Linke über Präsidentschaftskandidaten noch nicht einig
Dabei handelt es sich mehr um einen symbolischen Akt: Denn eine Chance hat der Linken-Kandidat nicht, weil sich die anderen Bundestagsparteien bereits auf den Gründungschef der Stasiunterlagen-Behörde, Joachim Gauck, geeinigt haben.
Die Linke war von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) von der Suche nach dem Konsens-Kandidaten ausgeschlossen worden. Ein Verzicht auf eine eigene Kandidatur kommt inzwischen nicht mehr in Frage. Parteichef Klaus Ernst sprach von einer "komfortablen Situation" und einer Reihe von guten Kandidaten. Die Linke stellt etwa 10 Prozent der Wahlleute in der Bundesversammlung.
Klarsfeld war von Lötzsch bereits am Sonntag ins Gespräch gebracht worden. Die 73-Jährige hatte 1968 Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger auf einem CDU-Parteitag geohrfeigt und ihn wegen seiner NSDAP-Vergangenheit als Nazi beschimpft. Später bemühte sie sich mit ihrem Mann Serge Klarsfeld um die Auslieferung von Nazi-Verbrechern wie den ehemaligen Gestapo-Chef von Lyon, Klaus Barbie. In Interviews machte sie bereits vor der Spitzenrunde klar, dass sie als Kandidatin nicht die Parteilinie der Linken vertreten wolle.
Butterwegge wurde erst am Donnerstag öffentlich genannt. Für den 61-jährigen Hartz-IV-Kritiker wurde ins Feld geführt, dass er die politischen Positionen der Linken besser vertreten könne.
Jochimsen war bereits 2010 Präsidentschaftskandidatin der Linken. Sie hatte am Mittwoch den Vorschlag gemacht, die Bundesversammlung aus Protest gegen den Ausschluss von der Suche nach einem Konsens-Kandidaten zu boykottieren.
Unionsfraktionschef Volker Kauder sieht Kanzlerin Angela Merkel durch das Gerangel der Koalition um die Kür Gaucks nicht geschwächt. Merkel war ursprünglich gegen den Favoriten von SPD und Grünen. "Sie hat die Kandidatensuche zu einem vernünftigen Ende geführt, die uns manch schwierige Diskussion erspart. Auch das ist gut angesichts der Herausforderungen", sagte der CDU-Politiker dem Internetportal "Focus Online". Indirekt ermahnte Kauder die FDP, sich nun nicht damit zu brüsten, dass sie sich in dieser Frage gegen CDU-Chefin Merkel durchgesetzt habe: "Eine Koalition sollte sich auch immer durch Mannschaftsspiel auszeichnen."
Mit Gaucks teilweise kritisierten privaten Verhältnissen haben die Bürger nach einer Emnid-Umfrage kein Problem. Dass er noch verheiratet ist, aber schon lange mit einer anderen Partnerin zusammen lebt, akzeptieren 78 Prozent der Befragten, wie der Nachrichtensender N24 als Auftraggeber berichtete.
900 Meinungen zu "Wer wird Kandidat der Linken?"
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turbojaner
Freitag, 16.03.2012, 10:37 Uhr Klarsfeld ? haha..... die EX-Stasis haben ja einen an der Klatsche, Klarsfeld hat sich von Horst Maler dem Mitbegründer der RAF als Anwalt vertreten lassen, nachdem sie Kiesinger eine Ohrfeige verpasst hat ! ,so ein Pöbel soll Bundespräsident werden ? Die Terroroma soll sehen das sie auf Kreuzfahreten ihren Lebensabend verbringt, einen politischen Dialog mit Ohrfeigen führen... ? wenn sie nicht so alt wär würd ich ihr mal gerne eine ziehen.. bin kein Politiker.. möchte sie nur aufwecken.... -
globales
Donnerstag, 01.03.2012, 12:40 Uhr danke an @ otmar sehe ich nämlich auch so leider können sich noch zu viele auf kosten anderer ausruhen, hartz 4 war nur ein kleiner richtiger anfang -
globales
Donnerstag, 01.03.2012, 12:37 Uhr die werden immer lächerlicher unterstützer der ex stasis und arbeitsunwilligen haha weiter so ihr beamt euch selber weg -
vorherundnachher
Sonntag, 26.02.2012, 14:48 Uhr Die Linke tut sich natürlich sehr schwer bei dieser Kandidatensuche . Erstens sind die alten SED-Funktionäre schon fast alle ausgestorben - oder irgendwo in Westdeutschland und dem benachbartem Ausland an irgendeinem See untergetaucht (Bayern, Schweiz, Lichtenstein,Österreich) und zweitens : Frau Merkel hat ja schon einen "Staatsposten" - also , wer von der alten SED-Riege sollte dann diesen Job übernehmen ? Tja, da ist dann guter Rat teuer . Und Frau Pechstein, oder Herr Ullrich oder gar Herr Ballack als ehemalige DDR-Sportgrößen sind halt noch viel zu jung . Nun , da kann "Ihnen" leider auch nicht geholfen werden . -
EarlofHuntington
Sonntag, 26.02.2012, 13:15 Uhr Ich habe die Linke als Hoffnung gesehen, die Linke selbst hat sich selbst durch Leute wie Lötzsch, Ernst und vor allen Dingen Lafontaine lächerlich gemacht. -
Sozialgedanke
Sonntag, 26.02.2012, 09:33 Uhr Ruth51 In diesem Land geht es nicht um Demokratie. Es geht um Macht, um Machterhalt! Und da stört die Linke nur, den wir haben uns nicht vom Geld der Deutschen Bank kaufen lassen. In unseren Reihen sind Unternehmer die noch wissen, dass sie eine soziale Verantwortung tragen. Und Griechenland hätte uns erspart werden können, währen wir aus dieser EU ausgeschieden! Wir können und wir sollten nicht den Retter für die halbe Welt geben! Das überfordert uns, und ich frage mich, wer wird uns retten!
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