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26.11.2012, 07:36 Uhr

Zschäpe denkt offenbar über Aussage nach

NSU-Mitglied Beate Zschäpe zieht offenbar eine Aussage vor Gericht in Erwägung. Das berichtet die "Bild"-Zeitung, die sich auf ein Protokoll des Bundeskriminalamtes (BKA) beruft. Darin soll sie sich außerdem über ihre Zeit in der Untersuchungshaft und ihre Verteidiger geäußert haben.

Das Protokoll soll auf ein Gespräch während eines Gefangenentransports in Begleitung zweier BKA-Beamte basieren. Demnach soll sie sich der Polizei gestellt haben, um auch auszusagen. Zschäpe sitzt seit einem Jahr in Untersuchungshaft. Bisher hieß es, dass sie keine Aussage über die Morde der Untergrundorganisation NSU machen wolle.

Zu den Gründen ihrer Bereitschaft für eine Aussage gehöre, dass sie ihre Großmutter eine Erklärung geben und sich bei ihr entschuldigen wolle. Wofür sie sich entschuldigen wolle, bleibe jedoch unklar.

Zschäpes Anwälte sollen ihr von einer Aussage abraten, was ihre Entscheidung unsicher mache. Sie würde aber darüber nachdenken, ihre Verteidiger zu wechseln.

Die Tage in der U-Haft verbringe das ehemalige Mitglied der "Zwickauer Zelle" meist mit Briefe schreiben, Lesen und Fernsehen. In ihrer Zelle würde sie meist frieren, obwohl sie mehrere Decken habe. Sie dürfe jetzt Kontakt zu anderen Inhaftierten haben, worüber sie froh sei. Sie erhalte viele Briefe von Verehrern.

Auch über die Zeit nach der Haft denke sie nach: Sie wolle unter einem anderen Namen wie "Müller" oder "Schmidt" leben und den Kölner Dom und den Karneval besuchen.

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