten Doppelzweiern drei weitere Boote in die Endläufe ein. Nicht gut lief es für Marie-Louise Dräger, die im Einer-Halbfinale Letzte wurde und im B-Finale antreten muss.

Für einen Lichtblick bei den deutschen Schwimmern sorgte Steffen Deibler. Der Hamburger schwamm in persönlicher Bestzeit von 51,92 Sekunden über 100 Meter Schmetterling als Sechstbester ins Halbfinale am Abend. Die Runde der letzten 16 erreichte auch Benjamin Starke. Nach ihrem Vorlauf-Aus über 100 Meter kam Rückenschwimmerin Jenny Mensing über 200 Meter ins Halbfinale. Im Beachvolleyball kamen Sara Goller und Laura Ludwig als drittes deutsches Duo ins Achtelfinale. Vor Weymouth fiel Surferin Moana Delle auf Gesamtplatz vier zurück.

Die Hockey-Damen feierten ihren zweiten Sieg und erhielten sich mit dem 2:0 gegen Südafrika ihre Halbfinal-Chance. Die Volleyballer feierten mit dem 3:2 gegen Serbien ihren ersten Vorrundensieg und können wieder aufs Viertelfinale hoffen. Dank Dorothee Schneider legte das Dressurteam einen guten Start hin. Die 43-Jährige ritt mit Diva Royal zu 76,277 Prozentpunkten. Für die deutsche Mannschaft reiten am Freitag Kristina Sprehe und Helen Langehanenberg.

Die Schnellfeuerschützen Christian Reitz und Ralf Schumann müssen um die Final-Teilnahme bangen. Reitz lag zur Hälfte der Qualifikation nur auf Rang acht. Der dreimalige Olympiasieger Schumann braucht als 15. ein kleines Wunder für das Finale der besten Sechs.

Alle News vom: 2. August 2012 Zur Übersicht: Olympia

8 Meinungen zu "Deutschland sammelt Edelmetall"

  • MrSaylor
    Freitag, 03.08.2012, 10:04 Uhr
    Ja ja , die Presse . Polarisierende und reißende Überschriften sind der Garant für Umsatz oder für das Gute Verkaufen von Artikeln oder Zeitungen . Man darf sich eben nicht emotionalisieren lassen . Ich denke , je emotionaler ein Artikel , desto mehr Vorbild ist er auch für die Lebenseinstellungen und Werte der Leserschaft . Traurig . Ich will nicht wissen , wieviele emotionale Artikel schon Vorbild waren für spätere Attentate, Morde oder andere Beziehungstaten . Die Menschen sind soooo leicht manipulierbar . Ohne Emotionen geht es doch auch , oder ? Dann kann man auch mit Freude am Wissensdurst einen Artikel lesen . Euer Saylor
  • schieber1
    Freitag, 03.08.2012, 09:02 Uhr
    Glückwunsch an die Damen. Die Medaille kam zwar sonderbar zustande, aber danach fragt letztendlich nach einer gewissen Zeit niemand mehr. Die Herren haben sich auch im Rahmen ihrer Möglichkeiten bewegt und es reichte für eine Medaille. Glückwunsch.
  • Bartesque
    Freitag, 03.08.2012, 08:28 Uhr
    Glückwunsch den Damen und Herren für ihre Erfolge die sie für sich und ihre Mannschaft erzielt haben.
  • mreinardt
    Freitag, 03.08.2012, 07:53 Uhr
    Das sehe ich anders! Natürlich muß es "Deutschland" heißen. Deutschland ist der Verein, der seine Mannschaft nominiert und ins Rennen schickt. Zuvor werden die Sportler in deutschen Vereinen gefördert, betreut, trainiert, finanziert und ausgestattet. Deutsche Vereine und Verbände werden von der Sportförderung unterstützt. Die Mittel kommen aus dem deutschen Steuersack und damit vom Volk. Deutsche Vereine werden zudem zu einem großen Teil von ihren Mitgliedern finanziert, meist von den Passiven, Ehrenamtlichen, Sponsoren und Gönnern - das sind selten die Sportler selbst. Kein Sportler tritt zur Olympiade im eigenen Namen an, sondern alle sind Teil der Deutschen Olymia-Mannschaft!
  • Pratos
    Freitag, 03.08.2012, 07:53 Uhr
    Endlich mal ein paar Deutsche die was machen! Edelmetall können wir gut gebrauchen wenn der Euro bald nichts mehr Wert ist :-)
  • urmelei
    Freitag, 03.08.2012, 07:43 Uhr
    @Oachkatzl Du wirfst da etwas reichlich durcheinander. Diese Sportler starten für ihr Land, in diesem Fall für Deutschland. Außerdem werden sie durch die deutsche Sporthilfe finanziell unterstützt damit sie ihren Sport auf diesem Leistungsniveau ausführen können. Zudem kann man auch stolz darauf sein wenn deutsche Sportler in einem fairen Wettkampf zu solchen Ehren wie einem Olympiasieg gelangen. Eventuell kennt man den ein oder anderen Sportler sogar persönlic und freut sich darum um so mehr. Wenn also in dir ein gewisser Neid hochsteigt, und dich nicht daüber freuen kannst wenn deutsche Sportler durch ihre Leistung belohnt werden und sicherlich auch stolz darauf sind für ihr Land zu starten, dann lass es und beschäftige dich mit anderen Dingen ;-)
  • hans2001
    Freitag, 03.08.2012, 07:43 Uhr
    Was ist das denn? Das die deutschen Sportler ihre Leistungen präsentieren können hat auch damit zu tun, daß der Staat und die Steuergelder nicht nur für andere länder sondern auch für die deutsche Sporthilfe genutzt werden. Damit können diese Sportler nebenbei studieren, ihren Leistungssport vervollkommnen und Trainer engagieren. Also bezahlen wir alle auch diese Erfolge! Natürlich neben den Leistungswillen der Sportler. Jeder Arztbesuch bei Verletzungen, jede Behandlung, Physio und Psychobetreuung muss bezahlt werden. Also ist es Deutschland die die Goldmedaillen erkämpft und nicht nur die Person. Oder sind sie vielleicht auf Arbeit auch nur die Einzige die den Lohn ihres Unternehmens verdient und die anderen warten was sie da machen? Das ist kleinkarriertes Denken. Wir sind stolz auf unsere Sportler und damit stolz darauf, welche Möglichkeiten wir diesen für diese Erfolge bieten können.

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