Abführmittel: Wie Rizinusöl Därme leert
Wissenschaftler um Stefan Offermanns und Sorin Tunaru schalteten in Zellversuchen hunderte von Rezeptoren systematisch aus und testeten anschließend die Reaktion der Zellen auf Rizinolsäure. Identifiziert wurde der Rezeptor EP3 - die Andockstelle, an die Rizinolsäure bindet. Den schlagenden Beweis lieferten Tierexperimente, in denen der Rezeptor EP3 durch einen genetischen Eingriff gezielt ausgeschaltet worden war. "Anders als ihre genetisch nicht veränderten Artgenossen zeigten die Mäuse, denen der Rezeptor EP3 fehlte, nach der Gabe von Rizinusöl oder auch nur der Rizinolsäure keine vermehrte Darmentleerung", so Tunaru. Bei trächtigen Tieren wiederum sei keine verstärkte Wehentätigkeit festgestellt worden. Dies lasse darauf schließen, dass in beiden Fällen der Rezeptor EP3 verantwortlich sei.
Rizinolsäure wird nach der Freisetzung aus dem Rizinusöl zunächst vom Körper über die Darmschleimhaut aufgenommen. Anschließend wird der Rezeptor EP3 auf den Muskelzellen des Darms und der Gebärmutter aktiv. Dies wiederum rege die Darm- und Wehentätigkeit an.
Renaissance für Rizinus?
Die Aufklärung des Wirkmechanismus dieses alten Medikaments könne zu einer Neubewertung seines klinischen Nutzens führen, hoffen die Forscher. In der alternativen und der Volksmedizin ist Rizinusöl noch immer weit verbreitet. In der Schulmedizin wurde es aber nicht zuletzt wegen des unklaren Wirkmechanismus in den letzten Jahrzehnten immer weniger propagiert. "Die Ergebnisse unserer Studie könnten dazu beitragen, dass sich dies wieder ändert", glaubt Tunaru.Das aus den Samen des Wunderbaums Ricinus communis gewonnene Öl gehört zu den ältesten Arzneimitteln. Die erste Erwähnung als Abführmittel findet sich schon in 3500 Jahre alten ägyptischen Papyrusschriften. Seit vielen Jahrhunderten wird es zusätzlich als wehenförderndes Mittel eingesetzt. Trotzdem war bislang unklar, wie Rizinusöl überhaupt wirkt. (im)
Quelle: Tunaru, S. et al: "Castor oil induces laxation and uterus contraction via ricinoleic acid activating prostaglandin E 3 receptors", PNAS, 22. Mai 2012, doi/10.1073/pnas.1201627109
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515 Meinungen zu "Zyklus diktiert Männerwahl"
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GasGerd
Samstag, 19.05.2012, 14:58 Uhr Clemens ""Nach 8000 Jahren Kulturgeschichte driften die objektive Interessenlage von Frauen und die in 1 Million Jahren Evolution entwickelten Triebe aber weit auseinander, so wie die Neigungen der verwegenen männlichen Jäger und Krieger heute nicht mehr nützlich, sondern wegen des Stands der (Atom-) Waffentechnik für die Gattung existenzbedrohend sind." -------------------------------------- Soweit ja auch nicht.... nur eben, dass die Jäger nicht immer die mit dem Geld sind.... Zum "Broterwerb", ist die Veranlagung dazu nicht mehr nötig." Abgesehen von den Zockertypen in der Finanzwirtschaft sind die bis vor 10.000 Jahren erfolgreichsten Jäger und Krieger heute totale Loser, weil sie mit ihrer Gewaltgeneigtheit oft im Knast landen und meistens ihre beruflichen Chancen versauen. Da kann man hinsichtlich der Partnerwahl der meisten Frauen nur von Glück sagen, dass es gerade ein wesentliches Abrenzungsmerkmal von Menschen gegenüber Tieren ist, dass Menschen sich von ihren natürlichen Trieben emanzipieren und vernunftgesteuert handeln können. Übrigens wären die vorbezeichneten Zockertypen auch Loser, wenn sie nicht regelmäßig wegen ihrer vorgeblichen Systemrelevanz von zwangsweise eingezogenen Steuergeldern arbeitender und nicht zockender Menschen aufgefangen würden. Die regelmäßige Wiederwahl der dafür verantwortlichen Politiker lässt dann wieder an der Vernunftgesteuerheit der meisten Menschen zweifeln - das ist aber ein Kapitel für sich und ein weites Feld. -
Clemens80
Freitag, 18.05.2012, 13:26 Uhr "Nach 8000 Jahren Kulturgeschichte driften die objektive Interessenlage von Frauen und die in 1 Million Jahren Evolution entwickelten Triebe aber weit auseinander, so wie die Neigungen der verwegenen männlichen Jäger und Krieger heute nicht mehr nützlich, sondern wegen des Stands der (Atom-) Waffentechnik für die Gattung existenzbedrohend sind." -------------------------------------- Soweit ja auch nicht.... nur eben, dass die Jäger nicht immer die mit dem Geld sind.... Zum "Broterwerb", ist die Veranlagung dazu nicht mehr nötig. -
Clemens80
Freitag, 18.05.2012, 13:20 Uhr Tja wieder mal eine Entschuldigung mehr für Frauen, wenn sie sich mal wieder den falschen Angler gefischt haben.... bzw. warum es so viele Kuckuckskindern gibt....
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