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24.04.2012, 14:59 Uhr

Will Merkel wieder eine große Koalition?

(sal/jfi) - Für die FDP läuft es derzeit alles andere alles gut. In Umfragen kommen die Liberalen nur noch auf zwei bis vier Prozent und würden es somit nicht mehr in den Bundestag schaffen. Und laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung glaubt nicht einmal mehr Kanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel an ein langfristiges Überleben der Koalition ihrer Partei mit den Liberalen.

Offenbar plagt FDP-Chef Philipp Rösler die Angst, Merkel könne die Koalition beenden, falls die FDP bei den Wahlen in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein aus den Landtagen fliegt.

Von einem "Spitzen-Liberalen" will die "Bild" erfahren haben, dass die Kanzlerin ihre Zukunft in einer großen Koalition sehe. Mehr noch: "Wenn Merkel den Mut aufbringt zu springen, ist jetzt der ideale Zeitpunkt", soll jemand aus der SPD-Spitze der Zeitung gesagt haben.

Angeblich befürchtet die FDP zwei konkrete Szenarien, wie Merkel der schwarz-gelben Zusammenarbeit ein Ende setzen könnte. Als weniger wahrscheinlich gilt es laut "Bild", dass die Kanzlerin die FDP-Minister entlässt und Bundespräsident Joachim Gauck um die Auflösung des Bundestags bittet. Wahrscheinlicher sei es, dass Merkel eine Abstimmung über eines der vielen Streitthemen zwischen Union und FDP erzwinge. Um die eigene Glaubwürdigkeit zu wahren, könnten die Liberalen ab dem Übertreten einer bestimmten Schmerzgrenze nicht mehr mit der Union abstimmen. Der Koalitionsbruch wäre perfekt, die Regierung hätte keine eigene Mehrheit mehr im Bundestag und Bundespräsident Gauck könnte der Kanzlerin eine Bundestags-Auflösung kaum mehr abschlagen.

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Der größten Oppositionspartei SPD kommen diese Szenarien nicht unbedingt gelegen: Im aktuellen "Forsa"-Wahltrend liegen die Sozialdemokraten bei 25 Prozent, die Grünen bei zwölf Prozent. Das erklärte Wahlziel Rot-Grün liegt in weiter Ferne - und die Linke und die Piraten fallen als Koalitionspartner aus. Eine erneute große Koalition mit CDU und CSU wäre daher die einzige Möglichkeit, wieder an die Macht zu kommen. Doch ob die sozialdemokratische Seele die Rolle der SPD als Juniorpartners an der Seite von Angela Merkel noch einmal überstehen würde, steht in den Sternen.

Alle News vom: 24. April 2012 Zur Übersicht: Nachrichten

381 Meinungen zu "Schielt Merkel nach der SPD?"

  • campos
    Dienstag, 08.05.2012, 17:34 Uhr
    Eine große Koalition wäre angesichts der Probleme unseres Landes die sachgerechte Lösung. Das entspräche dann auch dem Willen der Mehheit unter den Bürgern. Was sollen "Piraten", dänische Minderheiten unter "Naturschutz" in Zeiten der EU, SED- Nachfolgeparteien und eine überalterte Grünen-Riege denn ausrichten?
  • Buchwurm
    Dienstag, 08.05.2012, 17:25 Uhr
    Frau Merkel schielt überall hin nur um an der Macht zu bleiben und damit sie uns ihre Hosenanzüge vorführen kann. Also wenn die SPD nicht endlich mal aus den Puschen kommt und sich von ihre Asozialen Agenda Politik verabschiedet dann wird es nichts mit Veränderung der politischen Landschaft. Hatte schon einen Hals als ich Gazprom Gerd wieder bei der Vereidigung des Superdemokraten Putin gesehen habe. Und nebenbei bemerkt für mich sind die Piraten ein Produkt der Agitprop-Spezi Merkel. Sie erreicht damit folgendes die LINKEN werden aus den Landtagen gekickt und ihre Macht bleibt gesichert. So wird es auch in NRW kommen.
  • Kollakowski
    Dienstag, 08.05.2012, 09:08 Uhr
    Bevor wir griechische Unregierbarkeitszustände bekommen, sicher das kleinere Übel. An der Spitze sollte es jedoch frischen Wind geben, Angie solte Sarko' s Beispiel folgen. Wir brauchen eine Regierung, die sich nicht nur ums Geld für die Banken sorgt, sondern sich um die Lösung der Zukunftsprobleme in unserem Land bemüht, dafür werden die Damen und Herren ja vom Steuerzahler fürstlich entlohnt.
  • derbatzi
    Montag, 07.05.2012, 13:30 Uhr
    "Rot-Grün, oder Rot-Grün mit oranger Unterstützung wäre natürlich eine bessere Alternative..." ...vor allem, wenn man den sozialen Kahlschlag weiterführen und Deutschland abschaffen will. Grün geht einfach gar nicht, wenn man deren Ziele über die Umweltthemen hinaus betrachtet.
  • waldeule2012
    Montag, 07.05.2012, 09:15 Uhr
    Bei großen Problemen, die wir sicherlich haben, wäre eine große Koalition ein gutes Rezept. Allerdings sollte diese große Koalition, wenn sie zustande kommen sollte nicht "Angie" als Kanzlerin an der Spitze haben. Man kann nur hoffen, das die SPD prozentual leicht vor der CDU liegt dann könnte die SPD den Kanzler stellen. Es geht darum alle "Menschen mit in die Zunkunft zu nehmen", da halte ich doch die CDU eher für ungeeignet. Rot-Grün, oder Rot-Grün mit oranger Unterstützung wäre natürlich eine bessere Alternative um einen Poltikwechsel einzuläuten. Zur Zeit macht die Kanzlerin das gleiche was Kanzler Kohl über Jahre gemacht hat - die Probleme aussitzen-. Es baut sich ein riesiger Reformstau auf den andere wieder abbauen müssen, hoffentlich nicht zu Lasten derer die schon wenig haben.
  • enricoelcalva
    Donnerstag, 03.05.2012, 11:37 Uhr
    Merkel steht auf Plagiaristen. Merkel steht auf Kollegen die erschlichene Dr. Titel verharmlosen und diejenigen Abgeordneten die sich an derartigem Betrugsverhalten stoßen in öffentlicher Bundestagssitzung in die kriminelle Ecke drängen. Derartiges Verhalten ist für Merkel gründlicher Anlass solche Volksvertreter zum Verteidigungsminister bzw. Innenminister zu küren. Ich hätte da mal eine Frage: Gibt es irgendein Vergehen, einen Betrug oder ein Verbrechen an das sich dieser Merkel stoßen würde, soweit es denn ihrer (Merkel) Machtideologie nicht im Wege steht? Pfui Deibel, verachtenswerter kann sich eine Kanzlerin kaum verhalten.
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