Eine weitere skurrile Klage: Selbst in Amerika sind nicht alle Klagen möglich
Ernie Chambers reichte eine Klage gegen Gott ein, weil dieser die Menschen aus Nebraska (und auch ihn) bedrohe und "Tod, Zerstörung und Terror über Abermillionen von Erdbewohnern gebracht" habe. Auweia, das war harter Tobak gegen Gott!
Allerdings hatte Chambers schlechte Karten mit seiner Klage. Er hätte besser jemanden anklagen sollen, der auf der Erde wohnt. Denn die Klage des 71-Jährigen wurde mit dem (ebenso unsinnigen) Grund abgelehnt, dass der Beschuldigte keine Adresse habe. Schließlich könne man ihm seine Anklageschrift so auch nicht zusenden. Da der Beklagte aber in jedem Falle Zugang zur Anklageschrift haben müsse, lehnte der zuständige Richter Marlon Polk die Klage kurzerhand ab.
Mit dieser Begründung wollte sich Chambers nicht zufrieden geben. Das Gericht habe die Existenz Gottes anerkannt - und damit auch Gottes Allwissenheit, folgerte der Kläger. "Da Gott also alles weiß", argumentierte er, "kennt er auch die Anklageschrift." Ob die Richter auf diese Argumentation eingehen werden, ist noch offen.
Ein kleiner Trost für all jene, die wegen Chambers Verhalten schon die Hände über dem Kopf zusammen schlagen: Der Amerikaner wollte mit seiner Klage darauf aufmerksam machen, dass im Land der unbegrenzten Möglichkeiten "jeder jeden verklagen kann, sogar Gott."
129 Meinungen zu "Die skurrilsten Klagen in Amerika "
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Studi12
Dienstag, 06.07.2010, 17:54 Uhr Ich bin mir ziemlich sicher - wenn wir hier ähnliche Regeln hätten wie in den USA würden wir hier auch ähnliche Prozesse führen (zum Teil sind wir da glaube ich auch schon sehr nah dran). Hier ist es nun mal so, dass man für einen bestimmten Schaden eine bestimmte Entschädigung bzw. ein bestimmtes Schmerzensgeld bekommt. Im Falle einer "verlorenen Hose" könnte man also höchstens darauf hoffen, diese Hose ersetzt zu bekommen. Dafür macht sich kaum jemand den Aufwand, eine Klage einzureichen (die vermutlich wegen Nichtigkeit abgewiesen würde). In Amerika ist es meines Wissens so, dass ein "Schmerzensgeld" dem Schuldigen auch weh tun soll. Eine große Firma oder eine gut verdienende Person wird daher immer auch viel Schmerzensgeld zahlen müssen. Und damit kann es sich dann für den Kläger schon lohnen - ein gewonnener Prozess (aus welchem nichtigen Grund auch immer) und man hat für sein Leben ausgesorgt. Ganz ehrlich - hier in Deutschland könnten da auch nicht so viele widerstehen, davon bin ich überzeugt. -
pallacH
Dienstag, 06.07.2010, 11:54 Uhr na, Ihr schlauen, kultivierten deutschen, habt Ihr wieder mal was um über die doofen amis herzuziehen? und seid selbst so doof, daß Ihr nicht merkt, daß man nur in einem klugen land solche prozesse öffentlich macht und über sie spottet.
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