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06.12.2012, 20:23 Uhr

Bürobriefkasten des NSU-Ausschussvorsitzenden Edathy explodiert

Stadthagen (dpa) - Attacke gegen den Vorsitzenden des Bundestags-Untersuchungsausschusses zur Neonazi-Terrorzelle NSU: Der Bürobriefkasten des SPD-Politikers Sebastian Edathy ist in der Nacht zum Donnerstag in Stadthagen (Niedersachsen) durch eine Explosion zerstört worden.

"Wir haben bisher überhaupt keine Hinweise darauf, dass die Tat einen aktuellen politischen Hintergrund haben könnte", sagte der Sprecher der Polizei Stadthagen, Axel Bergmann. Weil dies aber nicht auszuschließen sei, habe der Staatsschutz die Suche nach dem Täter übernommen.

"Passanten hätten durch umherfliegende Teile verletzt werden können", sagte Edathy der Nachrichtenagentur dpa. Er wolle sich aber nicht an Spekulationen beteiligen und verwies auf die laufenden Ermittlungen. Auf seiner Facebook-Seite schrieb er, die Polizei gehe von einem Sprengsatz aus. Das bestätigte der Polizeisprecher aber nicht. Noch sei völlig unklar, wodurch die Explosion ausgelöst wurde.

Der Vorfall ereignete sich im Kreis Schaumburg, der in Niedersachsen als eine der Hochburgen der rechtsextremen Szene gilt. Auch der mutmaßlichen Terrorhelfer Holger G. lebte dort bis zu seiner Festnahme.

Der 43 Jahre alte SPD-Bundestagsabgeordnete Edathy leitet seit Anfang des Jahres den NSU-Untersuchungsausschuss, der die Pannen und Fehleinschätzungen im Zusammenhang mit der Neonazi-Terrorzelle NSU untersucht. Der studierte Soziologe engagiert sich seit langem gegen Rechtsextremismus. Sein Vater stammt aus Indien.

Die Versäumnisse bei den Ermittlungen gegen die rechtsextremen Mörder und die Aktenvernichtung durch staatliche Behörden hätten Bestürzung und Fassungslosigkeit ausgelöst, sagte Edathy Mitte November. Es könne nun zu Recht erwartet werden, dass bei der Aufklärung der Vorgänge keine Fragen offen blieben. "Da stehen wir in einer großen Verantwortung", betonte er. Der SPD-Politiker befürwortet auch grundsätzlich ein neues Verbotsverfahren gegen die rechtsextreme NPD.

Alle News vom: 6. Dezember 2012 Zur Übersicht: Nachrichten

27 Meinungen zu "Anschlag auf SPD-Politiker"

  • MrBill
    Sonntag, 03.02.2013, 10:51 Uhr
    An die Schlauen Leute von der NPD warum Hackt ihr immer auf Ausländern rum. Ausländer machen hier keine Gestze oder bauen Moscheen es sind eure Politiker die hier das sagen haben .
  • einstein51
    Sonntag, 03.02.2013, 10:30 Uhr
    Unser ganzes Staatliche Geflecht ist Marode,die Inder wollen die NSU Morde aufklären und zum Schluß kommt der Chinese und stellt und die Uhren auf Sommerzeit um.Unsere Wasserköpfe sind unfähig darum brauchen wir das Ausland die uns dann eines Tages aus dem Land treiben. in dem wir als Deutsche geboren wurden.Armes Deutschland-Scheiß Europa.
  • Kasperltheater
    Freitag, 25.01.2013, 12:46 Uhr
    Es zeigt ganz deutlich, dass unsere Politiker und auch die Sicheheitsdienste nicht in der Lage sind dies einzudämmen und für eine Abhilfe zu sorgen.
  • Kollakowski
    Freitag, 25.01.2013, 12:27 Uhr
    Das waren richtige Profis? Früher haben dies kleine Kinder zu Jahresende auch gemacht.
  • Darkthrone70
    Freitag, 25.01.2013, 11:12 Uhr
    Genau, in Deutschland 2013 werden endlich die richtigen Prioritäten gesetzt Briefkasten gesprengt - 100 Mann SOKO gebildet Straftaten durch islamische Totschläger, Säureattentäter und Bombenleger - Bearbeitung durch zwei Azubis. P.S. Erstaunlich wieviele Fotos man von den 3 Pfeifen kursieren, während sich von kriminellen Zwangbereicherern nicht mal der Name ermitteln lässt, geschweige den so schöne Fotos.
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