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19.02.2013, 16:16 Uhr

Weil ist neuer niedersächsischer Ministerpräsident

Hannover (dpa) - Niedersachsen wird von einem rot-grünen Bündnis unter Führung des SPD-Ministerpräsidenten Stephan Weil regiert. Der Landtag in Hannover wählte den bisherigen Oberbürgermeister der Landeshauptstadt mit hauchdünner Mehrheit zum Nachfolger von David McAllister (CDU).

Weil

Stephan Weil ist ein Mann des Ausgleichs. Der bisherige Oberbürgermeister von Hannover wird die SPD nach zehn Jahren in der Opposition wieder an die Macht führen und damit möglicherweise... >

Der 54-jährige Weil bekam in geheimer Wahl exakt die erforderlichen 69 Ja-Stimmen - das entspricht genau der Zahl aller Abgeordneten von SPD und Grünen, die zusammen nur über einen Sitz mehr verfügen als CDU und FDP. Ihre 68 Abgeordnete stimmten gegen Weil. Die Abstimmung war deswegen mit großer Spannung erwartet worden. Die SPD ging auf Nummer sicher und hatte ihre Abgeordneten schon am Montag nach Hannover kommen lassen. "Ich nehme die Wahl an", sagte der der neue Ministerpräsident am Mittag, bevor er die Glückwünsche seines Vorgängers McAllister entgegen nahm.

Bundesrat

Wahl in Niedersachsen ordnet auch die Kräfteverhältnisse neu. >

In den vergangenen zehn Jahren wurde Niedersachsen von einem schwarz-gelben Bündnis regiert, seit 2010 unter Führung McAllisters.

Die Sozialdemokraten stellen nun 9 der 16 Regierungschefs auf Länderebene. Mit dem Machtwechsel in Hannover haben sich auch die Mehrheitsverhältnisse im Bundesrat verschoben. Die SPD hat dort nun eine gestalterische Mehrheit und kündigte bereits Initiativen zur Abschaffung des Betreuungsgeldes und zur Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns an.

Nach dem knappen Wahlausgang am 20. Januar hatten sich SPD und Grüne in zügigen und weitgehend reibungslosen Verhandlungen auf die zweite rot-grüne Landesregierung in Niedersachsen verständigt. Das erste Bündnis dieser Art hatten im Jahr 1990 Gerhard Schröder und Jürgen Trittin ausgehandelt.

Zu den wichtigsten Projekten der neuen Landesregierung gehört eine Agrarwende mit der Stärkung von familiär geführten Höfen und einer strengen Reglementierung von Großbetrieben. Außerdem will Rot-Grün spätestens zum Wintersemester 2014/15 die Studiengebühren abschaffen und Regionen, die vom Bevölkerungsrückgang besonders betroffen sind, stärker fördern. Ein Atommüllendlager in Gorleben lehnen beide Seiten strikt ab.

Zum neuen Landtagspräsidenten wurde zu Beginn der konstituierenden Sitzung des Parlaments auf CDU-Vorschlag der bisherige Justizminister Bernd Busemann gewählt. Er erhielt einige Gegenstimmen aus Reihen der Grünen. Busemann war Anfang Februar in die Schlagzeilen geraten, weil er am Abend nach der Nominierung zum Landtagspräsidenten mit mehr als 0,8 Promille am Steuer erwischt worden war. Der 60-Jährige hatte sich daraufhin entschuldigt.

Dem neuen Landtag gehören 137 Abgeordnete an. Stärkste Fraktion ist die CDU mit 54 Abgeordneten, gefolgt vor der SPD (49), den Grünen (20) und der FDP (14). Die Grünen stellen vier der neun Minister. Für Dienstagnachmittag stand die Vereidigung der neuen Minister und die erste Regierungserklärung Weils auf dem Programm.

Alle News vom: 19. Februar 2013 Zur Übersicht: Nachrichten

304 Meinungen zu "Weil neuer Ministerpräsident"

  • NuWieEnne
    Dienstag, 26.02.2013, 07:19 Uhr
    Da sieht man, was diese neue Regierung anrichtet! Anderthalb Jahre wußte die alte Regierung von dem Eier-Betrug und hat den 150 niedersächsischen Geflügelzüchtern ihr Zusatzeinkommen gelassen - und kaum gibt es einen neuen Landwirtschaftsminister, schon gönnen die das denen nicht mehr und der Eier-Skandal wird losgetreten. Damit entsteht doch nur ein Image-Schaden für Niedersachsen.
  • NuWieEnne
    Montag, 25.02.2013, 09:12 Uhr
    Kaum ist in NI die neue Regierung im Amt, und schon gibt es den Eierskandal - bei Mäcki hätte es soetwas bestimmt nicht gegeben! Aber woher wusste die Staatsanwaltschaft schon seit einem Jahr, wer die Wahl gewinnt?
  • GrafWalle
    Sonntag, 24.02.2013, 16:44 Uhr
    Wahlvieh "Graf Walle es gibt Fraúen, die machen nicht nur im Phrasendreschen Karriere und kleckern damit nicht nur irgendwelche Foren voll. Solls sogar bei der Union geben. sagt man." -------------------------------------------------------------- Sicher gibt es die. Und dann gibt es eben typisch solche, die ich auf der Seite vorher angesprochen habe: Parteibuchwirtschaft die künftige "Fürst Lady Niedersachsens", die sich dann auch gleich so rüde aufführt, daß der Senat der Hochschule Hannover sie abwählt. Aber für so gewisse "Einfachgestrickte" ist das "ganz klaaar" so: Die andern sind doch alle doof, oder braun. Was ganz anders wäre das natürlich natürlich wieder, würde man selbiges über die Ehefrau eines CDU-Ministerpräsidenten sagen können. Da ginge hier von seiten der Genossen der Krakeel aber los bis hin zur Schnappatmung.
  • Wahlviech
    Samstag, 23.02.2013, 09:48 Uhr
    Enrico hat jetzt wohl wirklich einen neben sich laufen. Hab ichs doch gewußt!?
  • Wahlviech
    Samstag, 23.02.2013, 09:47 Uhr
    Ein Wallenstein mit Faltenrock. Auch was Schönes?
  • EnricoCaruso2
    Freitag, 22.02.2013, 17:56 Uhr
    Endlich mal ein Mann ;-)))
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