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12.08.2012, 14:51 Uhr

Sprüche der Olympischen Spiele in London

London (dpa) - Bei sportlichen Großereignissen stehen die verbalen Höchstleistungen den sportlichen zumeist in nichts nach. So auch bei den Olympischen Sommerspielen 2012 in London. Wir haben die schönsten Stilblüten zusammengestellt.

"Das Bett ist 30 Zentimeter kürzer als meines zu Hause. Mit den Füßen habe ich fast Bodenkontakt, aber dafür gibt es schöne Bettwäsche."
(Diskus-Weltmeister Robert Harting über seine Unterkunft im olympischen Dorf)

Robert Harting

Olympiasieger verbrachte als "Obdachloser" Nacht in S-Bahn. >

"Jetzt werden wir erst mal zwei Stunden das böse Wort mit "Sch" ins Handtuch brüllen und dann ist wieder alles gut."
(Schwimmtrainer Frank Embacher nach dem Vorlauf-Aus aller deutschen Teilnehmer zum Olympia-Auftakt)

"Ich war einfach nicht gemein genug."
(Florettfechterin Carolin Golubytskyi nach dem Achtelfinal-Aus gegen die Italienerin Elisa di Francisca, die der Deutschen während des Gefechts einen "Kinnhaken" an den Hals versetzte)

"Macht Lärm! Wir sind hier nicht in Wimbledon."
(Der englische Einheizer beim Versuch, die Zuschauer beim olympischen Beachvolleyball-Turnier zu noch mehr Stimmung zu animieren)

"Es war das Wahnsinnigste, was ich je in meinem Leben erlebt habe. Es gab keine Stelle zum Pinkeln."
(Radprofi André Greipel über die Stimmung beim olympischen Straßenrennen in London, das von rund einer Million Zuschauer verfolgt wurde)

"Ich habe gemerkt, okay, ich bin ja jetzt im Semifinale, das ist ja schon mal 100 Prozent besser als gestern."
(Paul Biedermann nach seinem Final-Einzug über 200 Meter Freistil)

"Sein nächster Sieg muss sein, mit dieser Niederlage fertig zu werden."
(Tischtennis-Ehrenpräsident Hans Wilhelm Gäb über das Olympia-Aus von Timo Boll)

"Das ist schön mit ganz vielen ööös."
(Vielseitigkeitsreiter Dirk Schrade nach dem Olympiasieg mit der deutschen Mannschaft)

"Hätte ich Gold gewonnen, wäre ich in die Themse gesprungen."
(Judoka Ole Bischof nach seiner Silbermedaille im ARD-Interview)

"Es wäre nicht besonders schlau, wenn der Steuermann die Augen zumachen würde."
(Martin Sauer, Steuermann des erfolgreichen Ruder-Achters auf die Frage, ob er während des Rennens auch nach der Devise "Augen zu und durch" verfahren sei.)

"Als ich sein breites Kreuz gesehen habe, habe ich mir gedacht: Jetzt aber!"
(Judoka Dimitri Peters zu seinem Bronze-Ritt auf den Schultern von Männer-Bundestrainer Detlef Ultsch)

"Ich weiß jetzt, wie sich die Beatles gefühlt haben."
(Der britische Radprofi Bradley Wiggins über die Begeisterung der Zuschauer nach seinem Olympiasieg im Zeitfahren)

"Da hat mich der Sandmann geholt."
(Gewichtheber Jürgen Spieß, dem beim Stoßversuch von 214 Kilogramm schwarz vor Augen wurde. Er musste deshalb die Last fallen lassen)

"Den großen dicken Wächter haben wir gerade umgehauen."
(Beach-Volleyballer Julius Brink nach dem Einzug ins Halbfinale. Nach dem Achtelfinale hatte er gesagt, um an die Kronjuwelen zu kommen, müsse man an den Mauern und Wächtern vorbei)

"Ich glaube, da warten schon mehrere Säcke Möhren, Äpfel, Streicheleinheiten und viel Liebe."
(Dressurreiterin Helen Langehanenberg nach Silber im Teamwettbewerb über die Belohnung für die Pferde)

"Ich kann mir nicht vorwerfen, es versaubeutelt zu haben. Ich habe den Hintern zusammengerissen und alles probiert."
(Hochspringerin Ariane Friedrich nach dem Qualifikations-Aus)

"Der Beachvolleyball-Gott war heute auf unserer Seite."
(Beach-Boy Julius Brink nach dem Gewinn von Olympia-Gold)

"Das Kind kommt dann mit Speer auf die Welt."
(Christina Obergföll, Olympia-Zweite im Speerwerfen, über ihre Familienplanung mit Lebensgefährte Boris Henry, WM-Dritter von 2003 in der gleichen Disziplin)

"Ich muss betteln, wenn ich mal zu einer anderen Zeit rein will. Das geht dann aber nicht, weil Schulsport ist oder ein Chor singt oder eine Band spielt."
(Taekwondo-Bundestrainer Carlos Esteves zu den Trainingsbedingungen in der heimischen Sporthalle in Iserlohn)

"Heute hat mich nicht der Hammer getroffen, sondern der Komet erschlagen."
(Der Potsdamer Geher Christopher Linke nach seinem 24. Platz über 50 Kilometer)

"Ich muss jetzt ganz schnell betäubende Mittel in mich reinschütten."
(Hockey-Nationalspieler Philipp Zeller nach dem Gewinn der Goldmedaille)

"Man kann zufrieden sein oder sich in die Hose machen. Beides hilft nicht, um Endspiele zu gewinnen."
(Erfolgscoach Markus Weise nach seinem dritten Gold-Streich mit deutschen Hockey-Teams)

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10 Meinungen zu "Die besten Sprüche bei Olympia"

  • soseies
    Montag, 13.08.2012, 12:46 Uhr
    "Ich kann mir nicht vorwerfen, es versaubeutelt zu haben. Ich habe den Hintern zusammengerissen und alles probiert." (Hochspringerin Ariane Friedrich nach dem Qualifikations-Aus)+++++ja genau, hat doch alles gepasst. So hatte sie gestern abend auch alles gegeben, bei der Feier. Da muss man schon Prioritäten setzen. Und so ne Feier kommt auch nicht so oft vor. Prost ....
  • Alinghi
    Montag, 13.08.2012, 11:54 Uhr
    Was soll an den Sprüchen gut sein? Das sind ganz normale Sprüche bei einer solchen Veranstaltung. Ich dachte, jetzt kämen lustige Versprecher.
  • Ichweissauchnix
    Montag, 13.08.2012, 10:36 Uhr
    @Arnfried: Mutig wäre, es dem Sportler direkt ins Gesicht zu sagen. Wie viele Andere hat er sich über Jahre auf diesen Tag vorbereitet. Das dann im Falle des Erfolgs alle Dämme brechen, ist mehr als verständlich.
  • ladycatherine
    Montag, 13.08.2012, 10:27 Uhr
    ich fand robert harting sehr erfrischend und sympathisch - die schwimmer gingen mir mit ihrer einstellung eher auf den keks oder auch ariane friedrich gestern abend auf der abschiedsfeier - nichts erreichen und zufrieden sein
  • Bartesque
    Montag, 13.08.2012, 08:28 Uhr
    @Jericho: Wahrscheinlich hätte Arnfried es lieber gesehen wenn er nach dem Sieg in dem für Leichtathleten größten Event nett gelächelt und schüchtern der Menge zugewunken hätte :D
  • Jericho69
    Sonntag, 12.08.2012, 17:36 Uhr
    @Arnfried: Was an Hartings Verhalten ist denn bitte unpassend und albern???

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