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19.07.2012, 16:59 Uhr

Minister: "Alles glatt gelaufen" - Streik droht

London (dpa) - Die Olympia-Macher beschwören die gute Stimmung, nur das unbeständige Wetter und eine Streikdrohung trüben derzeit die Vorfreude auf die Sommerspiele in London.

Von der Arbeitsniederlegung könnten sowohl der Zugverkehr Richtung City als auch die Passkontrollen am Flughafen Heathrow betroffen sein. Tausende Mitarbeiter des Innenministeriums entschieden sich am Donnerstag in einer Abstimmung, im Streit um Gehälter und Stellenstreichungen die Arbeit niederzulegen. Die XXX. Olympischen Spiele beginnen am 27. Juli.

Countdown

Britischer Olympia-Minister weist Kritik an Olympia-Vorbereitung zurück. >

Der Minister für Kultur, Olympia, Medien und Sport, Jeremy Hunt, kritisierte die Pläne heftig. "Das wäre vollkommen im Gegensatz zur Stimmung der britischen Öffentlichkeit", sagte er. Zuvor hatte Hunt Kritik an der unmittelbaren Olympia-Vorbereitung zurückgewiesen. "Es ist alles sehr glatt gelaufen, die Stimmung ist sehr gut", sagte der Olympia-Minister gut eine Woche vor dem Start. Seit Anfang der Woche ziehen die Athleten ins olympische Dorf ein, die Wettkampfstätten bekommen den letzten Schliff.

Weil die private Sicherheitsfirma G4S nicht wie geplant 10 000 Sicherheitsleute zur Verfügung stellen konnte, hatte die britische Armee kurzfristig 3500 Soldaten abstellen müssen. Auch die Polizei musste an mehreren Orten einspringen - G4S-Mitarbeiter erschienen einfach nicht. "Bei einem Projekt dieser Größenordnung kann man damit rechnen, dass ein oder zwei Vertragspartner die Anforderungen nicht erfüllen", sagte Hunt. Man beobachte sehr genau, wie viele Mitarbeiter G4S noch bereitstellen könne. Notfallpläne seien gemacht.

Immerhin werden die Spiele nach Ansicht der Macher keine Millionengräber produzieren. Das Konzept, schon vor dem Bau die Nachnutzung der Sportstätten und des Parks zu sichern, werde voll aufgehen, versprach Hunt erneut. "Wir hoffen, wir werden dieses Thema, das seit Jahren über Olympia schwebt, endgültig beilegen." Von den insgesamt acht Stätten, die für eine Nachnutzung infrage kämen, seien derzeit sechs vergeben. Wegen zwei weiteren - darunter das Olympiastadion - stehe man in Verhandlungen.

"Wir haben von Anfang an festgelegt, dass wir nur solche Anlagen bauen, für die es schon einen Geschäftsplan für die Nutzung nach den Spielen gibt", sagte Infrastrukturchef James Bulley. Deshalb seien in London so viele temporäre Stätten wie noch bei keinen anderen Spielen zuvor gebaut worden. Im Medienzentrum soll beispielsweise ein Technologiepark entstehen, in einem während Olympia als Verwaltungsgebäude genutzten Haus eine Schule.

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