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10.01.2013, 12:39 Uhr

Rauchentwöhnung: Gene verraten Erfolgschancen

München (netdoktor.de) – Zigarette ade? Erfolg oder Misserfolg – das steht in den Genen. Ebenfalls vorherbestimmt: wie gut Entwöhnungs-Medikamente helfen. US-amerikanische Forscher der Washington University aus St. Louis hoffen, damit künftig den Rauchstopp individuell besser anpassen zu können. CHRNA5-CHRNA3-CHRNB4 – dieser kryptische Name bezeichnet die Gengruppe, die im Körper die Bauanleitung für die Nikotinrezeptoren enthält. Und die verraten, wie groß der Hang ist, stark zu rauchen, beziehungsweise wie gut jemand den Glimmstängeln entsagen kann. Laut der aktuellen Studie mit 5216 Versuchspersonen lassen sich Menschen anhand ihrer Genausprägung in zwei Gruppen teilen: die mit hohem und die mit niedrigem Risiko zur Nikotinsucht. Die zweite Gruppe schaffte es durchschnittlich zwei Jahre eher als die Vergleichsgruppe mit dem Rauchen aufzuhören. Die Wissenschaftler führen das darauf zurück, dass die Hoch-Risiko-Gruppe wesentlich stärker raucht.

Nikotinersatz hilft starken RauchernWer nun sein schlechtes Durchhaltevermögen achselzuckend auf seine Gene schiebt, für den hat die Co-Autorin der Studie Li-Shiun Chen eine gute Nachricht: „Wenn Raucher zur Hoch-Risiko-Gruppe gehören, fällt es ihnen schwer von allein aufzuhören, aber sie profitieren sehr von begleitenden Medikamenten.“ Beim Vergleich von Placebos mit Nikotinersatztherapien oder Bupropion (ein Antidepressivum zur Rauchentwöhnung) fanden die Forscher heraus, dass die starken Raucher ihre Chance auf Entwöhnung verdreifachen konnten. „Diese Ergebnisse helfen uns, die persönliche Empfänglichkeit für Nikotin-Abhängigkeit besser einzuschätzen und Rauchstopp-Strategien künftig mehr auf den Einzelnen anzupassen.“, sagt Chen. (lh)Quelle: Chen L. et al. Interplay of Genetic Risk Factors (CHRNA5-CHRNA3-CHRNB4) and Cessation Treatments in Smoking Cessation Success. American Journal of Psychiatry 2012; 10.1176/appi.ajp.2012.11101545

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Alle News vom: 10. Januar 2013 Zur Übersicht: Gesundheit

2 Meinungen zu "Rauchstopp: Gene zeigen Erfolg"

  • diddeldaddel
    Samstag, 07.07.2012, 10:57 Uhr
    ich habe nie aufgehört. Tabakzigaretten haben mich 43 Jahre lang begleitet und nun dampfe ich die ego-t. seitdem geht es meiner gesundheit deutlich besser. mein asthma ist deutlich zurückgegangen - ich würde sagen - es ist fast verschwunden.
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