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21.08.2012, 11:36 Uhr

Studie: Zeit mit den Eltern tut Teenies gut

New York/Berlin (dpa) - Pubertierende Teenies verbringen nach einer US-Studie mehr Zeit mit Ihren Eltern als gedacht - und dies macht sie sozialer und selbstbewusster. Darüber berichten Forscher der Pennsylvania State University im Fachmagazin "Child Development".

Nach der Studie von Susan McHale und ihren Kollegen wirkt sich die gemeinsame Zeit positiv auf die Entwicklung der Teenager aus.

In der Pubertät sind Mama und Papa für viele Jugendliche nervig und uncool - soweit das allgemeine Vorurteil. Herauszufinden, ob dies tatsächlich stimmt und wie sich die Zeit mit den Eltern auf Heranwachsende auswirkt, war das Ziel der Langzeitstudie.

Das Ergebnis: Pubertierende verbringen - entgegen dem Vorurteil - mehr Zeit mit ihren Eltern. Obwohl die Jugendlichen immer unabhängiger von ihren Familien werden, pflegen sie weiterhin enge Beziehungen zu ihren Müttern und Vätern, so McHale in einer Mitteilung der US-Gesellschaft zur Erforschung der Kinderentwicklung.

Teenager, die viel mit ihren Vätern und gleichzeitig anderen unternehmen, sind demnach sozialer im Umgang mit Gleichaltrigen. Darüber hinaus verbringen Zweitgeborene der Studie zufolge mehr Zeit mit ihren Eltern und gleichzeitig anderen Menschen als Erstgeborene. Mütter hingegen unternähmen mehr mit ihren Mädchen, wenn sie eine Tochter und einen Sohn haben - genauso Väter mit ihren Jungen.

"Wenn Jugendliche viel Zeit mit ihren Vätern verbringen, kann das sehr positive Auswirkungen auf die Entwicklung sozialer Kompetenzen haben. Allerdings nur, wenn dem Vater Beziehungen zu seinen Kindern und anderen Menschen selbst wichtig sind. Denn dann kann er dies auch weitervermitteln", erläuterte Stefan Drewes vom Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen der Nachrichtenagentur dpa. "Die Mütter sind besonders in der Gestaltung von Beziehungen wichtige Vorbilder." Laut Drewes brauchen beide Geschlechter ein männliches und weibliches Vorbild. "Dabei ist aber weniger die Zeit an sich wichtig, sondern die Qualität der Beziehung."

Für ihre Studie beobachteten die amerikanischen Wissenschaftler das Verhalten in rund 200 Familien der Mittel- und Arbeiterschicht in kleinen Städten und ländlichen Gemeinden. Die Forscher untersuchten, wie viel Zeit Eltern und Kinder von der frühen bis zur späten Pubertät miteinander verbrachten. Fünfmal innerhalb von sieben Jahren führten sie daher persönliche Gespräche und Telefoninterviews mit den Müttern, Vätern und deren Kindern.

Alle News vom: 21. August 2012 Zur Übersicht: Lifestyle

1 Meinungen zu "Mehr Zeit mit den Eltern tut gut "

  • Brechmich
    Mittwoch, 22.08.2012, 14:24 Uhr
    Dann sollten die auch so eine Studie in Großstädten machen, könnt mir Vorstellen da kommt was anderes bei raus.
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