Konklave beginnt möglicherweise schon vor dem 15. März
Die eigentlich vorgesehene Frist von 15 bis 20 Tagen nach Beginn der Sedisvakanz ("leerer Stuhl Petri") dient normalerweise dazu, dass die wahlberechtigten Kardinäle genügend Zeit haben, um aus aller Welt nach Rom zu reisen.
Benedikt will am 28. Februar zurücktreten - ein Schritt, den es in der Neuzeit noch nicht gegeben hat. Da sich die Kardinäle nach dieser Ankündigung aber entsprechend vorbereiten könnten, sei es möglich, den Beginn des Konklaves vorzuziehen, sagte Lombardi weiter. Die kirchenrechtlichen Vorschriften zur Wahl eines neuen Papstes könnten so interpretiert werden. Unmittelbar nach dem Rücktritt von Benedikt hatte es geheißen, bis Ostern solle es ein neues Kirchenoberhaupt geben.
Italiens Hauptstadt Rom bereitet sich derweil für das an diesem Sonntag anstehende vorletzte Angelus-Gebet mit dem Papst auf dem Petersplatz vor. Dazu werden mehr als 100 000 Menschen erwartet.
Das Gebet, das der Papst traditionell vom Fenster seines Arbeitszimmers aus mit allen Pilgern auf dem Petersplatz betet, ist auch ein erster wichtiger Test für die Behörden in Rom. Rund 1000 Einsatzkräfte sollen am Sonntag für die Sicherheit von Gläubigen, Touristen und Schaulustigen sorgen, wie die römische Zeitung "Il Messaggero" am Samstag berichtete. Straßen rund um den Kirchenstaat werden für den Verkehr gesperrt.
Am Samstagmittag empfing Benedikt den Präsidenten von Guatemala, Otto Fernando Pérez Molina. Am Abend stand eine Privataudienz für Italiens Ministerpräsidenten Mario Monti auf dem Programm. Vatikansprecher Lombardi bestätigte am Samstag die verbleibenden Termine des Papstes: So stehe die kommenden Woche ganz im Zeichen der Fastenexerzitien der Kurie, in der es traditionell keine öffentlichen Auftritte, Gottesdienste und auch keine Generalaudienz gibt.
Nach einem letzten Angelus-Gebet am 24. Februar und einer letzten Generalaudienz am Tag vor dem Rücktritt ist geplant, dass der Papst am 28. Februar gegen 17.00 Uhr mit dem Hubschrauber nach Castel Gandolfo fliegt, ehe er um 20.00 Uhr sein Amt niederlegen will. Dann beginnt die Sedisvakanz.
In der päpstlichen Sommerresidenz vor den Toren Roms will Benedikt etwa zwei Monate bleiben, wie Lombardi am Samstag ankündigte. Dann kehrt er wie geplant in den Vatikan zurück, um in ein Kloster zu ziehen.
Nach Angaben seines Biografen hat Benedikt seine Erschöpfung bereits vor längerer Zeit eingeräumt. Für ein neues Buch über den Papst habe der Journalist Peter Seewald das Kirchenoberhaupt in den vergangenen Monaten mehrere Male im Vatikan getroffen, zuletzt vor etwa zehn Wochen, schreibt der "Focus".
Auf die Frage, was noch von seinem Pontifikat zu erwarten sei, habe der Papst im Sommer geantwortet: "Von mir? Nicht mehr viel. Ich bin doch ein alter Mann, die Kraft hört auf. Ich denke, das reicht auch, was ich gemacht habe." Die Frage, ob er an Rücktritt denke, beantwortete Benedikt demnach so: "Das hängt davon ab, wie weit meine physischen Kräfte mich dazu nötigen werden."
Er habe den Papst nie zuvor so erschöpft und niedergeschlagen gesehen, sagte Seewald dem "Focus" weiter. Mit letzter Kraft habe der deutsche Papst den dritten Band seines Jesus-Werkes zu Ende gebracht. "Mein letztes Buch", habe der 85-Jährige gesagt.
17 Meinungen zu "Wird Papst-Wahl vorgezogen?"
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kumbajo1999
Sonntag, 24.02.2013, 09:34 Uhr ich seh das auch so... Das Problem an Internet-foren ist, dass jeder seine Meinung preisgeben darf obwohl nie irgent jemand danach fragt... Nur gemecker und gemecker... von Toleranz hat noch niemand was gehört. Man und wenn die im Vatikan ihren neuen Papst wählen.. dann lasst sie doch und kümmert euch um den Müll vor eurer eigenen Haustür. Meine Fresse... -
elninjo
Sonntag, 24.02.2013, 08:59 Uhr ....vorgezogen! Ja warum denn nicht ? Der Stuhl dürfte erst gar nicht verwaisen. -
hightvoltage
Freitag, 22.02.2013, 16:43 Uhr .....der nächte sesselfurzer für das amt der ämter und die bank der banken dem istituto per le opere di religione mh???? der ex mann der db ?????????....hahahahahahaha der tolle mann oder der ex manager der db ag der tolle hengst von mannesmann??? oder der mann ausniedersachsen dem das amt nicht schmeckte???? -
Gerd1961
Mittwoch, 20.02.2013, 14:20 Uhr Je früher desto besser! Kirche gehört in die Kirche, nicht in die Öffentlichkeit! Schon gar nicht in elektronische Medien. Je früher die Ernennung des neuen Papstes, ist ja keine Wahl, stattfindest desto früher ist sie da wo sie hingehört. Wieder heraus aus dem öffentlichen Interesse.
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