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06.12.2012, 15:03 Uhr

Die Schneewalze rollt an

(lp) – Die russische Kälte bekommt Gesellschaft: Am Freitagmorgen zieht aus Westen eine Schneewalze in Form von Tief Karin heran. Nach frostiger Nacht werden besonders westlich des Rheins und später auch weiter östlich zum Teil heftige Schneefälle erwartet. In Köln, Mannheim, Mainz oder Wiesbaden werden bis morgen Abend fünf bis zehn Zentimeter Neuschnee erwartet.

Am Donnerstag war es bereits vielfach wieder frostig kalt mit Tiefstwerten bis minus 10 Grad. Dazu gab es in der letzten Nacht zum Teil starke Schneeschauer. So liegen rund um Nord- und Ostsee zum Teil über 10 cm Neuschnee. Auch die Hansestadt Hamburg vermeldete eine Schneehöhe zwischen 3 und 6 cm.

Am Freitag erwartet uns den ganzen Tag Dauerfrost im Land. Lediglich unmittelbar an der Nordsee kann es leicht über 0 Grad werden. Der Schnee wird liegen bleiben, denn in der Nacht zum Freitag bleibt es überall frostig.

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Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net warnt vor den Konsequenzen der Schneewalze aus dem Westen: "Das ist genug, um in den Rheinstädten ein wahres Verkehrschaos auszulösen. Noch mehr Schnee erwarten wir in den höheren Lagen von Hunsrück, Eifel oder Sauerland. Hier kann es 15 bis 20 cm Neuschnee geben. Hier drohen aufgrund des starken Windes sogar Schneeverwehungen, also ein echter Schneesturm."

Prognose für das zweite Adventswochenende

Am Wochenende wird es deutlich kälter. Der Samstag bringt nur noch Höchstwerte zwischen minus 7 und 0 Grad. Dazu weht noch ein mäßiger, teils frischer Wind, der die Temperaturen deutlich kälter empfinden lässt. Am Sonntag ist neuer Schnee in Sicht. Der kann im Nordwesten in Regen übergehen, dann droht Glatteis. Vor allem über 300 bis 400 Meter wächst die Schneedecke weiter an. Also wieder ein perfektes Wochenende um auf einem der zahlreichen Weihnachtsmärkte seinen Glühwein zu genießen.

"Selbst in den Mittelgebirgen westlich des Rheins dürfte sich bis Montag eine stattliche Schneedecke von über 30 cm gebildet haben. Das kommt dort auch nicht jeden Winter vor", erklärt Wetterexperte Jung. Ab Dienstag stellt sich dann wieder vielfach Dauerfrost ein. Ein Ende der winterlichen Witterung ist nicht in Sicht. Auch die Woche bis zum dritten Advent bleibt kalt mit zeitweiligen Schneefällen!

Jung gibt folgenden Ausblick für die kommenden Monate: "Das Wird ein richtiger Chaos-Winter, der viel Abwechslung bereit hält und zeitweise richtig gefährlich werden kann" kommentiert Wetterexperte Jung die ersten Ergebnisse.

Dezember: Der erste meteorologische Wintermonat fällt im Osten und Süden vielfach leicht zu kalt aus. Zur Monatsmitte könnte die russische Kältepeitsche mit Eis und Schnee zum ersten Mal so richtig intensiv zuschlagen. Ob das hochwinterliche Wetter allerdings bis Weihnachten durchhält, ist unsicher, denn vom Atlantik drängen im letzten Monatsdrittel sehr wahrscheinlich einige Sturm- mitunter auch Orkantiefs nach Europa, die sehr milde Luft nach Deutschland bringen könnten. Weiße oder grüne Weihnachten – das wird sich wahrscheinlich erst auf den letzten Metern vor dem Fest entscheiden!

Januar: Der Januar würde nach aktuellem Stand eher durchschnittlich ausfallen. Er bringt zudem viel Niederschlag, der jedoch nur in den höheren Lagen der Mittelgebirge und den Alpen als Schnee fällt. Generell werden in den Alpen auch diesen Winter wieder sehr gute Wintersportbedingungen erwartet. In den Niederungen riecht es den ersten Berechnungen zufolge nach einem Schmuddelwinter – gerade perfekt, um sich eine Erkältung nach der nächsten einzufangen!

Februar: In diesem Monat könnte das dicke Kältepolster über Sibirien abermals angezapft werden und weite Teile Europas mit kalter Luft überschwemmen. Diese zweite Kältewelle könnte noch heftiger als die Kältewelle im Dezember ausfallen. Nennenswerter Schneefall ist dabei vor allem in der West- und Südhälfte Deutschlands zu erwarten.

Alle News vom: 6. Dezember 2012 Zur Übersicht: Nachrichten
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