Konklave zur Papstwahl womöglich früher als geplant
Lombardi hatte zuvor erklärt, das Konklave werde vermutlich ab dem 15. März zusammentreten. Er erklärte, die Regeln für die Zusammenkunft des Konklaves seien für den Fall konzipiert, dass der Papst stirbt. Mit dem Rücktritt des Papstes stelle sich die Situation aber anders dar, und es sei möglich, die Verfassung "auf andere Weise zu interpretieren". Entscheidend sei, dass alle Kardinäle versammelt seien, mit der Rücktrittsankündigung hätten sie dazu nun mehr Zeit.
Noch sei aber keine Entscheidung getroffen, betonte der Vatikansprecher. Das Konklave könne auch zu einem späteren Zeitpunkt zusammentreten, sollte ein Kardinal nicht rechtzeitig nach Rom reisen können.
Gemäß der Regeln, die Benedikts Vorgänger Johannes Paul II. 1996 in der apostolischen Verfassung "Universi dominici gregis" festgelegt hatte, müsste das Konklave aus 117 Kardinälen zwischen dem 15. und dem 20. März zusammentreten. In dem Text heißt es, ab dem Tag, an dem der Papststuhl vakant sei, müssten die bereits im Vatikan versammelten Kardinäle "volle 15 Tage" auf die abwesenden Kardinäle warten. Benedikt XVI. will zum 28. Februar zurücktreten.
Wie Lombardi erklärte, wird der scheidende Papst anschließend voraussichtlich zwei Monate in der Sommerresidenz Castel Gandolfo verbringen, bevor sich in ein Kloster im Vatikan zurückzieht.
© AFP
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